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Zur Meinung von Amazon

Konzert Review: Wacken Open Air 2001

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Veröffentlicht am Sonntag 23 September 2001 13:13:47 von madrebel
phpnuke.gifWacken Open Air 2001 !!!
Wacken Open Air

02.08.2001 - 04.08.2001

Zum vierten Male machte ich mich, mit einem Haufen verrückter auf,
um das einmal im Jahr stattfindende W.O.A heimzusuchen.
Also, Kofferraum gepackt, im 2er Konvoi los, und mit guter Laune ging es voran.
Ein Zwischenstopp in Hagen, um eine weitere Person aufzulesen,
danach ab in Richtung Osnabrück, um den Konvoi zu erweitern, da es dort aber Probleme gab,
hielten wir nur für einen kurzen Kaffee dort auf, und weiter ging es.
Nach mehreren Raststättenstopps und einem kurzen Stop and go auf der A 23,
waren wir dann endlich da.
Schon auf der Hauptstrasse des Dorfes sah man schon einen Haufen Leute,
denen man die Vorfreude ansehen konnte.
Nun erreichten wir endlich das Gelände, den passenden Platz gesucht,
und dann auch noch die passenden Zeltnachbarn, perfekter konnte es kaum kommen.
Nun erstmal das Zelt aufbauen, die erste Dose "Diebels Alt" geöffnet,
die Nachbarn herzlich begrüßt, man kennt sich ja, und das warten begann.
Gegen 4 Uhr machten dann Manuel und ich uns auf dem Weg zum Gelände,
um die erste Band zu sehen.
Aber ersteinmal Bändchen holen, ab zum Eingang, und warten.
Tja, immer wieder interessant zu sehen, wie enthusiastisch die Ordner am ersten Tag
noch arbeiten,
um dann im Laufe der Zeit einen fast nur noch im Schnellverfahren abzutasten.
Tja, dann ging es aber auch schon los.
Pünktlich um 17.00 h betraten dann "Knight Errant" aus der Türkei die Hauptbühne,
und rockten sowas von geil ab, das einem Hören und Sehen verging.
Die 6 Türken waren die erste türkische Metalband die außerhalb der Türkei spielte,
und diese Premiere nutzten sie wirklich aus.
Mit ihrem zeitweilig an "Skyclad" erinnernden Folk/Power Metal, schafften sie es,
sich sehr schnell Freunde zu machen, auch die Geigerin war sehr bewegungsfreudig.
Der Sänger sollte zwar noch ein wenig an seiner Stimme arbeiten,
aber wenn die so weitermachen, werden sich diese 6 Türken sehr schnell eine Fangemeinde
aufbauen.
Ein riesiges "FUCK OFF" geht aber an die Leute, die so Dinge vom Stapel ließen wie:
"Die sollen sich zurück nach Anatolien verpissen und Döner verkaufen",
und ähnlicher geistiger Dünnschiß.
Verstehe einer was der Mist soll.
Nun ging es aber ersteinmalb zum angekündigten Fussballspiel, zwischen dem RockHard Team
und dem AFM Records Team.
Leider war ein gewisser Chefredakteur der obengenannnten Zeitung, trotz Ankündigung,
wohl zu faul zum spielen. Er tauchte nur kurz auf, und war auch wieder weg.
Tankard-Gerre hatte aber eine gute Entschuldigung. Ein kaputtes Knie.
Gute Besserung von dieser Stelle.
Tja, nun ging das Spiel auch los. Ein recht geiles Gekicke auf Thekenfußballniveau
belustigte die Zuschauerschaft. Und der Torwart der RH-Redaktion zeichnete sich durch
wahres Unvermögen aus, habe lange nicht mehr einen solchen Fliegenfänger gesehen.
Tja, beim Stand von 5 : 1 verließ ich dann das Geschehen, denn es war Zeit für "Finntroll".
Und mit einem langen Intro begann es dann auch schon.
Das Publikum vor der Bühne war guter Dinge, und auch das was auf der Bühne passierte,
war als einfach geil zu bezeichnen, wenn dieser elendige Scheppermüllsound zu Beginn nicht
gewesen wäre.
Der zerstörte leider so einiges.
Trotzalledem spielten sich die verrückten Finnen wahrhaft den Arsch ab,
und auch im Publikum war die Stimmung recht gut.
Songs von der "Jaktens Tid" und der "Midnattens widunder" wechselten sich fröhlich ab.
