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Zur Meinung von Amazon

Sonstige Festivals: WITH FULL FORCE X

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Veröffentlicht am Freitag 11 Juli 2003 12:34:49 von Zombie_Gecko
phpnuke.gifAuch wenn das Full Force ziemlich am Arsch der Welt ist und wahrscheinlich selbst Fuchs und Hase schon von dort weggezogen sind - das diesjährige Hammerbilling lockte uns dann doch in den tiefen Osten! Und wir haben es nicht bereut...
Bereits zum 10. Mal fand das With Full Force-Festival auf dem Flugplatz Roitzschjora bei Löbnitz statt. Zwar war das Billing in den letzten beiden Jahren nicht schlecht, so hat man in diesem Jahr noch einen draufgesetzt und so einen ähnlichen Megaevent wie 2000 auf die Beine gestellt. Damals spielten hochpopuläre Acts wie zum Beispiel lron Maiden, Slayer und Cannibal Corpse auf, um nur einige zu nennen.
Aber auch das diesjährige Billing brauchte man nicht zu verstecken! Beim lesen der Running Order dürfte so mancher Krawallgeier feuchte Augen bekommen haben...da standen Namen wie Anthrax, Napalm Death, Entombed, Six Feet Under, Messiah, Type O Negative, Sodom, Ministry, Slayer und Macabre. Eigentlich war bei so einem Angebot eines klar: Hin - egal wie.
Und so machten wir uns Donnerstag abend auf den Weg in den wilden Osten – trotz leichter Bedenken, da ich mir auf dem BYH einen Magen-Darm-Virus eingefangen hatte und die Verdauung etwas verrückt spielte. Ein Problem sollte das aber erst bei der Ankunft werden…
War die Stimmung auf der Fahrt noch relativ ausgelassen, so sank diese beim Anblick der Warteschlange fast an den Gefrierpunkt. Bereits bis 1 km vor Löbnitz standen die Autos! Einerseits mag es ja eine Zeit lang lustig zu sein, mit seinen Vor- und Hintermännern ein wenig zu Plaudern und mal ein Bierchen zu zischen. Was man aber nur machen kann, wenn einem aufgrund der oben erwähnten M-D-Grippe deshalb nicht die Düse geht. Andererseits wird dieses nach geschlagenen 3 Stunden auch etwas lästig, zumal man zwischendurch dauernd den Wagen starten (bzw. öfter schieben musste um die Batterie zu schonen) musste, um zu den anderen Wägen aufzuschliessen. Somit standen wir fast exakt genau so lang, wie wir gefahren waren. Das muss in Zukunft unbedingt besser werden, ansonsten werden sich wohl so einige Leute den ganzen Stress einfach sparen und nicht mehr auftauchen. Vor allem da jedes Jahr das gleiche Problem sowie das Versprechen der Besserung in schöner Regelmäßigkeit auftauchen! Und nicht nur mir ging es sicher so, dass ich am Donnerstag noch arbeiten musste und beispielsweise um halbfünf aufstehen musste. Da will man eigentlich nur noch ins Bett!
Natürlich konnte aufgrund der Warterei der angepeilte Ankunftstermin von 21:30 Uhr nicht eingehalten werden. Somit hatte der Stand, der für die Ausgabe der Pressebändchen zuständig war, schon geschlossen. Er wurde ganz planmässig um 10 dichtgemacht, und auch davor war die zuständige Organisationsfrau nicht zu erreichen. Das Chaos nahm also weiter seinen beschissenen Lauf. (Vor allem auch in meinem Verdauungstrakt, der allmählich anfing, zickig zu werden…)
Nach einiger Fragerei und Diskussion wurden wir schliesslich aufgrund des Akkreditierungsbescheids aufs gesonderte Gelände gelassen - aber erst nachdem wir ihm klar machten, dass wir jemandem mit einem gebrochenen Fu´ß dabei haben. Leider hat uns die ziemlich freundliche Security auf den falschen Zeltplatz geschickt; statt auf dem für das Pressegesocks u.ä. waren wir nun auf dem Händlerpark- u.Zeltplatz. Aber man tut ja was man gesagt bekommt. Bedauerlicherweise bedurfte es aber in den nächsten Tagen immer einiges an Überzeugungsarbeit, um mit unseren roten Bändchen auf den Campground der Gelbbändchen zu kommen. Wie wir sehen konnten, erging es aber nich nur uns so. Da hat wohl jemand Mist gebaut.
