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CD Review: Tool - 10.000 Days

Veröffentlicht am Freitag 28 April 2006 22:10:38 von madrebel
Dieser Artikel wurde von Redtotem mitgeteilt
Mittlerweile sind fünf Jahre vergangen, seit dem letzten Album von Tool. Mit „10.000 Days“ haben Tool ihr viertes Album im Kasten. Die Kalifornier haben sich seit ihrem Debütalbum „Undertow“ von 1993 eine Art Kultstatus erspielt.
Tool – 10.000 Days

1.Vicarious
2.Jambi
3.Wings For Marie (Pt 1)
4.10.000 Days (Pt 2)
5.The Pot
6.Lipan Conjuring
7.Lost Keys (Blame Hofman)
8.Rosetta Stoned
9.Intension
10.Right In Two
11.Viginti Tres

Zomba Label/Sony-BMG


Line Up
Maynard James Keenan (v/g)
Adam Jones (g)
Justin Chancellor (b)
Danny Carey (d)


Als die ersten Gitarren Licks auf „10.000 Days“ ertönen war mein erster Gedanke – geil, endlich mal wieder etwas neues von Tool. Der Operner „Vicarious“ wird die erste Singleauskopplung vom Album sein. Das haben Tool wie ich finde auch sehr geschickt ausgesucht, denn „Vicarious“ ist ein wenig ein Mix aus „Schism“ und „Parabola“ vom Album „Lateralus“ (2001). Man könnte zwar anmerken, dass Tool mit der ersten Single auf den Erfolg der beiden Songs aufbauen, aber ich glaube Maynard James Keenan hat damit bewiesen, dass Tool auch fünf Jahre nach „Lateralus“ noch immer gute Songs schreiben können. In „Vicarious“ geht es um die Vorliebe vieler Menschen für die Gewalt und die zur Schau Stellung in den Medien. Leider ist dies ja heute fast täglich zu sehen oder zu hören. Auf „Jambi“ geht es ordentlich zu Sache. Der Song ist sehr heavy und Gitarrist Adam Jones spielt auf „Jambi“ wirklich klasse Riffs. Besonders das absolut gute und technisch versierte Gitarrensolo ist ein wahrer Ohrenschmaus. Textlich ist es so eine Art Fortsetzung zum Opener. Hier geht es um die dunkle Seite des Menschen, über die Gedanken die er hat, wenn er gerade gewalttätige Dinge in den Medien verfolgt hat. Die Songs habe durchweg einen sehr kritischen touch, der wie eine Mahnung herüber kommt.

Das düster Wirkende „Wings Of Marie (Pt 1)“ wirkt sehr drückend und depressiv. Dieser Song geht ohne Übergang weiter zum Titeltrack der auch teilweise sehr melancholische Momente aufweist. Eigentlich ist „Wings Of Marie (Pt 1)“ und „10.000 Days (Pt 2)“ ein Song. Vielleicht soll das Ganze als ein Zweiteiler aufgenommen werden, deshalb hat Maynard James Keenan das wohl in zwei Tracks unterteilt. Dieser Zweiteiler könnte aber bei den Fans zu einem sehr beliebten Song werden, da er sehr abwechslungsreich und immer wieder neue Facetten bietet. Auch die Lauflänge von über 17 Minuten sind schnell vorüber. Der Song wird nicht langweilig und man entdeckt mit jedem hören etwas neues. Auch ist dieser Text einer der persönlichsten die Maynard James Keenan je geschrieben hat. Der Song „Judith“ von Maynard James Keenans zweiter Band A Perfect Circle war auch schon sehr persönlich, aber das Stück hier erscheint viel tiefsinniger. „The Pot“ ist dann wieder ein sehr schöner Rocksong, in dem Maynard James Keenan scheinbar seine Aggressionen und seinen Frust heraus schreit. Das Instrumentale „Lost Keys (Blame Hofman)“ ist auch sehr gut gespielt. Im Hintergrund hört man das Gespräch einer Krankenschwester die mit dem Arzt über einen traumatischen Patienten unterhält. Mit „Rosetta Stoned“ kommt dann die Story zur Unterhaltung. Der Song ist teilweise etwas mystisch, dieses Mystische wechselt dann gekonnt ab mit einem sehr heavylastigen Part. Mit dem Titel „Intension“ wird es sehr ruhig. Teilweise hört sich „Intension“ richtig entspannt an. Etwas erinnert „Right In Two“ an A Perfect Circle vom Aufbau des Songs. Der Song beginnt ruhig und langsam. Danach wird er immer etwas härter gespielt, bis zu einer gewissen Brutalität um dann wieder ganz ruhig auszuklingen. Textlich geht es darum, dass Engel irgendwo sitzen, die Menschheit beobachten und sich über sie amüsieren. „Angels on the sidlines, puzzled and amused. Father give those humans free will, now you re all confused.” singt Maynard James Keenan und scheint darauf anzusprechen, dass sich Engel über die Dummheit und die Gier der Menschen amüsieren.

Das neue Tool Album „10.000 Days“ hat sehr viele tragische Momente die dann in einen Aufschrei übergehen, der wohl den Frust verdrängen soll. Jeder einzelne Song handelt von einer bestimmten Tragödie die für sich selbst sprechen soll. Wenn man den Texten genau zuhört, dann merkt man, dass Maynard James Keenan mit dem was er geschrieben hat auf die schlechte Seite der Welt aufmerksam macht. Das Album ist sehr gut geworden. Jeder einzelne Song steht für sich selbst und insgesamt ist es eine gelungene Mischung aus richtig harten Rocksongs, langsamen, teils dunklen Songs bis hin zu ganz ruhig und entspannten Werken. Die Musik von Tool ist auch diesmal nichts für den Mainstream Hörer, da „10.000 Days“ hier und da nicht so leicht zugänglich ist. Aber so soll es auch sein. Tool ist eine Band die richtig geniale Musik macht und auch die neue Scheibe „10.000 Days“ macht da keine Ausnahme.



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