Ein im großen und ganzen guter und ordentlicher Gig, wäre der Sound besser gewesen,
hätte es der Knaller werden können, so war es aber leider nur Durchschnitt.
Nun hätten eigentlich "Crematory" kommen sollen, aber da die Band im Stau stand,
wurde es daraus nix.
Dafür spielte dann eine Mand namens "Impotent Sea Snakes", wo ich bei der Erwähnung
des Namens fluchtartig das Gelände verließ, um dann ganz schnell im Camp aufzutauchen.
Das musste ich mir dann doch nicht geben, und ersteinmal hinsetzen, ein Bierchen trinken,
und auf "W.A.S.P" warten.
Kurz vor Beginn des Auftritts, begab ich mich dann auch mit "Nuc" und seiner werten Gattin
zur Hauptbühne, um mir endlich mal "W.A.S.P" anzuschauen.
Leider war der Auftritt mit einer Stunde viel zu kurz, da hätte mehr sein müssen.
Allerdings fehlten Songs wie "Animal/Fuck like a Beast" oder "I wanna be somebody" nicht.
Sonst gab es noch ein wenig von der "Headless Children" zuhören, das war´s.
Tja, bei einer längeren Spielzeit, hätte es echt toll werden können.
Aber bestimmt kommen sie bald noch auf Hallentour.
Nun war ersteinmal der Donnerstag vorbei, und ab zur Zeltplatzparty.
Dort ging schon gut der Bär ab, Lagerfeuer, coole Musik, viel Smalltalk und Bier.
Nach einer Weile begab ich mich dann auch in mein Zelt, musste ja früh raus.
Ersteinmal Körperpflege und nach Besuch des nahegelegenen Maisfeldes, ging es zum
Frühstückszelt, wo mich dann die Steffi begleitete.
Und hier traf ich dann endlich auch auf die Jungs der "Deathparade",
war cool mit euch zu frühstücken. Danke nochmals für den Kaffee.
Danach ging es ersteinaml auf das Festivalgelände, Stände anschauen.
Im Hintergrund hörte ich dann noch "Deceased" die sich an "Tormentor" von "Kreator"
ranmachten.
Als wir dann in Richtung Bühne liefen, sprang mich seitlich ersteinmal jemand an,
und wer war es ? Der Tom von den "Metal Bastards"
Und die ganze Meute war in der Nähe, also hin, und feiern, denn seine Frau,
die Susi hatte ihren 30ten Geburtstag.
Die Glückwünsche wurden aber gestört durch das Geplärre von "Stigma IV", wo laut der damen
nur der Dänger gut aussah, aber das war es auch schon, mich interessierte das aber nur
am Rande, da wir permanent auf den Geburtstag anstießen.
Um 12.00 h mittags kam dann der erste Höhepunkt mit "Carnal Forge".
Geiler Mischung aus Thrash und Death Metal, die einem ersteinmal die Ohren sauberblies.
Doch leider auch hier ein schlecht abgemischter Sound. Schade.
Darauf folgten dann die Italogothmetaller von "Lacuna Coil", die aber meines Erachtens
um diese Zeit absolut fehl am Platze waren. Die Band hat zwar geile Stimmung gemacht,
aber irgendwie funktioniert diese Musik nicht bei strahlendem Sonnenschein.
Nun aber zu der Reunion des Wochenendes, gut, es war nicht der erste Gig,
aber es war ein ziemlich geiler Auftritt.
Die Rede ist von "Holy Moses". Und sie traten wirklich in den Arsch. Ohauerha.
Mit dem Intro der Krimiserie "Der Fahnder", ging es dann auch schon los.
Ein Querschnitt durch alle ihre Scheiben, sei es die "New Machines of Liechtenstein",
"Finished with the Dogs" oder auch Songs der neuen CD "Master of Disaster",
ließen keine Wünsche offen. Sabina Classen" kotzte und röchelte sich durch den Gig,
es war der Hammer, da kann sich so manch eine Death Metal Combo noch was von abschneiden.
Nach der Ankündigung einer baldigen Tour, der Ansage das sie sich jetzt auf den Weg
nach Südkorea machen, spielten sie noch eine letzte Zugabe.
"Too drunk to fuck" von den "Dead Kennedys", den Sabina im Duett mit "Doro Pesch" sang.
Das Stageacting von "Doro" war zwar etwas unbeholfen und hamplig, aber was soll´s ?
