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SUNMERGE - PRIVACY
Datum: Donnerstag 29 August 2002 17:54:10
Thema: CD Reviews


Endlich mal eine Truppe aus Düsseldorf, die sich (erfolgreich) am musikalischen Grenzgängen versucht.



SUNMERGE – PRIVACY

Endlich mal eine Truppe aus Düsseldorf, die sich (erfolgreich) am musikalischen Grenzgängen versucht. Die Mischung aus Nu Rock, Metal und Progressiven Elementen formen sie zu ihrem „Contemporary Rock“ (zu deutsch: Zeitgemäßer Rock). Irgendwo erkennt man natürlich Vorlagen bekannter Bands, die sich an ähnlichem Versucht haben. Doch das sollte den geneigten Zuhörer nicht weiter stören, da der ureigene Stil der Band unverkennbar immer durchschlägt: Die relaxte Art mit Riffs, Grooves und Melodien umzugehen. Man merkt, die Musik soll einfach Spaß machen, sowohl den machenden als auch den zuhörenden! Und das tut sie. Bereits beim Opener des 6 Track Outputs merkt man, die Jungs verstehen es mit Groove zu rocken. „Crackerjack“ geht sofort ins Ohr und ins Bein, das unweigerlich mitwippt. Der Gesang von Jörg Becker wirkt erfrischend neu, und trägt doch bekannte Züge in sich. So meint man sich manchmal an Limp Bizkit erinnert, oder an diverse Helden der Grunge Ära. Jedoch empfand ich dies nie als störend (und ich kann mit Limp Bizkit nichts anfangen! Anmerkung. des Schreibers). Untermalt wird dies durch eine äußerst solide Gitarrenarbeit, die Jörg selbst und Stephan Lenssen erledigen! Das alles ist auf einen soliden Rhythmusfundament gebaut, das Marco Hinzen am Bass und Elmar Gerlach an den Drums stets erfolgreich aufrecht erhalten.
Doch „Crackerjack“ ist nicht der einzige Klopfer, der sich auf dem neuesten Output der Jungs finden lässt! Ausnahmslos alle Songs sind grandios arrangiert und dargeboten, wobei SUNMERGE ständig zwischen groovig, rockig und progressiv hin und her pendeln und diesen Spagat zwischen den einzelnen Stilen perfekt zu meistern wissen.
Doch wer jetzt unken möchte, selbstproduzierte Alben wie dieses hätten einen schlechten Sound, oder wären allgemein „dünn“, der sei hier eines Irrtums überführt. Die Band hat diesen selbstproduzierten Output Anfang 2002 in den K11 Studios in Düsseldorf aufgenommen, bei Monoposto einen Monat später mastern lassen und damit ein Demo geschaffen, das problemlos in den Regalen mit CD’s mithalten, die für viel (zu viel) Geld aufgenommen wurden. sprich, „Privacy“ kann sich mit Outputs messen, bei denen auch ein größeres Label dahinterhängt und Geld gegeben hat!
„Privacy“ ist entweder über den Vertrieb der Jungs zu erhalten – Service Label, auf ihrer Homepage www.Sunmerge.com oder bei einem ihrer Gigs. Letzteres möchte ich jedem wärmstens ans Herz legen, denn Live zeigt sich erst die volle Kraft, die hinter der Musik steht und es macht einfach Spaß den Jungs beim rocken zuzusehen! Eine Gelegenheit die Jungs mal in Natura vor den Gehörgang zu bekommen dürfte sich schnell ergeben, da sie eigentlich fast jedes Wochenende an irgendeiner Stelle in Deutschland spielen. Aber, vielleicht solltet Ihr Euch beeilen, denn die Chancen stehen nicht schlecht, dass es mit der Zeit der kleinen intimen Clubgigs bald vorbei sein könnte und sie „nur noch“ auf den etwas größeren Bühnen zu sehen sein können. Zu wünschen wäre es ihnen.

Doc Chris







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