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CD Review: Victory - Fuel To The Fire

Veröffentlicht am Montag 19 Dezember 2005 12:45:25 von madrebel
Dieser Artikel wurde von Redtotem mitgeteilt

Eine der wichtigsten Hard n Heavy Bands aus Deutschland waren in den 80er und Anfang 90er Jahren die Hannoveraner Victory. Auch wenn sie etwas im Schatten von Accept und den Scorpions standen, so hatten auch Victory im Ausland Erfolge zu verzeichnen. Nach dem 1996 erschienen Album „Voiceprint“ ging die Band auseinander und es wurde recht still um Victory bis die Band im Jahre 2003 ihr Comeback "Instinct" veröffentlichte. Jetzt gibt es das neue Werk mit dem Titel „Fuel To The Fire“ und das ist so neu gar nicht.
Victory – Fuel To The Fire

1. Standing Like A Rock
2. Dont Tell No Lies
3. Take The Pace
4. Running Scared
5. Temples Of Gold
6. Rock The Neighbours
7. I Felt It Coming
8. Backseat Rider
9. Rock n Roll Kids Forever
10. Rebel Ready
11. On The Loose
12. Check s In The Mail
13. So They Run



Armageddon Music



Jioti Parcharidis (v)
Tommy Newton (g)
Fritz Randow (d)
Herman Frank (g)
Fargo Peter Knorn (b)



Als das Album „Instinct” erschien war ich schwer überrascht. Einmal weil es recht gut geworden ist, darauf einige Songs sind die zu den besten zählt die Victory jemals aufgenommen haben und dann, weil Charlie Huhn wieder dabei war. Charlie Huhn war der Victory Shouter vom selbstbetitelten Debütalbum (1985) bis zum Album „Hungry Hearts“ (1987). Das 1989 erschienene Album „Culture Killed The Native“ wurde dann mit Fernando Garcia aufgenommen, der dann den Posten des Sängers bis 1996 inne hatte. Auf dem neuen Album „Fuel The Flames“ gibt es erneut einen Sängerwechsel. Jioti Parcharidis heißt der Mann und war vorher bei der Melodic Metal Band Human Fortress. Das Album besteht aus alten Victory Songs, ist aber kein richtiges Best Of Album. Ähnlich wie es Saxon auf ihrem Album „Heavy Metal Thunder“ taten, haben Victory alle Songs auf diesem Album neu eingespielt.

Der erste Titel „Standing Like A Rock“ („Temples Of Gold“ 1990) ist fast genauso eingespielt wie das Original, allerdings passte die Stimme von Fernando Garcia etwas besser zu diesem Song. Mit „Don t Tell No Lies“ („Culture Killed The Native“ 1989) kommt gleich die erste Überraschung. Es scheint, als hätten Victory hier einen ganz neuen Song geschrieben. Die Riffs wurden komplett umarrangiert und der Gesang von Jioti Parcharidis kommt hier richtig zur Geltung. Diese neue Version von „Don t Tell No Lies“ ist dem neuen Shouter wie auf den Leib geschrieben. Vor allem kommen die Gitarren von Tommy Newton und Herman Frank mit mehr Härte als im Original. „Don t Tell No Lies“ rockt wie Sau und ist ein Highlight diese Albums. „Take The Pace“ („Temples Of Gold“ 1990) ist wiederum nicht so gelungen, es hört sich so an, als ob Jioti Parcharidis zurück hält oder das ihm dieser Song nicht liegt. Außerdem erscheint der ganze Song etwas zu glatt produziert. Das Original kommt rauer und damit etwas härter rüber. Bei „Running Scared“ („Instinct” 2003) gibt es eigentlich keinen Unterschied zum Originalsong. Warum auch, ist ein klasse Song und hier klingt Jioti Parcharidis mehr nach Charlie Huhn als auf anderen Titeln. Der Titeltrack vom 1990 erschienen Album „Temples Of Gold“ ist ein Ausfall. Nicht das der neu eingespielte Titel sehr schlecht wäre, aber im Gegensatz zum Original fehlt der Neufassung die gewisse Atmosphäre die dem Original etwas einmaliges verleiht.

Einen neuen Track gibt es mit „I Felt It Coming“ auch. Das ist ein Victory typischer, aber doch etwas schwacher Midtempo Hard Rock Song. „Backseat Rider“ und „Rock n Roll Kids Forever” (beide vom “Temples Of Gold” Album 1990) sind eher so ein Zwischending. Nicht besser als das Original, aber man kann es als eine gute Gegendarstellung von damals zu heute sehen. Bei „Rebel Ready“ („You Bought It - You Name It“ 1992) ist kaum ein Unterschied zum Original zu hören, einzig die Drums von Fritz Randow knallen hier wesentlich heftiger. Fritz Randow zählt zu einem der besten Drummer aus Deutschland und war auch schon seit dem zweiten Output „Don’t Get Mad...Get Even“ (1986) bei Victory.
Der Song „On The Loose“ („Culture Killed The Native“ 1989) ist wirklich klasse geworden. Die Drums knallen heftiger, die Gitarren sind härter und das bekommt „On The Loose“ sehr gut. Herman Frank und Tommy Newton haben bei „Check’s In The Mail“ („Don t Get Mad – Get Even“ 1986) ihre Gitarrenarbeit noch mal verbessert.

„Fuel To The Fire“ ist von Tommy Newton und Herman Frank im schon fast legendären Area 51 Studio produziert worden. Das Album gibt einen schönen Querschnitt über die Schaffensphase von Victory und die modern produzierten Songs hören sich kraftvoller an. Schade nur das einige, wie ich finde wichtige Songs fehlen. So wäre es schön gewesen „Fighting Back The Tears“ („Temples Of Gold“ 1990), „More And More“ oder „Power Strikes The Earth“ (beide „Culture Killed The Native” 1989) in aufpolierten Version zu hören. Auch ist vom selbstbetitelten Debütalbum nicht ein Song vertreten, wo doch da solche Perlen wie “On The Run“, „Wreck Man” oder das geniale „Red Alert” darauf zu hören sind. Trotzdem ist „Fuel To The Fire“ für jemanden der 80er Jahre Metal hört und Victory nicht kennt oder alte Klassiker der Band in neuem Gewand hören will, eine absolute Kaufempfehlung.

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