Es kam gut an.
Auf der Nebenbühne gingen dann die ersten Vorbereitungen für den Auftritt von
"Napalm Death" los.
Und es sollte ein wahrer Kracher sein. Energiegeladen präsentierten sich die
Engländer, und im Publikum ging ein Gemoshe und Gedive los, wie man es selten sah.
Alleine "Barney Greenway" war so energiegeladen wie eine "Duracell".
45 Minuten absolut geiler Grind vom feinsten.
"Breed to breathe", "Suffer the Children", "The world keeps turning", "Scum",
und einer Menge mehr an absolut genialen Songs, wurde ein absoluter Mördergig gespielt.
Mit einem Riesen "Fuck off" an alle braunen Spießgeellen wurde dann noch eine Coverversion,
von den "Dead Kennedys" runtergerotzt. Was sollte es anderes sein als "Nazi Punks,Fuck off"
Nach diesem Gig brauchte ich ersteinmal eine Pause. Leider versäumte ich "Exciter",
aber ich brauchte was zum Essen und ein Bier, also ab zum Zeltplatz.
Gegen 6 Uhr machte ich mich dann auf den Weg zu "Paul Di´Anno".
Man wollte ja doch mal wieder ein paar Maidenklassiker hören.
Leider war der Gig eine absolute Katastrophe. Gut, die Band war okay,
aber was nützte es, wenn der Frontmann absolut nix hinbekam.
Meilenweites vorbeisingen an den Tönen, eine absolut katastrophale Bühnenperformance,
sein Aussehen, was einer Mischung aus Fred Durst, Mike Muir
und einem Feuermelder nah kam, machten alles noch schlimmer.
Die Songauswahl war zwar mit "Iron Maiden", "Phantom of the Opera", oder "Charlotte the Harlot" Trotzdem war es ein absolut schlechter und enttäuschender Gig.
Daran sollte die Stimmung bei den Klassikern auch nix ändern.
Aufgrund dessen brauchte ich auch wieder eine Aufheiterung, die in Form von ein wenig
DeathGrind von "Exhumed" kommen sollte.
45 Minuten Krach von der Basis, die meiner Nackenmuskulatur wieder einiges abverlangten.
Aber es lohnte sich. Die Jungs spielten wie immer noch mit ihrer Kettensäge herum.
Und als sie noch ein Cover der leider viel zu früh verblichenen "Carcass" spielten,
war meine Welt wieder in Ordnung. "Exhume to consume", und es war wieder Sonne
in meinem Herzen.
Danach begab ich mich ersteinmal zur Biertheke, wo ich danach auch den "Alucard"
in Begleitung einer netten Dame traf. Er wollte, so wie ich auch zu "Overkill",
also taten wir uns zusammen, es war echt klasse.
"Overkill" knüppelten 1 Stunde lang Klassiker an Klassiker durch die Boxen.
Darunter so Lieder wie "Rotten to the Core", "In Union we stand", "Bastard nation"
oder auch "Fuck you" mit dem geilen "Black Sabbath" Zwischenpart.
Was auch geil war, daß sie "Deny the cross" spielten. Selten gehört live.
Hoffentlich kommen die bald wieder auf Tour, das wäre absolut geil.
Die Jungs waren bis jetzt die allerbeste Band auf dem Wacken,
und es war schwer, diesen Gig noch zu toppen.
Darauf folgten auf der Partybühne "Mortician". War okay, aber irgendwie ging mir
ihr etwas merkwürdig gefrickelter Grind doch schnell auf die Nerven, worauf ich mir
aus einiger Entfernung "Therion" ansah. War ganz nett was die Schweden da machten,
doch leider hatte ich sie mit dem Material zu oft live gesehen, so daß es mich nicht
wirklich begeisterte.
Aber "Revelations" von "Iron Maiden" kam echt klasse rüber.
Nach einer kurzen Pause ging es dann wieder zur Partystage, wo sich die Koblenzer
Undergroundkönige von "Desaster" die Ehre gaben.
Und es ist mir ein Rätsel wie es diese Band immer wieder schafft, so gute Stimmung
zu machen. So oft ich sie auch schon gesehen habe, sie schaffen es immer wieder,
einen Megamoshpit zu verursachen.
