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Konzert Review: TANKARD - HECTIC - HUMAN BLOODFEAST - Amberg - Altes Klärwerk 2003

Veröffentlicht am Dienstag 01 April 2003 21:56:22 von Zombie_Gecko
phpnuke.gifTankard im Mutterland des Bieres - das versprach einen Abend voll Bier und Metal!
Da unser Fahrer etwas Verspätung hatte (unter anderem, weil er noch einen Teil des Gurkenkicks der deutschen Nationalstolperer anschauen wollte...), verpassten wir den lokalen Opener HUMAN BLOODFEAST, der aber nach Augenzeugenberichten garnicht schlecht war. Die anscheinend in der lokalen Szene etwas bekannteren HEC.TIC konnten dann zumindest mich nicht gerade vom Hocker reißen, ernteten aber zumindest Applaus für ihren langsamen Death / Thrash Metal. Als Opener ging die Band mit geschätzten 19 - 20 Jahren Altersdurchschnitt aber durchaus in Ordnung, bevor nach kurzer Umbaupause die "Erfinder der deutschen Variante des Trash Metals" (O-Ton Amberger Zeitung, die den Frankfurtern immerhin eine viertel Seite widmete) die leider recht mickrige Bühne enterten. Obwohl man am selben Abend noch zurück fahren mußte, waren die Bembelthrasher wie immer gut aufgelegt und eröffneten ihren Set mit dem obligatorischen "Alien", das zumindest in den ersten beiden Reihen (der Rest der circa 100 Besucher verteilte sich relativ locker in der Halle) sofort für wehende Haare und gröhlende Banger sorgte. Während des gesamten, hauptsächlich aus alten Klassikern und Brechern vom aktuellen Album B-Day zusammengestellten Sets tänzelte Gerre mit beinahe traumtänzerischerer Sicherheit vor seinen Kollegen am Bühnenrand hin und her und heizte das Publikum an. "Don`t Panic", "Need Money For Beer", "Mercenary" wurden in den Saal gebrettert, dann gab`s mal wieder einen Seitenhieb Richtung Lady Die als Einleitung für "Queen Of Hearts", um nach "Nation Over Nation" und dem Klassiker "Space Beer" mit "Rectifier" eine volle Breitseite abgefeuert wurde. Inzwischen enterte so manchjer Diver die Bühne (der eine mehr, der andere weniger freiwiliig...), was das Amberger Publikum aber scheinbar nicht gewohnt war - aber immerhin sammelte man sämtliche Bruchpiloten schnell wieder auf, um dem fröhlichen Reigen vor der Bühne keinen Abbruch zu bereiten (danke Jungs, aber nächstes Mal bitte auffangen bevor das Knie grün, blau und dick wird...). Aus aktuellem Anlaß passte "Maniac Forces" natürlich wie angegoseen in das Programm, nicht ohne einen schönen Gruß von Gerre in Richtung USA /Irak, um anschließend den ebenso passenden, wiederveröffentlichten Mosher "Rundown Quarter" hinterher zu feuern, bevor man mit "The Morning After" wieder in etwas erfreulichere Gefilde steuerte. Innerhalb des regulären Sets gab`s dann noch "Zombie Attack", "Alcohol" (der auch sonst ausreichend floß), "Sunscars", "Chemical Invasion" und das begeistert mitgegröhlte "Freibier", bevor Tankard sich und dem Publikum eine kurze Verschnaufpause gönnten. Nachdem der Vierer wieder zurück auf die Bühne gegröhlt worden war, gab`s dann noch "New Liver Please", bevor man dem Publikum mit "Poison" und "(Empty) Tankard" den Rest gab und alle fertig und zufrieden nach Hause schickte. Ordentlich abgefüllt in jeder Hinsicht, mit verfilzter Matte und ziemlich zerdellt machte ich mich dann auf den Heimweg - nicht ohne mit Genugtuung festzustellen, das Tankard mit unserem Begleiter, der bis zu diesem Datum überhaupt nichts der Hessen kannte, mindestens einen neuen Fan gewonnen hatten, weiterhin eine der absolut geilsten Livebands sind und ihre beiden aus Cham und Frankfurt angereisten Fanclubs mehr als ordentlich bedient hatten.

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