War aber gar nicht so schlecht dort – meine Leidgeprüften Augen erspähten recht schnell ca. 25 Dixies, wovon das erste auch sofort dran glauben musste. Da war es auch noch sauber…
EGAL! Zelt aufgebaut, Musik an, Bier auf. Wir fingen schon wieder an, uns wohl zu fühlen.
Bis sich unser Zeltnachbar erdreistete und verlangte, die Musik leiser zu machen. Wo kommen wir denn da hin, wenn man schon um 4 früh sein ohrenbetäubend lautes Getrümmer abstellen muss, nur weil einer Schlafen will? Aber da alle noch vollgepumpt mit Koffein waren, ging es bei leiserer Musik noch weiter…
Am Freitag waren wir deshalb mit leichten Aufwachproblemen gesegnet. Die Bändchen holten wir deshalb erst eine Stunde, bevor TOTENMOND auf die Bühne sollten. Dürfte ja eigentlich kein Problem sein, die kurze Strecke in ner halben Stunde komplett abzulaufen. (Lieber Doom, DAS war auch kein Problem – aber das Warten am Container!) Noch auf dem Zeltplatz, hörte ich TOTENMOND dann loslegen. Deswegen kann ich keinerlei Aussagen über Stageacting etc. machen, ich kann lediglich sagen, dass sie neben Material vom „Lichtbringer“ und „Reich In Rost“-Album auch noch einige Coverversionen vom Album „Auf dem Mond ein Feuer“ spielten. Hätte ich wirklich zu gerne gesehen. Als meine Kollegen dann ca. 2 Stunden später mit den Bändchen eintrudelten, kamen wir gerade noch rechtzeitig zur Show von Napalm Death! (Doom)

Und als Wachmacher taugten NAPALM DEATH dann auch wirklich. Mit ordentlich Dampf im Hintern rockte man am frühen Nachmittag heftigst ab, wobei uns die Hitze recht schnell ins VIP-Zelt trieb, wo dann einige sehr interessante Gespräche die Zeit schnell vergehen ließen. Auf alle Fälle zeigten Napalm Death, dass der Platz im Billing viel zu niedrig war. (Zombie)
Prong: bisher war ich mit dem Material der Gruppe eigentlich kaum vertraut. Nach einem ""Bombastischen"" Intro wurde dann locker-flockig losgelegt, mir wurde es nach 20 min. zu langweilig und deswegen zog ich dann von dannen. Ich kenne zwar nur 1 Lied der Band, "Snap your Fingers, snap your Neck" wurde aber gespielt. Auch konnte ich sagen, dass das Publikum ziemlich gut auf den Act reagierte.
Subway to Sally: Da ich die Songs der Band eigentlich recht langweilig finde, wollte ich mir diese Band eigentlich komplett schenken. Zumindest beim Publikum sind sie echt gut angekommen, die Chöre waren selbst auf dem etwas weiter entfernten Zeltplatz noch überdeutlich zu vernehmen und man spielte eine recht rockige Show.
