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Tankard - B-Day
Datum: Montag 15 Juli 2002 21:43:08
Thema: CD Reviews


Endlich ist es soweit. Die wohl coolste deutsche Thrash Metal Combo hat ein neues Album aufgenommen, und schickt sich an, ihre Botschaften wieder in die metallene Gemeinde zu knüppeln.



Passend zum 20 jährigen Bestehen der Frankfurter Chaotenthrasher, hat man dem Album den Namen B-Day verpasst, was, wie es sich der Leser schon denken kann, einfach Birthday heißt.
Das Coverartwork als erstes hat schon mal den Preis, für das geilste Plattencover des jahres verdient. Zu sehen ist der Bomber, bekannt vom „Kings of Beer“ Cover, mit dem berühmten „Alien“ auf seinen Schultern. Gezeichnet wurde das Cover von Sebastian Krüger, der schon das legendäre „The Meaning of Life“ Cover zeichnete, und auch hier ist ihm ein wahres Kunstwerk gelungen.
So, nun der langen Rede, kurzer Sinn, kommen wir auch endlich zur Musik zu sprechen.
Das Album beginnt direkt mit „Notorious Scum“einem Thrasher der allerersten Güteklasse, der gut nach vorne abgeht, gefolgt von „Rectifier“ der schon bei einigen Livegigs in letzter Zeit gespielt wurde, und einen klasse Mitgrölpart hat. Das Ding knallt echt rein.
„Need Money for Beer“ folgt, und daraufhin, die inoffiziele Geburtstagshymne, „Ugly, Fat & Sill alive“, der mit alten Songtiteln garniert wurde, so ziemlich jeder Knaller und Plattentitel der Truppe wurde hier verwurschtelt, und kommt einfach klasse.
„Underground“ wirkt danach wie eine Verschnaufpause, bevor mit dem punkigen „Voodoo Box“, wieder Gas gegeben wird, und mit dem coolen „Sunscars“ und mit dem alleine vom Text obergeilen „Zero Dude“ es weitergeht.
„New Liver Please“, kommt hier sehr gediegen und heavy, alleine der Text, Kult, doch dieser Kulttext wird vom nachfolgenden “Rundown Quarter” mehr als nur getoppt.
Der Song kommt aus den Anfangstagen der Band, und wurde nocheinmal neu aufgenommen. Alleine das grottenschlechte Englisch ist der Brüller.
Rausschmeißer der Scheibe ist dann „Alcoholic Nightmares“ der noch mal allen zeigt, wo der Thrashhammer hängt.
Und freut euch auch auf den geheimen Bonustrack am Ende, der dürfte euch gewiß gefallen.
Zusätzlich ist dazu noch zu sagen, daß die Produktion von „Andy Claassen“ mehr als nur heavy geworden ist. Die Scheibe hat einen superheftigen Sound, der einfach klasse durch die Boxen brettert.
Dabei strotzt die gesamte Scheibe nur so durch Spielfreude, und geilen Riffs. Gerre´s Gesang ist wieder richtig klasse, und sollte auch den letzten Thrasher davon überzeugen, diese Scheibe zu kaufen. Wer jetzt noch überlegt, dem sei gesagt, daß die ersten 5000 Exemplare als Doppel-CD erscheinen, und auf der Bonus-Disc die ersten beiden Demos“ „Heavy Metal Vanguard“ und „Alcoholic metal“ enthalten, wo schon einige Songs drauf enthalten sind, die es dann auch später auf LP und CD schafften. Auch ist die History im Booklet richtig geil zu lesen, und dürfte den einen oder anderen Lacher hervorrufen.Wer jetzt immer noch argwöhnt, dem ist echt nicht mehr zu helfen, und wird für diese Frevelei mit der „Bravo Hits Collection“, nicht unter 10 Durchläufen bestraft.
So, um es jetzt mit “Peter Lustig“ dem Helden meiner Kindheit zu sagen, abschalten, ab in den Laden und Scheibe kaufen, sonst ist Schluß mit lustig.

Notorious Scum
Rectifier
Need Money For Beer
Ugly, Fat And Still Alive
Underground (Atmosphere: Hostile)
Voodoo Box
Sun Scars
Zero Dude
New Liver Please!
Rundown Quarter
Alcoholic Nightmares

Andreas Fritz Johannes Geremia / Gesang
Frank Robert Thorwarth / Bassguitar
Andreas Gutjahr / Guitars
Olaf Zissel / Drums

AFM Records

Madrebel








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