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Konzert Review: Wizo - Rock n Roll Stormtroopers / 21.02.2004 Köln Live Music Hall

Veröffentlicht am Mittwoch 23 Februar 2005 00:03:58 von madrebel
phpnuke.gifEine der angesagtesten Funpunkbands der 90er rief zum Tanze auf und vermeldete gleichzeitig eine weitere Station auf dem Weg zu ihrer eigenen Beerdigung. Was war geschehen? Nun, die Sindelfinger Punks „WIZO“ riefen und nahezu 1500 Nasen hörten den Ruf und folgten selbigen.




Wizo - Rock n Roll Stormtroopers / 21.02.2004 Köln Live Music Hall


Also erstmal die Lichtstrasse in Köln betreten, durch tonnen von Bier-,Alcopop-,und Schnapsflaschenscherben gelatscht, bis man die Halle endlich betreten durfte. Als erstes der Blick in die Runde. Hmm, wider erwarten waren sehr wenige alte Fans zugegen, der Anteil pubertierender Nachwuchspunks überwog in der Halle und drückte den Altersdurchschnitt auf etwa 18 Jahre. Geht doch wenn man will. Trotzdem, es war weniger schlimm als dann erwartet, denn die Jungspunde gingen ab ohne Ende. Irgendwie merkt man doch allmählich, dass man alt wird.

Der Gig begann dann um kurz nach 8 mit den Kumpels von „WIZO“,(selbige sagten die Jungs dann auch an) bei denen es sich um die „Rock n Roll Stormtrroopers“ handelte. Der Vierer spielte eine absolut gelungene Mischung aus Strretrock, Punk, Rockabilly, was auch immer. Auf jeden Fall gingen die Schwaben ab wie eine Horde Wildchweine und rockten die Hütte, dass es nur so wackelte. Dazu war das aussehen der 4 klischeehafter, wie es nicht cooler sein konnte. Kutten mit diversen Badges, Kiss,Motörhead, Twisted Sister Patches, abgeschnittenen Jeanshosen bis zum Arsch bildeten das Outfit. Sah endgeil aus. Olli Overkill, Rockin Ingwer, Tex Torpedo und Floey Maketheshowey sind dazu wirklich endgeile Pseudonyme.
Die Jungs legten eine Rockshow auf die Bretter, die nicht nur die jungen, sondern auch die alten abgehen ließen und so manch einer stand erstaunt mit offenem Mund in der Menge. Ein Knaller jagte den anderen, vollkommen energiegeladenes Stageacting. Da ging eine Menge. Dazu kamen dann kurze Tribute an alte Heroen wie „Queen“ oder auch „The Who“ und das kam richtig gut an.
Nach 40 Minuten war dann aber auch schon Schluß mit den Jungs, aber man hinerließ schon mal eine wirklich gut aufgeheizte Meute. Wenn eine Band den Begriff „Anheizer“ verdient hat, dann die. Geile Truppe.

20 Minuten später. Der Todesmarsch wurde intoniert, Rauchschwaden waberten durch die Halle, das Logo der Band wurde enthüllt und der Sindelfinger Dreier betrat andächtig und ihren eigenen schneeweißen Sarg tragend, die Bühne. Eine kurze Rede von Reverend Alex, der sich andächtig an das Publikum wandte und mit ruhigem Ton ernst und bestimmt eine weitere Station bis zum Friedhof ankündigte. Mit einem geschrienem „Pogt bis ihr blutet“ ging es dann los und als erstes wurde „Kopfschuss“ in die Menge geknallt. Und danach ging es Schlag auf Schlag. Ein Klassiker jagte den anderen,“Hey Thomas“, “Bleib tapfer“, „Kadett B“, „Der Käfer“, Tod im Freibad“ ,“Raum der Zeit“ und und und. Die Setlist ließ keine Wünsche offen. Beim „goldenen Stück Scheisse“ sang wirklich bis in die letzte Ecke der Halle jeder mit und auch „Gute Freunde“ machten aus der LMH eine Riesenchor.
Die Ansagen und Witze und Kebbeleien auf der Bühne machten Spaß ohne Ende und irgendwie wurde einem dann doch ein bisschen wehmütig ums Herz, wenn man überlegte, dass es das letzte Mal sein würde die Jungs noch mal live zu sehen.
Knapp 2 Stunden später und gegen Ende gab es dann noch das lauthals geforderte „Kein Gerede“, was nochmals so richtig mitgesungen wurde, bis mit „Alte Frau“ und 2 weiteren Zugaben, sich der Gig dem endgültigen Ende zuneigte.
Am Ende blieben ein ausgelaugtes Publikum, was glücklich und zufrieden in die Nachtkälte strömte und die Erkenntnis, dass eine kleine Reise in die Vergangenheit nicht das schlechteste sein muss.
Großer Respekt an die Jungs von „WIZO“, die sich nie haben verbiegen lassen, immer ihr eigenes Ding durchgezogen haben und ehrenhaft abgetreten sind und sich nicht wie andere Kollegen mittlerweile der Lächerlichkeit preisgeben. Hochachtung, kann man da nur sagen. Man soll Schluss machen, wenn es am schönsten ist.
Bleibt nur noch eines zu sagen: „RUST IN PEACE“, es war schön mit euch.

madrebel

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