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Konzert Review: Westfalenfestival Dortmund / 18-19.10.2003 !!!

Veröffentlicht am Dienstag 21 Oktober 2003 00:24:13 von madrebel
phpnuke.gifMittlerweile wird das alljährliche Westfalenfestival zu einer festen Institution und auch dieses Jahr haben sich die Veranstalter nicht lumpen lassen.
Westfalenfestival Dortmund

18.10.2003

Dortmund Live Station / Rage / Accuser / Mercury Tide / The Claymore

Tag 1 :

Mittlerweile wird das alljährliche Westfalenfestival zu einer festen Institution und auch dieses Jahr haben sich die Veranstalter nicht lumpen lassen mit einem Haufen guter Bands und einem Haufen toller Veranstaltungen.
Beschränken wir uns aber auf das wesentliche. Den Heavy Metal.
Rappelvoll war die Live Station und leider hatte ich die ersten beiden Bands schon verpasst, wobei ich hörte, dass "Mercury Tide" mehr als nur grottenschlecht gewesen sein sollen.
Nun, zum Glück bekam ich nach dem langsamen Einlaß noch die Chance, ein bißchen von "Accuser" sehen zu können. Überzeugen konnten mich die Vier allerdings nicht wirklich. Zu verschachtelt und gewollt klang das Material der Thrasher. Irgendwie wirkte es aufgesetzt und gezwungen, dazu noch langweilig. Es war zwar deftig hart, aber irgendwie konnte der Funke nicht überspringen. Das war weder Fisch, noch Fleisch.
Überzeugen konnte mich allerdings die nahezu 60 Jahre alte Dame, die auf einmal auftauchte und zu der Musik tanzte. Wirkte irgendwie surreal, aber irgendwie doch recht cool.

Nach kurzer Umbaupause standen dann endlich "Rage" auf der Bühne. Das Intro der neuen CD lief, und dann ging es auch schon los. "War of Worlds" leitete ca. 80 Minuten von einem der besten Konzerte, die ich dieses Jahr sehen durfte. Peavy, Mike Terrana und Victor Smolski legten eine Spielfreude an den Tag, wie man sie nur so selten erlebt. Immer einen guten Spruch auf den Lippen, energiegeladen und verdammt gut gelaunt. Das sowas sich nur positiv auf das Publikum auswirkt, dürfte jedem klar sein.
Die Menge tobte, sang mit, machte Stimmung. Das war einfach geil.
Peavy betonte noch, dass dies ein Warm-Up Gig wäre, für die anstehende Tour mit "Helloween". Und wenn die da so agieren , wie an diesem Abend, werden es die "Kürbisköpfe sehr schwer haben.
Wie dem auch sei, die Herner spielten einen guten Querschnitt aus fast allen Alben, wobei der Schwerpunkt eher auf den letzteren lag. Ob es "Human Metal" vom neuen war, "Unity" vom letzten gleichnamigen Album, kam übrigens sehr gut an, oder "ein Medley mit u.a. "Don´t you fear the Winter", wonach ein tolles Gitarrensolo von "Victor Smolski" kam, oder "Paint the Devil on the Wall", vom Album "13". Einfach klasse. Absoluter Höhepunkt war allerdings das Drumsolo von "Mike Terrana" auf seinem neuen Drumkit. Was der Junge da gespielt hat, spottet echt jeglicher Beschreibung. Man muss einfach dabeigewesen sein um das nachvollziehen zu können. Er spielte mit dem Publikum, machte, während er das Kit verdrosch, Singspielchen mit dem Publikum und schaffte es, jeden anwesenden die Kinnlade runterklappen zu lassen. Was ein Solo. Das war mal echt gekonnt.
Leider war der Gig kurz danach schon am Ende, aber für eine Zugabe durften die 3 dann noch einmal ran. "From the Cradle to the Grave" war dann der Abschluss eines absolut fantastischen und viel zu kurzem Auftritts.
Leute, ztieht euch warm an, da kommt echt was hammerhartes auf euch zu.