Es am Klassiker an Klassiker, "Devil´s Sword", "Sacrilege", "Teutonic Steel",
"Hellfire´s Dominion" mit der kultigen Ansage, "In Sizilien machen sich die Tore
der Hölle auf, und wir haben den Soundtrack dazu.>br> "Necropolis Karthago", Profanation", "Sworn to Avenge","Show them how".
Ein Cover von "Razor" namens "Cross me Fool" von der "Evil Invaders" durfte nicht fehlen.
Den Schlußpunkt setzte wie immer "Metalized Blood", wie sollte es anders sein.
Zwischenzeitlich machten sie auch noch eine Ansage zu der grassierenden braunen Seuche
in der Szene.
Hoffe, daß sich einige das mal hinter die Ohren schreiben.
Von "Helloween" bekam ich nur noch "Dr.Stein" mit, aber der Gig soll laut einiger Personen
auch sehr schlecht gewesen sein.
Um 12 Uhr nachts wurde es endlich Zeit für "Saxon", und sie spielten ein cooles "Best of"
Programm. Bestehend aus Klassikern wie "Motorcycle Man", " Dogs of War","Wheels of Steel",
Zwischenzeitlich sagte Biff, daß eine DVD in Arbeit sei, er trug wie immer seinen
allseits bekannten Ledermantel.
Nach der Hälfte des Gigs erklangen die ersten Melodien zu "The Eagle has landed",
wo sich ganz langsam ein riesig beleuchteter Stahladler nach unten bewegte.
Wahrhaft beeindruckend, wie der Metalladler sich nur knapp über den Köpfen der Band bewegte.
Das wirkliche Manko des Gigs waren aber einige Längen in diversen Songs, das Drumsolo
und auch die etwas mangelnde Bewegung auf der Bühne.
Es folgten noch "Power and the Glory", das immer wieder gerne gehörte "Princess of the Universe"
und "Crusader" durften natürlich nicht fehlen.
Danach endete der Auftritt, wo ich von einigen depperten BM-Kiddies, Sprüche in Richtung
"Saxon" hörte, wie ihr könnt nach Hause fahr´n und ähnlicher Schmonzes.
Nuja, was Wunder, die Helden der jungen Metalgeneration gaben sich die Ehre.
"Dimmu Borgir". Eigentlich wollte ich sie mir nicht mehr ansehen, aber ich wurde überredet,
was blieb mir anderes übrig. Tja, mit einem etwas veränderten "Independence Day" Intro
starteten die Norweger ihren Gig. Tja, und es gab nur Soundprobleme, fehlende Gitarren
dumpfer Gesang, schlecht abgemischte Drums, und ein vollkommen übersteuerter Bass
machten den Gig zu einer wahren Qual. Auch fehlten mal wieder Songs aus der frühen
Phase der Band, schade, echt schade. Gut, die Kids waren begeistert, aber das änderte
nix daran, daß der Auftritt absolut enttäuschend war.
Tja, nach diesem traurigen Auftritt, ging es ersteinaml zurück zum Zeltplatz.
Partytime. Leider waren die meisten entweder schon schlafen oder im Partyzelt.
Da ich aber nicht mehr stehen konnte, entschied ich mich für das Lagerfeuer,
hier wurde noch ein wenig gefeiert, und dann ging es auch schon wieder ab in´s Zelt.
Früh wurde ich dann auch schon geweckt, und ein kleiner Frühschoppen sollte und den
Vormittag versüssen. Leckerer brauner Tequila mit Zimt und Orange, mjam, lecker.
Ein paar Bier und Kaffee machten dann fit für den Tag.
Leider verpasste ich "Warhammer" aber man kann nicht alles haben.
Zu "Cryptopsy" war ich dann aber auch schon wieder vor der Bühne, das durfte ich mir
nicht entgehen lassen. Die Stimmung vor der Bühne war echt klasse, der Sänger recht gut
drauf, schade daß es der letzte Gig mit Mike DiSalvo war.
Erhängte sich aber noch einmal richtig gut rein.
Der Moshpit war am toben, was wollte man mehr, guter Auftritt.
Hiernach folgten "Brainstorm", ich wollte sie erst nicht sehen, aber ich wurde genötigt
dazubleiben, okay, dachte ich, holst die einen starken Kaffee, und ab die Post.
Und es war alles andere als ein Fehler. Die Band spielte sich wahrhaft den Arsch ab,
Der absolut sympathische und charismatische Sänger tat ein übriges.
