Artikel Bewertung

Punkte im Schnitt: 4
Stimmen: 3


Bewerten Sie doch diesen Artikel:

star_yellow.png
star_yellow.pngstar_yellow.png
star_yellow.pngstar_yellow.pngstar_yellow.png
star_yellow.pngstar_yellow.pngstar_yellow.pngstar_yellow.png
star_yellow.pngstar_yellow.pngstar_yellow.pngstar_yellow.pngstar_yellow.png


Suche

Ihre Suchbegriffe:
Verknüpfung der Suchbegriffe:

Zur Meinung von Amazon

XANDRIA - Ravenheart

Veröffentlicht am Sonntag 23 Mai 2004 11:29:25 von Zombie_Gecko
Zum Glück klingt nicht jeder Song wie die Single “Ravenheart” – für Abwechslung wurde also ausreichend gesorgt…







01. Ravenheart
02. The Lioness
03. Back To The River
04. Eversleeping
05. Fire Of Universe
06. Some Like It Cold
07. Answer
08. My Scarlet Name
09. Snow-White
10. Black Flame
11. Too Close To Breath
12. Keep My Secret Well

(49:59 min)


2004 Drakkar Records (www.drakkar.de)


Line Up:
Lisa - Vocals
Marco - Guitar & Keyboard
Philip - Guitar
Gerit - Schlagzeug

www.xandria.de



Discographie:
Kill The Sun (2003)
Ravenheart (2004)



Wer den Titeltrack und / oder gleichnamigen Videoclip kennt, der mag schnell in die Versuchung kommen, Xandria als Within Temptation-Clone zu bezeichnen. Damit täte man „Ravenheart“ (dem Album) aber Unrecht, denn die zugegebenermassen deutlich vorhandenen Parallelen des Openers ziehen sich (zum Glück) nicht durch das komplette Album, wenngleich man aufgrund der Kombination eingängige Rockmusik plus Frauengesang natürlich kaum um Vergleiche mit Within Temtation herum kommt. Aber „Ravenheart“ ist wesentlich vielschichtiger, als es die natürlich geschickt gewählte Singleauskopplung vermuten lässt - bestes Beispiel dürfte die Hommage an die James Bond-Songs, „Some Like It Cold“ sein. Der Anfang von „Back To The River“ erinnert an indische Musik, die auf Stimme, Piano und Streichern aufgebaute Ballade „Eversleeping“ könnte auch aus einem Film oder Musical stammen, wohingegen „Fire Of The Universe“ stellenweise richtig fette Gitarren zu bieten hat und „Black Flame“ eine coole, moderne Rocknummer ist. So könnte man sich jetzt beinahe jeden Song vornehmen, und so gesehen ist „Ravenheart“ auch ein wirklich gelungenes Album.
Bevor man nun aber zum nächsten Plattendealer rennt, um sich „Ravenheart“ zu kaufen, gibt es auch negatives zu berichten: die erwähnten rockigen und vor allem lauten Gitarren gibt es viel zu selten, so dass waschechten Metallern „Ravenheart“ mit ziemlicher Sicherheit zu seicht ist. Und beim Problem mit den in den Hintergrund gemischten Gitarren (die man bei genauem Hinhören als eigentlich recht rockig identifizieren kann) kommt man automatisch auf den nächsten Schwachpunkt von „Ravenheart“: bei aller Liebe zur Vielschichtigkeit, aber dieses Album ist in meinen Augen schlicht und ergreifend überfrachtet, wodurch nicht nur die Gitarren erschlagen werden, sondern alles irgendwie wirkt, als hätte man auf Teufel-komm-raus versucht, möglichst viele Elemente in die Songs zu packen. So kommen weder die Streicher noch die Gitarren noch sonstiges richtig zur Geltung, wodurch an vielen Stellen alles irgendwie schwammig wirkt. Einzig die Stimme von Sängerin Lisa ist unüberhörbar in den Vordergrund gemischt – und wäre man gemein könnte man sagen, anders käme die relativ dünne Stimme auch nicht zur Geltung. Nicht dass die Dame nicht singen kann, aber im Vergleich zu einer Anneke van Giesbergen oder Nightwish`s Tarja erleidet Lisa gnadenlos Schiffbruch, und auf Dauer ist der hohe Gesang manchmal schon anstrengend.
Unterm Strich also kein schlechtes, aber auch beileibe kein essentielles Album, denn die Songs an sich sind alles andere als schlecht, nur die Umsetzung ist für meinen Geschmack etwas unglücklich. Wer auf poppigen (im Sinne von Populärmusik, ich meine hier nicht Pop im Sinne von Radiomusik) Bombastsound abfährt, der kann sich vielleicht auch mit „Ravenheart“ anfreunden, ich für meinen Teil freue mich da lieber auf das neue Nightwish-Album….

Kommentare zu diesem Artikel
Zur Zeit sind 1 Kommentare vorhanden, Sie können sich an der laufenden Diskussion beteiligen.
Schreibe jetzt einen weiteren Kommentar!
Re: XANDRIA - Ravenheart
Ich kann dem eigentlich in allen Punkten zustimmen. Als ich auf dieses Album aufmerksam wurde kannte ich auch schon Nightwish. Ich höhrte rein und dachte mir, im direkten Vergleich etwas schwach, denn Tarja´s Stimme ist bombastisch!!!
Die sie auf Once noch deutlich zu den vorherigen Alben topt.
Aber egal, wenn man sich das Album Ravenheart öfter anhöhrt ist es eigentlich ein rechtgelungenes Werk. Auch ist Lisas Stimme ganz angenehm, wenn auch manchmal zu zerbrechlich. Vielleicht wird sie ja in Zukunft kräftiger, wenn sie daran trainiert.