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Konzert Review: Sunn O / Köln Kantine

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Veröffentlicht am Mittwoch 28 Oktober 2009 17:27:25 von madrebel
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Sunn O – Eagle Twins / Köln Kantine / 19.10.09

Ein Konzert der Drone Doomer Sunn O ist immer wieder ein Ereignis. Tourt man zwar oft, aber leider seltener in hiesigen Breitengraden. Das so was natürlich für grosse Pilgerfahrten sorgt, dürfte demzufolge logisch sein.
 Nun, etwa 500 Besucher besuchten die Kölner Kantine und einige von ihnen bekamen schon vor Konzertbeginn den Soundcheck mit, dessen beben schon erahnen ließ, was heute auf die Fans zukommen sollte.  Dass der Veranstalter auch noch zusätzlich verpflichtend die Besucher zu Ohrenstöpsel nötigte, sollte man hier auch noch positiv erwähnen. Denn die waren echt nötig.
Zuerst machte man sich am Merchstand kundig und sah mit 15€ für ein Tourshirt, oder auch 35€ für eine Jacke sich sehr fairen Preisen ausgesetzt und auch sonst konnte man beiden Acts, eine faire Preispolitik attestieren.
Die Wartezeit war damit also durchaus gefüllt worden.

Nun, als erstes betraten die US-amerikanischen Eagle Twins die Bühne und sorgten mit ihrem kurzweiligen Set für viele Zuhörer, die recht interessiert vor der Bühne standen. Atmosphäre pur, dabei schleppend und einlullend, sorgen die beiden für einen Support der etwas anderen Art.
Teilweise wirkte das ganze wie eine lang gezogene und bekiffte Jamsession, die echt schon beim zusehen Laune machte. Knapp vierzig Minuten zog sich der Gig, der keineswegs langweilig war.

Eine etwas längere Umbaupause war nun angesagt, aber als gegen halb Zehn die Lichter ausgingen und der Nebel reichhaltig aus den maschinen geblasen wurde, ging es los. Ein nahezu zehnminütiges Intro, welches vollkommen hypnotisierend wirkte und die Besucher nahezu 90 Minuten vor der Bühne verharren ließ.
In langen Mönchskutten verhüllt, legten Greg Anderson und Stephen O´Malley los und der wummernde Bass drang bis in die letzten Körperritzen ein. Alles vibrierte, alles wackelte und im Inneren des Körpers setzten sich Gefühle frei, die man so nicht beschreiben kann. Die Lautstärke störte irgendwann nicht mehr, denn man gewöhnte sich irgendwann an diese Soundwand, die einfach alles zu zerbersten schien.
Wie in Trance wirkten die beiden Protagonisten, die irgendwann von Attila Csihar unterstützt wurden. Dessen Performance war einfach nur noch faszinierend. Mit düsterer und unfassbar tiefer Stimme murmelte er irgendwelche lang gezogenen Mantras ins Mikro und die optische Performance ließ nicht zu wünschen übrig.
Die leuchtende Dornenkrone und die Handschuhe, aus deren Fingerkuppen rote Lichter strahlten, ließen vielfältige Interpretationen zu und wirkten, als würde er Blut in die Menge pumpen.
Der ganze Auftritt wirkte sehr psychedelisch, nahezu magisch und hatte etwas von einem Götzendienst der anderen Sorte.
Doch es war auch wie ein Befreiungsschlag, als diese Performance der anderen Art vorbei war und vielen dürften die Ohren trotz des Schutzes geklingelt haben.
Ein Konzert von Sunn O ist auf jeden Fall etwas ganz spezielles und nicht etwas, was man alltäglich genießen kann. Aber, und das ist das wichtigste, es ist ein absolut beeindruckendes Erlebnis, die bekanntesten Vertreter des Drone Doom live gesehen zu haben.

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