Hat der überhaupt einmal schlechte Laune ? Ich glaube wer solche Musik spielt (Power Metal)
kann nur gut drauf sein, hehe, es war klasse, alleine wo der Sänger rumflitzte,
durch den Fotograben, wieder auf die Bühne, auf die Aussichtsplattform beider Bühnen,
wo man ihn schnell verscheuchte, ein HansDampf in allen Gassen. Klasse.
Die werde ich mir noch öfters reintun, haben sich wirklich gelohnt.
Eine der absoluten Gewinnerbands hier auf diesem festival.
"Dark Tranquility" sparte ich mir dann, weil ich doch einmal diese sooft beworbene
Menschenwaschanlage antun wollte. War dann auch recht lustig, ersteinmal wurde man nett
naßgemacht, dann durfte man die Chips ziehen, und danach war ersteinmal warten angesagt.
es sollte sich aber lohnen. Erstmal ausziehen, Klamotten verstauen, im Laufband neben
sich herlaufen lassen. Das ging. Aber die eiskalte Dusche zu Beginn, war doch etwas fies,
"Bibber,Frier", es wurde aber durch ein schönes Fußbad und einer warmen Dusche ausgeglichen.
Das war recht angenehm, auch das trockenpusten, war wunderbar.
Das tat mal wirklich gut.
Danach machte ich eine recht ausgedehnte Feierpause auf dem Zeltplatz, ein paar Bier killen
rumfeiern, wieder hinsetzen, sich mit diversen leuten über die Schlagzeilen aus
Springer´s heißen Blatt lustig machen. Schlagzeilen wie
"Ufo-Sekte will Hitler klonen" oder "Papageiaus dem Hinterhalt erschossen",
erheiterten die Runde. An dieser Stelle ein Danke an den Jamzzone, für das leckere "Warsteiner".
Danach ging es dann wieder zum Gelände , "Annihilator" schauen.
Doch irgendwie gab es dort ein durcheinander auf den Bühnen, so daß ich die letzte
halbe Stunde, der "Crematory verpißt euch, keiner vemißt euch" Show mitbekam.
Zu hören waren noch "The Fallen","Fly", "Tears of Time" und das absolut schändliche
"Sisters of Mercy" Cover "Temple of Love".
Der Sänger dankte noch für die vergangenen 10 Jahre, ich verfluche die letzten 3 Alben,
und sie gingen endlich von dannen. Traurig nur, daß sie noch in nächster Zeit an
diversen Konzerthallen Station machen, um wirklich ihre Auflösung zu bestätigen.
"Rage" lieferten dann einen eher durchschnittlichen Gig ab. Sie hatten zwar eine gute
Songauswahl. "Back in Time","Straight to Hell","Don´t fear the Winter",
"From the Cradle to the grave", oder auch "Send by the Devil".
Abgerundet wurde der Gig durch einen Heiratsantrag eines Mitarbeiters einer großen
deutschen Rockzeitung.
Nun ging es aber ersteinmal zu den Potsdamern von "Subway to Sally".
Die Stimmung war von Anfang an absolute Spitzenklasse. Man merkt den Status, den sie sich
mittlerweile erspielt haben.
Der Gig begann mit "Wenn Engel hassen", wo ein Engel im Hintergrund seine Flügel öffnete.
"Böses Erwachen","Kleid aus Rosen","Veitstanz","Kleid aus Rosen", waren nur einige der
Lieder die sie spielten. Leider war die Spielzeit viel zu kurz, weswegen der Hauptaugenmerk
auf die Lieder der vergangenen 2 Scheiben lag.
Trotzdem ließ das Publikum die Folkrocker nicht ohne "Julia und die Räuber" gehen.
Und mit einem riesigen "Blut,Blut,Räuber saufen Blut" singendem Chor, endete dieser
viel zu kurze Gig. Das nächste Mal bitte 90 Minuten, und dann abends um 22.00h.
Nun aber erteinmal zur Partystage, denn "Tankard" riefen, und das sehr laut.
Die 4 Äppelwoibrüder aus Frankfurt knallten in 45 Minuten einen Klassiker nach den anderen
durch die Boxen.
"Zombie Attack","Maniac Forces", oder mit der Ansage, ob hier schon mal jemand Chemobier
getrunken hat, spielten sie dann "Chemical Invasion". Gerre gab dann freudig bekannt,
daß sie einen neuen Deal mit AFM-Records haben und im nächsten Mai einen neue Scheibe kommt.
