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AD INFERNA - Lempire Des Sens
Datum: Sonntag 04 August 2002 00:00:00
Thema: CD Reviews


Die Franzosen greifen locker den Innovationspreis im schwarzmetallischen Bereich ab...

AD INFERNA : L`empire Des Sens

Es gibt CD`s, die knallen beim ersten Mal, lassen dann aber meist schnell nach (Ausnahmen bestätigen die Regel!). Es gibt CD`s, die etliche Durchläufe brauchen bis es „klick“ macht und die man dann liebt. Und es gibt die Sorte von CD, die einem nach vielen Durchläufen zwar bekannt vorkommen, aber so richtig hängen bleiben sie nicht. Und dazu gehört bei mir Ad Inferna, die bereits unter dem Namen De Profundis ein Album veröffentlichten. Der Blick auf das Cover läßt schon einges erahnen (das gibt`s nur nicht zu sehen weil ich auch nur `ne kleine schlechte s/w-Kopie davon habe...): zwei nackte Frauenkörper und im Hintergrund sehr sehr unheimliches Genebel. Beim ersten Blick denkt man an das Cover von Dimmu Borgir`s „Puritanical...“ und auch Cradle Of Filth kommen einem schnell in den Sinn. Die vor dem Blick auf das Cover eingelegte CD versprüht keinerlei Ambitionen, diesen Eindruck zu ändern - ein langes orchestrales Orgelintro, gefolgt von einem Bastard aus COF und Dimmu Borgir, der für die restlichen elf Songs mehr oder weniger die Gehörgänge erfreut. Wer meine Vorliebe für die beiden oben genannten Bands kennt, müßte jetzt davon ausgehen, das mir das Album verdammt gut gefällt - tut es aber nicht, denn die vier Franzosen (plus Gastsängerin) (gäääähhn wie einfallsreich...) klauen zwar nicht schlecht, beherrschen ihre Instrumente und haben stellenweise richtig gute Parts (die dann auch mal hängenbleiben...) dabei („Mon Âme Noire“, „The Vampyric Supremacy“), die Produktion ist auch sehr ordentlich, aber das ganze ergibt nicht diesen perfekten Mix und strahlt bei weitem nicht die Faszination aus, die Cradle zum Beispiel erzeugen, und auch beim 25. Durchlauf vermißt der geneigte Hörer das gewisse etwas, den Kick, der einen das Scheibchen wieder auflegen läßt. Ach ja, textlich dreht sich das Thema - man höre und staune, tataaaa - um Vampire! Einzige Neuerung: die bestimmt überaus innovativen Texte sind in verschiedenen Sprachen verfaßt (französisch, englisch und deutsch). Ich bleib lieber bei den Originalen, wer der Meinung ist seine Symphonic Black Metal-Sammlung komplettieren zu müssen soll halt mal ein Ohr riskieren.






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