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CD Review: Subway to Sally - Engelskrieger

Veröffentlicht am Donnerstag 06 März 2003 15:48:01 von madrebel
Nun, als erstes sollte man sich direkt auf einen Schock gefasst machen. Wer ein neues Album voller folkiger und mittelalterlich anmutenden Melodien erwartet hat, könnte derbe enttäuscht werden. Subway to Sally haben einen Stilbruch gewagt, der mutiger nicht sein konnte.









Subway to Sally

Engelskrieger

Universal/Mercury

Beinahe 2 Jahre hat es gedauert, bis die 5 Potsdamer wieder mit einem neuen Machwerk sich der Öffentlichkeit präsentieren. Nun, als erstes sollte man sich direkt auf einen Schock gefasst machen. Wer ein neues Album voller folkiger und mittelalterlich anmutenden Melodien erwartet hat, könnte derbe enttäuscht werden. Subway to Sally haben einen Stilbruch gewagt, der mutiger nicht sein konnte.
Eher in die musikalisch derbere Ecke des brachialen Deutschrocks tendierend, ich vermeide es bewusst, bekannte andere Bands in einem Atemzug zu nennen, gehen die 5 einen komplett neuen Weg. Und zwar weg von eher verträumten Melodien und Texten der Vergangenheit, sondern eher zu moderneren Worten und Texten, die einen aktuelleren Bezug haben. Ob es die hintergründige Anprangerung von Kindesmissbrauch „Abendlied“, eine traurige balladeske Nummer, die von der Melodie einer Spieluhr getragen wird, oder auch den Frontalangriff gegen Weltreligionen, und deren Inhalt „Falscher Heiland“, ein Stück was man schon aus den Tanztempeln kennen dürfte, als auch eine sehr tiefsinnige und gefühlvolle Auseinandersetzung des Themas Selbstverstümmelung „Narben“, die meines Erachtens nach einer der besten Texte ist , die je aus der Feder der Band stammen.
Trotzallem, wer Angst hat auf Geigenklänge von Frau Schmitt, oder alte Melodien komplett verzichten zu müssen, kann ich trösten. „Unsterblich“, „Kleine Schwester“ und „Verloren“ enthalten die Geigenparts, für die einige die Band so lieben. Gleichzeitig kommt „Knochenschiff“, „Verloren“ und „Wolfstraum“ der alten Linie doch noch sehr nah.
Zusätzlich sei noch erwähnt, das der Gesang von Eric Fish nie besser war. Aggressiv, zynisch aber auch lieblich, präsentiert sich der Sänger dem geneigten Zuhörer.

Fazit: An das Überalbum „Herzblut“ kommen die Potsdamer nicht ganz ran, aber dieses Album ist der einzig richtige und logische Schritt in eine neue Richtung. Absolut überzeugend und empfehlenswert.

Madrebel

1. Geist des Kriegers
2. Falscher Heiland
3. Unsterblich
4. Kleine Schwester
5. Abendlied
6. Narben
7. 2000 Meilen unterm Meer
8. Knochenschiff
9. Wolfstraum
10. Verloren
11. Abendland


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