Six Feet Under: Hier ging endlich wieder mal ordentlich die Post ab, ein meiner Meinung nach endgeiler Gig wurde dargeboten. Neben TNT, dem ACDC-Cover, wurde auch noch ein neuer Song namens "Krieger des Blutes" gespielt. Ich kann zwar nicht sagen, was es damit auf sich hat, noch, ob er auf einem zukünftigen Release seinen Platz finden wird. Rein musikalisch gesehen ist er, bis auf den deutschen Text, mit den anderen SFU-Tracks weitgehend gleichartig. Bis auf den deutschen Chorus (mehr hab ich auch nich verstanden) keine Experimente. (Doom)
Der Rest des Freitages sollte dann von einem kurzen Nickerchen ausgeglichen werden, nachdem sich meine Verdauung etwas beruhigt hatte, endete das Nickerchen aber erst am nächsten Tag – eine Woche beschissenem Schlaf, Magen-Darm-Grippe und 5 Stunden Fahrt plus diverse Stunden Warten forderten ihren Tribut…
Samstag:
Nachdem am Freitag von unserer Seite organisatorisch einiges schiefgegangen war, versuchten wir am Samstag, die ganze Berichterstattung etwas seriöser anzugehen. Für den Brüller und Running Gag des Wochenendes sorgte Schwabi: Der ärgerte sich maßlos über das am Vortag erkaufte Shirt! Der Grund: Offensichtlich angeschlagen durch diverse Gerstenwarmschalen ging er an den Stand mit T-Shirts. Dann folgender Dialog:"Ich hätte gern das Summer Breeze-Shirt da!" - "Ähm...Du meinst das Soulfly-Shirt da???" - "Jaja, das mit dem Festival-Line-Up!". Am nächsten Tag stellte er entsetzt fest, daß es sich bei dem Festival-Shirt (was er eigentlich haben wollte...) um ein Soulfly-Shirt handelte! Kommentar Schwabi:"Scheiße - 18 Euro ausgegeben für ein Soulfly-Shirt wo hinten "Don`t fuck with me and my friends!" drauf steht! Dabei kenn ich von der Band garnicht!!!". Um so mehr haben wir uns darüber amüsiert...
Leider verpassten wir dann auch gleich noch DEBRIS INC. und DISHARMONIC ORCHESTRA auf der Mainstage, kamen aber gerade noch rechtzeitig zu MANOS: Entweder man mag sie oder man mag sie nicht. Ich war total begeistert. Einerseits von den lustigen Songs ("Biene Maja" durfte natürlich keinesfalls fehlen), andererseits Bassmonster Eule, der sein Instrument mit einer völlig abstrusen Konstruktion verschönert hat. Man muss ich das so vorstellen: an die eine Seite der Klampfe eine Schaufel mit extrem langen Stiel und einen Sonnenschirm, am Gitarrenhals den dazugehörigen Riesenbesen. Und damit ist er dann wie ein Bekloppter die Bühne auf und abgewetzt. Das Konstrukt hat er zwischen den Songs gegen ein Cello-Ähnliches, dreieckiges Gerät getauscht. Ich hatte jedenfalls ungeheuer viel Spass dabei, mir den Auftritt anzusehn. (Werter Kollege, lustig ist das ganze ja eine Weile, aber das Stageacting finde ich einfach übertrieben peinlich. Von den langweiligen Songs mal abgesehen… - Zombie)
Rein interessehalber wanderten während des Gigs von Manos zur Zeltbühne, um uns die TROOPERS anzuschaun. Nun ja, was soll ich sagen? Umgehauen hats mit Sicherheit niemanden, die Band gab sich zwar wirklich Mühe auf der Bühne, und das Publikum machte auch ganz gut mit, aber die Songs, die ich hörte, langweilten mich eher als mich zum mitgröhlen zu motivieren. (An den Troopers konnte man mal sehen, was für eingängige Songs die Onkelz schreiben – die waren nämlich offesichtlich Vorbild für diverse Songteile der Troopers, wobei die Troopers nicht mal ansatzweise mithalten können… - Zombie) Ich denke, jeder der JBO und Konsorten mag, wird auch mit den DIE KASSIERER etwas anfangen können. Und das schienen auf dem WFF X jede Menge Leute zu tun. Die Tentstage war brechend voll, auch im Nahbereich des Zelts wurde sozusagen um jeden Fussbreit Boden gekämpft. Optisch machten die Jungs vom ästhetischen Standpunkt zwar nicht viel her (wie auch, wenn n Kerl mit Bierplautze und freiem Oberkörper was von einem zu grossen Glied singt, haha), aber die durchweg lustigen Ansagen ("So, und jetzt bitte alle unter 18 das Zelt verlassen" u.ä.) und die spassigen Texte taten ihr übriges, die Meute zu begeistern. Sollte man mal gesehen haben. (Doom)
Ebenfalls gesehen haben sollte man mal ENTOMBED. Die Schweden legten wieder mal einen Gig auf die Bretter, der fast keine Wünsche offen ließ: Sänger LG heizte das Publikum an, die Band zimmerte einen herrlichen Untergrund aus dem typischen Rotz-Death`n`Roll und ein Gitarrist zockte sogar mit offensichtlich gebrochenem Bein, denn ansonsten wäre er wohl kaum auf seinem Stuhl sitzen geblieben! Und auch wenn man „Hollowman“ nicht spielte – wer Songs wie „Left Hand Path“ und „Jesus Christ“ dermaßen geil in die Menge holzt, der verdient Diver und Applaus – und beides bekamen Entombed!
