Drucken Drucken



Andrew W.K. Köln - Prime Club 2002
Datum: Dienstag 18 Juni 2002 22:37:32
Thema: Konzert


Das erste Mal tourte der amerikanische Partymetal Shooting Star durch Deutschland, und auch ich, ließ es mir nicht nehmen, diesen Gig zu besuchen.


17.06.2002


Das erste Mal tourte der amerikanische Partymetal Shooting Star durch Deutschland, und auch ich, ließ es mir nicht nehmen, diesen Gig zu besuchen.
Vorher jedoch musste man ersteinmal das neueste VIVA Rockding „Lost Prophets“ über sich ergehen lassen, und die Besucher, oder besser gesagt Besucherinnen bestätigten eigentlich, wer heute ihr Star hier heute sein sollte, nun, so begann es dann auch um 20:55h, ziemlich pünktlich.
Und was soll man sagen, uninteressanter und vollkommen uninspirierter Nu-Metal, der mich vollkommen unbeeindruckt ließ, und auch wohl nur die jungen Mädels in den ersten 3 Reihen Spaß gemacht hat.
Ich begab mich dann nach dem dritten Song dann auch zwecks Kaffeetrinkens an die Theke, um nicht vollends einzuschlafen.
So, und nun mal Tacheles. Wie oft wollt ihr Musikproduzenten den Leuten noch vorgaukeln, das sei Rock oder gar Metal ? 5 geschniegelte und dabei trotzdem auf wild gemachte Pseudorocker, die alle aussehen, wie eine Boygroup mit E-Gitarre, was soll das, wollt ihr uns auf den Arm nehmen ? Es mag in dem Bereich ja ein paar gute Truppen geben, aber mir bleibt als Fazit nur zu sagen:
„1000 mal gehört, 1000 mal ist nix passiert, 1000 und noch einmal, und immer noch ´ne Qual“!

So, und nun begann die Umbaupause, die mit der ersten „RATM“ CD überbrückt wurde.
Doch die Umbaupause wurde immer länger, 22:100h, 22:20H, 22:30H, zu dem Zeitpunkt hätte „Andrew W.K“ schon 20 Minuten spielen sollen, und der Unmut wurde immer lauter, der sich durch veränderte Fußballgesänge und Lieder wie „Que sera, sera „ ausgedrückt wurde. Anscheinend hatten die Jungs Soundprobleme, da sie wohl nicht umsonst den Sound noch mal checken mussten. Irgendwann wurde dieser in die Länge gezogene Soundcheck aber hochgradig lächerlich. Nach 70 !!! Minuten Umbaupause ging es dann aber auch endlich, endlich los, und die Jungs gingen von Anfang an ab wie Schmidt´s Katz.
Der Frontmann „Andrew W.K.“ sprang, sang, schrie in das Mikro wie ein verrückter, „Donald Tardy“, seines Zeichens Ex-Obituary Drummer knüppelte die Fun Rock Songs furios durch die Boxen, und der ziemlich durchgeknallt wirkende Basser, der zeitweilig einen Blick wie ein extrem Geisteskranker an den Tag legte, und dazu noch rockte was das Zeug hielt, rundeten das alles ab. Auch im Publikum ging es dementsprechend ab, Gemoshe und Gepoge allerortens, und Frontsau „Andrwe W.K.“ trieb das Publikum an, verteilte auch sehr oft Wasser in´s Publikum, und wirkte auch sonst sehr gut gelaunt, was sich alleine in seinem markanten Klatschen niederschlug.
Wie kann man sich das am besten vorstellen ?
Jeder dürfte schon mal im Zoo eine Seelöwenshow mitbekommen haben, und gesehen haben, wie sie mit den Flossen klatschen. So in der Art wirkte das auch bei ihm.
Leider war der Gig aber auch schon nach 45 Minuten zu Ende, aber wenn man nur eine Scheibe mit 13 Songs in petto hat, geht das auch nicht anders.
Abschließend sei gesagt, ein verdammt cooler und sehr energiegeladener Gig, der aber durch die extrem lange Umbaupause, einen Knacks in meiner Bewertung hinterließ, sorry, aber so kann man nicht mit den Besuchern umgehen, die zum Teil von weit weg kamen, und wie alle, sich nach einer Weile etwas verarscht vorkamen.
Trotzdem ist der „Andrew W.K.“ ein sehr netter Mensch, der sich sehr viel Zeit nahm, um sich mit den Besuchern fotografieren zu lassen, Autogramme zu geben(die zu wahren Romanen mutierten, aber irgendwie sympathisch), also, da muß ich sagen, Respekt, das erlebt man nur noch sehr selten.
Nur neue Klamotten sollte er sich mal zulegen, denn er rannte vor, während und nach dem Gig ständig mit der gleichen versifften Jeans, und dem gleichen verdreckten Shirt rum.
Was aber viel interessanter war, das kurze Gespräch mit „Donald Tardy“, den ich mal fragte, ob er sich mal was neues mit „Obituary“ vorstellen konnte, worauf er entgegnete, das sie noch alle gut befreundet wären, und er selber dem nicht abgeneigt wäre, und er meinte, mal sehen was die Zukunft bringt. Naja, etwas schwammig, aber man kann ja mal ein wenig hoffen.
Danach war der Abend dann aber auch vorbei, und als wir noch einmal mit dem Auto am Prime Club vorbeifuhren, stand der Frontmann immer noch draußen, und befasste sich mit den Fans, beachtlich.
Trotzdem glaube ich selber nicht, dass der Mann hier groß Zukunft haben wird, dafür steckt hinter der sehr partykompatiblen Musik zuwenig hinter. Spaß macht sie aber trotzdem.

P.S: Den Titel "Arrogantes Arschloch des Tages " , erhält der Tourmanager für seine unfreundliche Art. Denn als man ihn darauf ansprach, was diese lange Umbaupause sollte, ich es als Besucher für eine Unverschämtheit halte, und es hier Besucher gibt, die morgen früh raus müssen, erwiderte er, Soundprobleme, und es ist mir doch scheißegal, ob die morgen arbeiten müssen, und ging dann. Na, das nenne ich aber Kundenfreundlichkeit.
Daumen runter.

Madrebel



Ihr würdet gern Eure Konzert Karten "ONLINE" bestellen?? Versucht es doch einmal Hier



Dieser Artikel stammt von der Webseite PlanetHeavyMetal
http://www.planetheavymetal.de

Die URL für diesen Artikel lautet:
http://www.planetheavymetal.de/load.php?name=News&file=article&sid=319


Drucken Drucken

Das Impressum finden Sie hier
http://www.planetheavymetal.de/load.php?name=Impressum