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CD Review: Tool - Lateralus

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Veröffentlicht am Donnerstag 06 Juni 2002 13:28:32 von madrebel
Was ist Tool... Tool ist Kunst, Können, Abgrund, Dunkelheit, Atmosphäre, Hoffnung. Tool ist Metal und vor allem: es ist verdammt gute Musik.

Das erste, was am neuen Machwerk "Lateralus" auffällt, ist das ausgefallene Artwork des Albums. Doch die Grafik besticht nicht, der Inhalt der Scheibe hält, was das Aussehen verspricht. "Lateralus" ist das nun fünfte Studioalbum der amerikanischen Metal-Formation und wieder absolut gelungen. Es ist anders, als die vorherigen Platten, Tool scheinen ruhiger und weniger aggressiv geworden zu sein, harte, druckvolle Gitarrenparts werden sich nicht allzu oft auf "Lateralus" finden lassen. Doch ist die Platte dadurch nicht weniger reizvoll. Sie ist viel mehr ein Schritt in eine ausgefeilte, intelligent komponierte, experimentierfreudige Richtung, die Tool schon zuvor mit ihrem Album "Aenima" begangen haben.
Im Vordergrund steht die Erschaffung mystischer, unheimlicher, beklemmender Atmosphären, die lebendige Bilder im Kopf des Zuhörers entstehen lässt. Er begibt sich auf eine facettenreiche Reise durch die interessante, musikalische Welt von Tool, die irgendwo zwischen H.R. Giger, The Crow und Hannibal Lecter anzusiedeln ist. Begleitet wird er dabei von Maynard James Keenans unvergleichlicher, gefühlvoller Stimme, dem typischen manchmal etwas kompliziertem Tool-Gitarrensound und melancholischen bis druckvollen Beats.
"Lateralus" bietet Entspannung und gleichzeitig Lähmung. Es fordert, ist abwechslungsreich und spannend - Attribute, die dieses Album auszeichnen. Warum auch nicht, Tool haben nie einfach ihr Publikum bedient, ohne ihm auch etwas abzuverlangen. So vermittelt auch gleich das Eingangsstück "The grudge" eine düstere, unheilvolle Atmosphäre, die im weiteren Verlauf des Albums mal lauter, mal leiser, mal dunkler und wieder heller wird. "Lateralus" spielt mit den menschlichen Empfindungen, es ist wunderschön und zugleich schmerzhaft.
Eine besondere Empfehlung ist der Track "Parabola" der gute Chancen zu einem richtigen Ohrwurm hat. Mehrstimmiger Gesang, harte Gitarrenriffs und ein kniffiger Beat lassen die Stereoanlage erzittern. Doch Tool wären nicht Tool, wenn sie mit gleichatmigen Song-Schemata aufwarten würden. Rauf und runter geht es wie auf einer Achterbahn, Sound-Wellen überschlagen sich und ebben dann ganz plötzlich wieder ab. Wer ein bisschen Zeit hat, um sich hinzusetzen und zuzuhören, sich in Staunen versetzen lassen möchte, sich von den Geschichten, die Maynards Texte erzählen, inspirieren und verzaubern lassen will, der sollte sich "Lateralus" von Tool auf keinen Fall entgehen lassen.
Es ist eine Erfahrung wert - und ein Erlebnis. Was bleibt zu sagen... die Jungs haben es einfach drauf. Geniale Stücke wie "Reflection" wird man kaum woanders nochmal hören. Die oft 8 bis 9 -minütigen Stücke sind schon kleine Meisterwerke in sich.
Also: kaufen!!!

Anonymous


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