Zu MADBALL wollten uns unsere Zeltnachbarn noch unter anderem einen Konzertbericht schicken, ich hoffe der trudelt noch ein… Wir nutzten die Zeit zur Flüssigkeitsaufnahme, da der Hardcore der Band uns nicht wirklich zusagte. Dem Publikum gefiel`s aber und der Fronter sollte Kilometergeld kriegen!
Dann enterten unter viel Jubel SAINT VITUS die Bühne. Ich gebe zu ich kenne nichts von der Band, aber irgendwie hatte die Musik schon etwas – vorrausgesetzt man hatte Zeit. Viiieel Zeit… Ultralangsam quoll der Doom von Saint Vitus aus den Boxen, überzeugte mich, das das nichts für mich ist und so war dann mal Zeit für Nahrungsaufnahme. Die geschah dann immer primär an dem Langos-Stand – klein aber oho! Wer da gegessen hat, der kam wieder! Zum Leidwesen von MESSIAH – die verpassten wir nämlich dann gleich vor lauter Hunger und dem daraus resultierenden Durst – Knofi-Sauce macht durstig… Die Preise waren übrigens ähnlich dem BYH – unter 3 Euro ging praktisch nichts, dafür schlug das (leidlich schmeckende) Bier nur mit 2,20 zu Buche. Eher sauer aufstoßend waren dann die Zustände der Dixies – offensichtlich sollte man in jedem Dixie eine Bedienungsanleitung anbringen („Man setze sich auf das Loch. Man stelle sich nicht auf den Rand! Man stehe erst auf, wenn man fertig geschissen hat. Wer pinkeln muß, muß noch lange nicht das Dixie unter Wasser setzen!!!“), weil ein Großteil der Leute im wahrsten Sinne des Wortes wohl zu dumm zum scheißen ist! Anders kann ich mir das nicht erklären… (Zombie)
Für bessere Laune sorgten da schon CLAWFINGER: Wow! Was für ne Show! Clawfinger waren für mich die Überraschung schlechthin. So eine Bühnenperformance hatte ich das letzte mal bei Iron Maiden gesehen, wenn man das überhaupt vergleichen kann. Der Sänger hüpfte, dopste, rannte und katapultierte sich durch die Gegend, suchte auf den Schultern eines breiten Roadies den direkten Kontakt zu den begeisterten Fans in den ersten Reihen. Die Stimmung war am Kochen und wurde zusätzlich vom Entombed-Gitarristen angefeuert. Allem Anschein nach ein beinharter Fan der Combo. Die anwesenden Surfer dankten es der Band durch andauerndes Crowdsurfing. Songs wie „Nigger“ oder das abschließende „Tell Me The Truth“ kamen aber auch zu geil!
Nach dem endgeilen Gig von Clawfinger hatten DESTRUCTION einen schweren Stand, denn es galt, das ausgepowerte Publikum zu neuen Höchstleistungen zu motivieren. Das Trio zockte sich durch seinen Backkatalog, es wurden grüne Rauchbomben gezündet und dann - dann passierte das, was wohl jede Band bei einem so grossen Auftritt fürchtet: Die Gitarrenanlage kackte völlig ab. Die Wartezeit wurde von einem gut gelauten Schmier dazu genutzt, massenweise CDs ins Publikum zu schütten, auch Nuclear Blast- Schaumstoff-Werbeartikel wurden gleich Säckeweise (!) an die Wartenden verteilt. Irgendwann schien der Technik-Gott den Krachdeibeln wieder freundlich gesonnen zu sein, und so konnten sie ihren Auftritt doch noch zuende führen. Zum Glück hat man ja genug Hits wie „The Butcher Strikes Back“ oder „Bullets From Hell“ im Gepäck, um das Publikum im Endeffekt trotzdem befriedigt zurück zu lassen.
