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Konzert Review: The Big 4 / Gelsenkirchen Arena auf Schalke

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Veröffentlicht am Dienstag 26 Juli 2011 17:44:46 von madrebel
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The Big 4 / Gelsenkirchen Arena 02.07.2011

Nachdem die sogenannten großen Vier im vergangenen Jahr primär im europäischen Ostblock unterwegs waren, gab es in diesem Jahr endlich die Möglichkeit, dieses einzigartige Billing auch im westlichen Europa sehen zu dürfen. Und als eines der größten metalsupportenden Länder des Westens durfte Deutschland nicht fehlen. So wurde sich mit der Veltinsarena in Gelsenkirchen die größte Halle im weiteren Umkreis ausgesucht. Nun, ausverkauft war es rasch, war es doch der einzige Auftritt des Viererpakets in Deutschland und so kamen die Menschen aus ganz Deutschland und den grenznahen Ländern ins Herz des Ruhrgebietes.

Der Reigen begann pünktlich um 17.00h mit „Anthrax“, die ohne Scott Ian auftraten. Er ist kürzlich Vater geworden und wurde von Andreas Kisser („Sepultura“) ersetzt.
Selbige stiegen direkt ohne Umschweife mit „Caught in a Mosh“ ein und sorgten schon für viel Applaus und diverse Moshpits. Leider krankte der Auftritt an dem absolut miesen und übersteuerten Sound, der den ganzen Set nicht unbedingt zum Hörgenuss machte. Das beirrte die Jungs um Joey Belladonna nicht, einen tollen Job abzuliefern. Mit „Fight 'Em Till You Can't“ wurde auch noch ein vielversprechender neuer Song gespielt und beim Rausschmeißer „I ´am the Law“ gab es noch mit einer „Refuse/Resist“ Einlage, ein kleines Dankeschön an Herrn Andreas Kisser. Nette Geste.
Angenehmer Auftritt, leider litt er unter dem miserablen Sound.

Dieses änderte sich auch bei „Megadeth“ nicht, denen ebenfalls der Sound vollständig versaut wurde. Und würden die Fans nicht songsicher sein, hätten viele ratlos vor der Bühne gestanden, ob der Songs, die dort gespielt wurden. Dennoch mühte sich die Band redlich und hatte mit „Holy Wars“, „In my darkest Hour“ und „Hangar 18“ ein paar schöne Hits im Angebot. Nach 45 Minuten war aber auch hier Schicht im Schacht um so langsam Platz für die nächsten in der Riege zu schaffen.

Denn danach betraten „Slayer“ die Bühne, sahen und siegten. Denn erstmals gab es hier einen Topsound und eine wirklich super Spiellaune der Totschläger. Unterstützt wurden die Jungs von Gary Holt, der den an einem Spinnenbiss laborierenden Jeff Hannemann ersetzte. Der Mann machte übrigens seinen Job verdammt gut und wirkte, als würde er schon ewig mit der band zusammenspielen. Einstieg war übrigens „World Painted Blood“ und es folgte mehr oder weniger ein kleines Best of..-Programm. Ob „War Ensemble“, „Dead Skin Mask“, „Postmortem“ oder „Raining Blood“. Die Kalifornier schossen eine Granate nach der anderen raus und schafften es erstmalig wirklich, die Halle zum kochen zu bringen. Mit „Black magic“ und „Angel of Death“ endete dann alles und das Publikum hatte hier einen wirklichen schönen kurzen, aber auch sehr knackigen Gig erlebt.

Die Stimmung wurde nun immer besser und kurz vor 21.00h begann es. Mit dem obligatorischen Intro begann ein zweistündiges Set, welches es wirklich in sich hatte. Und die Jungs zeigten mit „Hit the Lights“ direkt, wohin die Reise heute gehen würde. Nämlich definitiv in die tiefste Vergangenheit der Band, was vom Großteil der Fans sehr positiv honoriert wurde.
Mit „Master of Puppets“ und dem schon ewig nicht mehr gespielten „The Shortest Straw“ ging es dann weiter, bevor es so langsam in die jüngere Vergangenheit ging. Mit "The Memory Remains",
"All Nightmare Long", "Sad But True" und"Wherever I May Roam" wurde dann die eher jüngere Bandgeschichte zitiert bevor es so richtig genial wurde. Denn als die ersten Takte von „The Call of Ktulu“ durch die Halle klangen, gab es ein raunen, wie es selten zu hören war. Und dieses Instrumentalmonster wurde regelrecht zelebriert. Ein magischer Gänsehautmoment, wie er selten auf einem Konzert vorkommt. Danach direkt mit „One“ nebst gigantischer Pyroshow, „For whom the Bell tolls“ und „Blackened“ weiter zu machen, zeugt von einer wirklich durchdachten Setlist. Mit „Enter sandman“ wurde dann auch einer der größten Hits gespielt. Unvermeidlich, aber notwenig.
Bei der ersten Zugabe „Helpless“, im Original von „Diamond Head“ wurden die Jungs in einer beeindruckenden Session sowohl von „Anthrax“ als auch „Megadeth“ unterstützt. Lieder ohne „Slayer“, die schon unterwegs zum nächsten Gig waren. Ein denkwürdiger Auftritt, der wohl so schnell nicht wieder stattfinden wird.
Mit „Battery“ und „Creeping Death“ endete dann ein etwas mehr als zweistündiger Gig, der kaum Wünsche offenließ. Die Jungs hatten eine tolle Spiellaune, die Setlist war legendär und die Stimmung im Publikum gigantisch. Ein wirklich denkwürdiger Auftritt, den wohl niemand so schnell vergessen wird.

Die Setlist:

1. Hit the Lights
2. Master of Puppets
3. The Shortest Straw
4. Seek & Destroy
5. Welcome Home (Sanitarium)
6. The Memory Remains
7. All Nightmare Long
8. Sad But True
9. Wherever I May Roam
10. The Call of Ktulu
11. One
12. For Whom the Bell Tolls
13. Blackened
14. Fade to Black
15. Enter Sandman
Encore
16. Helpless (w/ Megadeth & Anthrax)
17. Battery
18. Creeping Death


Negativ fiel allerdings die äußerst spartanisch gehaltene Sanitärsituation aus, die es den meisten unmöglich machte, sich zivilisiert zu erleichtern und viele dazu zwang, den Tunnel als gigantische Pinkelrinne zu missbrauchen. Aufgrund der kaum vorhandenen Toiletten nachvollziehbar und logisch. Auch war die Versorgung mit Getränken recht mau. Gab es kaum Getränkestände in der Halle und es gab unendlich lange Wartezeiten, insbesondere für antialkoholisches. Einzig die laufenden Bierverkäufer waren ein Lichtblick, auch wenn es irgendwann nichts mehr zu trinken gab. An Essen war hier gar nicht erst zu denken, da kaum Essensstände vorhanden. Dieses war ein nicht unerheblicher Wermutstropfen, der einen fetten schwarzen Fleck  auf diesen ansonsten tollen Abend legte. Vielleicht sollte sich der Hallenbetreiber da mal etwas neues überlegen. Und über den Service der Bogestra sollte am besten ein Mantel des Schweigens gelegt werden.

Ansonsten ein wirklich legendärer und in jeder Hinsicht unvergesslicher Konzertabend.


 


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