"Tankard" bewiesen einmal mehr eindrucksvoll, daß sie noch lange nicht zum alten Eisen
gehören, und immer noch mit ihnen zu rechnen ist.
Zum Schluß gab es dann noch "Space Beer" und "Empty Tankard", wo sich Gerre den
den Gesangspart, mit einer nicht mehr ganz nüchternen Sabina Classen teilte.
Wie immer geil.
Von "Grave Digger" die zeitgleich auf der Hauptbühne spielten, bekam ich nur noch
"Excalibur","Rebellion" und "Heavy Metal Breakdown" mit. Nuja, ich hatte Hunger,
und etwas zu essen war mir doch wichtiger.
Dann ging es ersteinmal auf den Zeltplatz zurück, zwecks Party mit einigen Bastards
und Gryphons. Hat soviel Spaß gemacht, daß ich leider "Opeth" verpaßt habe.
Da man aber wohl im Hintergrund das Geplärre von "Hammerfall" ständig hörte,
war ich nicht wirklich traurig deswegen, den Gig verpaßt zu haben.
Zu dem Gig von "Motörhead" waren wir dann alle wieder auf dem Gelände, und es war
schon wieder eine Menge los dort, der Bereich vor der Bühne war absolut rammelvoll.
Mit 15 Minuten Verspätung ging es dann mit einem Donnerschlag los.
Lemmy und der Rest erschien, ein kurzes "Guten Abend, We are Motörhead and we´re gonna
fuck you up", startete dann der Auftritt.
Und wie immer hielten sie dieses Versprechen. Man muß sagen, daß "Motörhead zu wirklich
eine der beständigsten Bands der Szene gehören.
Der erste Song war "We are Motörhead" ghefolgt von "No class", "I´m so bad" und
"Over Your shoulder". Mit dem Joey Ramone gewidmetem Song "Ramones" und dem selten
gespielten "Shoot you in the Back" ging es weiter. Klassiker an Klassiker.
Sowohl neuere Songs als auch die Stücke aus den 80ern wechselten sich ab."Orgasmatron",
"Killed by Death", "Goin to Brazil" oder "Iron Fist".
Danach kam wieder ein selten gespieltes Stück "Damage Case".
Viele beschwerten sich im nachhinein über die extreme Lautstärke von "Motörhead",
aber meine Güte, wer sich die Jungs ansieht sollte wissen was ihn erwartet.
Nach einem einminütigem Sirenenalarm wußte dann auch derjenige in der letzten Reihe,
was kommen sollte.
Von der Decke kam ein gigantisches Flugzeug herunter, beleuchtet, und silbrig,
mit 4 Propellern, die aus Discolichtern bestanden, und sie spielten, natürlich passend,
"Bomber".
Der Metallflieger bewegte sich wie einen Tag vorher der Saxonadler, über den Köpfen der
Band. Es war absolut beeindruckend, wie dieses doch recht schwere Gerät über die Bühne
gesteuert wurde.
Mit "Ace of Spades" und "Overkill" und der darauffolgenden Rückkopllungsorgie endete
ein weiterer Klasse-Gig von "Motörhead".
Zwischendurch gab es wieder einen Heiratsantrag, der bejaht wurde, viel Glück euch beiden.
Und die üblich spaßige Bandvorstellung von Phil und Lemmy.
Die 3 Jungs von "Motörhead" zeigen einem noch immer wo der Hammer hängt.
Auf der Nebenbühne begannen dann "Sodom" mit ihrem 20 Jahre Jubiläumsgig.
Ich war aber nach "Motörhead" zu müde zum abgehen, und sah sie mir im sitzen an.
Der Gig war aber echt nicht schlecht,"The Saw is the Law","Bombenhagel",sogar
das selten gehörte "Stalinorgel" wurde gespielt. "Agent Orange" und auch
"Remember the Fallen" fehlten nicht.
Tom Angelripper kündigte dann auch an, daß sie im Oktober eine neue CD rausbringen,
das wurde aber auch mal wieder Zeit oder etwa nicht, Jungs?
Von dem spielten sie dann noch einen neuen Song namens"Napalm in the Morning",
der sich wieder etwas "Back to the Roots" anhörte.
Seien wir mal auf die neue gespannt.
Ich bekam dann noch 3 Songs von "Mägo de Oz" mit, die um diese Zeit noch einiges an
Energien freisetzten, nur leider nicht mehr bei mir. Die Musik war aber recht geil.