DISCHARGE: Ohne Angabe von Gründen nicht gekommen. Scheisse, sowas. Dafür durfte Roger Miret & HC Allstars ran. (Doom)
Über die Brasilianer SEPULTURA decken wir dann mal lieber das Mäntelchen des Schweigens! Seit dem Weggang von Max ist die Band nur noch ein Schatten ihrer selbst und Fronter Derrick mag ja gut sein, kann aber dem guten alten Max nicht ansatzweise das Wasser reichen. Auch wenn die Bühnenshow ok war – Sepultura waren eine meiner absoluten Faves, „Arise“ lief unter Dauerrotation in meinem Player – also verließ ich das Gelände erst mal um Sepultura so in Erinnerung zu behalten, wie ich sie vor 10 Jahren gesehen hatte… (Zombie)
TYPE O NEGATIVE waren dann irgendwie genau das Richtige, um sich mal ne Pause zu gönnen. Aus der Ferne betrachtet und mit ziemlich gutem Sound bedacht, stellte der Auftritt der Grünen einen Genuss für die malträtierten Gehörgänge dar. Ob "Bloody Kisses" oder "World Coming Down", es wurden (glaube ich) von jedem Album die eingängigsten Stücke gespielt, um nur einige zu nennen "Christian Woman", "Everyone I Love Is Dead" und natürlich "Black Nr. 1". Anzumerken auch noch, dass die Band ihren Auftritt um 30 Minuten verlängerte.
Anlässlich des Jubiläums des WFF gaben sich die Spassmutanten von JBO beim „10 Jahre Birthday Special“ erneut die Ehre. Dennoch stellte die Show keinen "normalen" JBO-Gig dar, es wurden abwechselnd Metalklassiker von z.B. Metallica oder Slayer, und reguläre JBO-Eigenkompositionen und Cover-Verschlimmbesserungen vorgetragen. Der Menge gefiel`s, sie hatte Spass, und zur Krönung des ganzen gab`s auch noch ein prächtiges Feuerwerk. (und nein, die Mainstage ist nicht explodiert, mein Freund…)

Sonntag: 3 Tage Dauerparty entfalteten nun langsam ihre Wirkung. Dennoch schien der Grossteil der Festivalbesucher noch nicht genug zu kriegen: erste Band für mich waren DIE APOKALYPTISCHEN REITER: was, bitte, soll man zu den Reitern noch sagen??? Wer die noch nicht live gesehen hat, sollte die wohl schleunigst besorgt bekommen! Ob Performance, Ansagen oder die Songs: Hier hat mal wieder ausnahmslos alles gestimmt. Nur schade, dass sich der Auftritt mit dem von Rawside etwas überschnitt...
Oft hatte ich bisher vor, mir RAWSIDE mal live zu geben, nie hat es bisher geklappt. Umso gespannter war ich natürlich, als es endlich so weit war. Allem Anschein nach aber war das Zelt (jedenfalls im Vergleich mit den Kassierern) nur recht spärlich gefüllt, was aber auch an dem Beginn von 13.45 liegen könnte. Trotzdem bekam ich eine gute Show geboten, wie immer mit sympathischen Ansagen gegen den Amipräsidenten, die Bullen und natürlich gegen die Faschos garniert. Laut Ansage soll das neue Album Anfang 2004 kommen - anhand der begeisterten Reaktionen gehe ich davon aus, das sich viele neu dazugewonnene Fans dieses Machwerk holen werden.
Von STONE SOUR kannte ich nur einen Track, der zurzeit im Mainstream-Rock-Programm spät nachts auf MTVIVA läuft, namentlich "Inhale". Leider schien der Rest des Songmaterials nicht ganz in die Richtung zu gehen. Mir fielen zeitweise Parallelen zu Pantera auf - ohne Pantera jetzt schlecht zu finden! Trotzdem hatte ich mir irgendwie mehr erwartet.