Westfalenfestival Dortmund / 19.10.2003

Die Apokalyptischen Reiter / Naglfar / Dew-Scented / Obscenity / Mourning Caress

Dortmund / Big Island

Tag 2 des Westfalenfestivals brach an, und diesen Sonntag konnte man sich echt nicht entgehen lassen.
Insbesondere wenn mit zwei Bands dabei sind, die zu den wohl in kürzester Zeit beliebtesten Bands in der deutschen Metalszene geworden sind.
Angefangen hatte das Konzert mit "Mourníng Caress" und "Obscenity", die ich leider nicht sehen konnte, wegen dauerndem verfahren in Dortmund. Sollen aber laut Zeugenaussagen ganz gut gewesen sein.
Nun, zu "Dew-Scented" schaffte ich es dann endlich dort zu sein. Habe zwar nur den halben Gig gesehen, aber lieber nur die Hälfte als gar nichts.
Und ich muß schon sagen, dass war richtig klasse, trotz des grottigen Sounds, was die Jungs da abgeliefert haben
Gut, der Sound war zwar nicht so der Bringer, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Der Sänger war richtig gut drauf, der Rest der Truppe stand ihm in nichts nach und es machte einfach nur Spass den Jungens zuzusehen und abzugehen.
Das Publikum machte gut Stimmung, also alles perfekt. Coole Songauswahl, u.a: "Embraced By Sin", "Soul Poison" und als Zugabe noch "War Ensemble" von "Slayer", was der Kollege Tequila vom Metalstorm mit einem "Schaut mal Slayer, so wird das gemacht!", kommentierte.
Klasse Gig.
Den Auftritt von "Naglfar" schenkte ich mir dann, denn man trifft zwischenzeitlich auch alte bekannte.
Klang aber ganz nett, was die Jungs da fabrizierten. Allerdings nicht mein Ding.

Nun aber war es endlich soweit. Die Band auf die alle geartet hatten, stand endlich auf der Bühne. "Die Apokalyptischen Reiter" , mit dem Starter "4 Reiter stehen bereit." ! Das Publikum machte von Anfang bis Ende Stimmung ohne Ende, Dr.Pest stand ruhig und gelassen in einer Sadomasomaske vor seinem Keyboard, der Bassist flitzte mehr über die Bühne, als ein olympischer Sprinter und Fronter Fuchs war nicht zu bremsen. Ein echter Hans Dampf in allen Gassen, trieb er die Menge an, die Band, machte Stimmung ohne Ende und Fuchs war dabei nur am grinsen.
Dazu gab es auch endlich guten Sound und die Party wollte nicht enden. Die Songauswahl war klasse und da was los. Besonders in dem Moment, wo Fuchs das Sadomasostofftierchen in Latexklamotten in das Mikro sprechen ließ. War doch sehr lustig, wie auch die akrobatischen Einlagen. Der Auftritt bestand nur aus Höhepunkten, ob es Songs wie "Iron Fist", "We will never die", "Terra Nola", "Unter der Asche",Sehnsucht","Ride on" oder auch "Du kleiner Wicht" waren. Die Leute gingen richtig gut ab dabei.
"Metal will never die" wurde regelrecht abgefeiert, aber der Hammer kam dann. Eine ganz bestimmte Kultnummer wurde vehement gewünscht und sie spielten den Song nach längerem zögern endlich mal wieder . "Dschinghis Khan",
war die verlangte Nummer und man gab sie ihnen. Dabei ging der Stimmungspegel reichlich nach oben. War schon cool, die Nummer wieder live zu hören.
Leider war dann aber auch bald schon Schluß, die Jungs kamen nochmal um sich zu verbeugen und das war´s.
Klasse Auftritt. Lohnenswert.

P.S: Tolle Organisation, klasse Bands, billiger Eintritt und coole Leute. Das Konzept des Westfalenfestivals ist einfach klasse. Macht weiter so.

Madrebel


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