Etwas Folk, ein Schuß Maiden und viel südländisches Temperament.
Ich werde sie gewiß noch einmal sehen.
Nun aber war Abschlußparty auf dem Zeltplatz angesagt, von überall konnte man die Meute
feiern hören. Und auch im Chattercamp war noch eine Menge los.
Ich unterhielt mich noch mit diversen Leuten, besonders das Gespräch über Filme
mit dem netten Österreicher und seiner Begleitung, und einer anderen Person,
war recht interessant.
Um 5 ging ich dann mal ein wenig pennen, aber morgens ging die Party dann weiter.
Die letzte Bierreste vertilgt, noch geile Musik gehört, viel Faxen gemacht,
leider entfiel das Dosentieftauchen dieses Mal, naja, nächstes Jahr bestimmt.
Nach dem Zeltabbau, einem heftigen Platzregen, diversen Abschiedsfotos,
und einer nicht enden wollenden Abschiedsorgie, ging es dann auch auf den Heimweg.
Der sehr lange dauern sollte, ein Stau jagte den nächsten, wir brauchten ca.
4,5 Stunden für 130 km, gut daß es einen "Burger King" zwischendurch gab,
auch wenn die 2 Bedienungen etwas überfordert wirkten, kamen wir irgendwann an unser
Essen. Das sollte uns ersteinmal in den nächsten Stunden Kraft geben.
Am coolsten war dann der saukomische Hitler/Friedman Imitator, an einer Raststätte
in der Nähe von Soltau.
Er ließ uns vor lachen fast zusammenbrechen.
Nach fast 11 Stunden Heimfahrt erreichten wir ersteinmal Hagen, wo wir die Janine
ablieferten, und eine halbe Stunde später waren wir Düsseldorfer auch zuhause.
Es war ein absolut geiles Festival, wofür ich meine Karte auch schon wieder geordert habe.
Leider war die Toilettensituation mehr als dürftig, besonders für das weibliche Geschlecht,
eine wahre Tortour, aber das werden die wohl nie in den Griff bekommen.
Auch die Essenspreise an einigen Ständen waren echt unverschämt.
5 DM für ein Fischfrikadellenbrötchen, 4 DM für toatl versalzene Pommes, daß muß nicht sein.
Als besonders traurig zu bezeichnen ist, daß am Sonntagmorgen ein 23jähriger Metaller
aus Böblingen an einer Thrombose verstarb.
Herzliches Beileid von dieser Stelle.
Insgesamt waren 33000 Besucher diese Jahr da, was man merken konnte, das Gelände platzte
aus allen Nähten, entweder es wird begrenzt auf 25000 Besucher, oder das Gelände muß
vergrößert werden. Sonst gibt das irgendwann eine Katastrophe.
Ansonsten wie immer geile Stimmung und eine tolle Party.

Grüße an dieser Stelle gehen an folgende Personen:
Tom und Susi von den Metal Bastards, den Gryphons, Busman, Frankie, Metal Messiahs,
Dirk"Bentheim", den Jungs von Abyssaria, den Jungs von Ravage, Andi und Esther von Midwinter,
Michaela, Maikel, Zombie Gecko, Nausea, Steffi, Lady Carrietta, Rockbabe, Sheeplover,
nuc nebst Gattin, Todesgegröhle, den Leuten von Scheißegal, Quästor, Mandy, Melli,
LennyNero, Howie dem Wackener Comiczeichner, Fipstroll, Manuel Pabst, Tomcat,
Jeffrey Dahmer, Jamzzone, Desmona, Cassandra, MetalTom, Cadia, Calani, Eva, Debbie,
Alucard, Nhashi, 667, den Leuten von der Deathparade, Heyoka und allen von den Metalheadz,
Zoran, Husky nebst Freundin von Desaster, Tequila nebst Freundin, Babs, Speedy,
Kran, alter mann, den Leuten aus Wermelskirchen, Henkersbraut, Michicaust, Powersurge, allen anderen aus dem Chattercamp
und viele andere, die ich an dieser Stelle vergessen habe, seht euch als gegrüßt an.

Ein großes "Fuck Off" geht an alle Faschos, die da waren.

Ich hoffe wir sehen uns alle im nächsten Jahr wieder an der geleichen Stelle.
Und vergeßt nicht, "Nach dem Wacken ist vor dem Wacken".

Madrebel

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