Eigentlich hatte ich mich ziemlich auf den Gig von SODOM gefreut. Auch die Aussage, das Sodom auf dem diesjährigen BYH eher langweilig waren, konnte einen Die-Hard wie mich wenig schocken. Nun ja, ein "Wachturm" zur Eröffnung, 2 Songs von der Aktuellen, 2 Songs von der Ersten EP, "The Saw is the Law" , "Bombenhagel" und die Ursel. Dann war`s leider auch schon wieder vorbei. (Doom) (War aber deutlich besser als der lustlose Gig in Balingen – auf dem WFF hätte er ruhig länger sein dürfen… - Zombie)
Ebenfalls Ecstasy statt Smarties hatte wohl ANTHRAX-Flummie Scott Ian hinter der Bühne gefuttert - unglaublich, welche Energieleistung der mit seinen knapp 40 Jahren auf der Bühne bringt! Und auch der Rest der Band sprühte vor Spielfreude und konnte einen nicht gerade beinharten Anthrax-Fan dann doch begeistern – auch wenn ich mit den Songs nicht allzu viel anfangen kann… Geiler Gig jedenfalls!
Dann rächten sich auch bei mir 3 Tage Party und wenig Schlaf – eigentlich wollte ich MINISTRY unbedingt sehen. Also kurz ans Zelt, 10 Minuten hinlegen – und dann voll eingepennt! Da ich am nächsten Tag eh fahren musste, war das wahrscheinlich nicht das schlechteste. Schade, aber bei Ministry ist bei mir auch immer der Wurm drin… (Zombie)
Nix gegen SLAYERr die Band scheint in letzter Zeit so ziemlich jedes grössere Festival zu headlinen. Klar, der Kultstatus der Band sei unbestritten, aber irgendwie lässt die Vorfreude mittlerweile doch schon arg nach. Bei den anwesenden Fans würd ich für eine solche Aussage wahrscheinlich „paar auf`s Maul" kriegen, aber da grade keiner hier ist hab ich hiermit mal Gottesgelästert. Fakt ist, das man ca. 15 Minuten später auf die Bühne kam. Und was soll eine Band mit der Erfahrung und Songs wie „Dead Skin Mask“, „Chemical Warfare“, „War Ensemble“ und „South Of Heaven“ auch großartig falsch machen? (Doom)

Fazit: geiles Festival, recht faire Preise und nun wirklich genug Dixies – abgesehen davon, dass manche sich offensichtlich einen Sport daraus machten, die Dinger gleich nach aufstellen zu versauen! Nachdem am Samstag 25 saubere Dixies vom Catering-Zeltplatz auf das Gelände gestellt wurden, waren die innerhalb kürzester Zeit versaut (nicht voll!!!). Securities waren auch total in Ordnung so weit wir das mitbekommen haben (Special Greetings to Nummer 27 „Wenn ich Dich noch mal seh hau ich Dir auf`s Maul!“ – vielleicht sieht man sich ja nächstes Jahr mal wenn Du keinen Dienst hast und wir trinken ein Bierchen zusammen! Hat Spaß gemacht mit Dir und Deinen Kollegen!), und wenn man irgendwann mal die Schlange am Eingang abschafft, ist das WFF ein supergeiles Festival! Grüße auch noch an die Madball-Clique (vor allem den Typen mit den lustigen Stories von Kreissägen und Kornkammern im Osten…) und die polnischen Nachbarn, mit denen wir am Sonntag gefeiert haben!

Special Thankx natürlich auch an Doom und Schwabi – man sieht sich am Breeze und nächstes Jahr wohl wieder auf dem WFF!?

PS2: Schöne Grüße auch an den Typen der neben den Dixies an dem Zaun gepennt hat, an den alle hingepinkelt haben - und als wir im klar machen wollten, daß er quer in der Pisse liegt uns noch den Mittelfinger gezeigt hat und weitergeschlafen hat! War`s schön warm???

Noch mehr Bilder vom Full Force 10 gibt es hier!!!


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