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Konzert Review: Subway To Sally, Stadthalle Langen, 19.12.2005

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Veröffentlicht am Montag 26 Dezember 2005 15:25:04 von Master_Of_Puppets
Besinnliche Adventszeit? Stille Nacht, heilige Nacht? Zumindest an diesem kalten, im Rhein-Main-Gebiet durch Schneeregen geprägten Montag konnte davon keine Rede sein. Subway To Sally baten zum Tanz und erwärmten im wahrsten Sinne des Wortes nicht nur die Herzen ihrer zahlreich erschienenen Fans.
 
 
 
 
 
Wegen der großen Nachfrage war das Konzert bereits im Vorfeld von der Frankfurter Batschkapp in die Langener Stadthalle verlegt worden. Angesichts der gut 1000 Besucher kann man hier von einer sehr guten Entscheidung sprechen, eine derartige Menschenmenge hätte die Kapazitäten der kleinen, aber feinen Batschkapp bei weitem überschritten.
Auffällig war das altersmäßig buntgemischte Publikum. Vom Altrocker bis zum Gothic-Girlie war so ziemlich alles vertreten, das sich für harte, gitarrenorientierte Musik begeistern lässt.
 
Den Abend eröffnete die deutsch-norwegisch-österreichische Formation Leaves Eyes mit nettem, aber mehr oder weniger unspektakulärem Gothic Metal. Beeindruckend war die Präsenz der symphatischen Frontfrau Liv Kristine Espenæs-Krull, die mit nur wenigen Gesten das Publikum beeindrucken konnte. Da sich ihre Band mehr oder weniger nur auf ihre Instrumente konzentrierte, sah sie zunächst ein wenig verloren aus. Dies änderte sich allerdings mit dem Auftritt von Alex Krull, der ab dem dritten Song „Ocean’s Way“ die Band unterstützte, und Zuschauer sowie Band zusätzlich zu Reaktionen motivierte. Allerdings konnte auch er nicht dauerhaft von den eher durchschnittlichen Songs ablenken, so dass nach 45 Minuten ein gutes, aber keinesfalls besonderes Vorprogramm zu Ende ging.
 
Sofort nach dem Ende der Leaves Eyes-Show wurde auch klar, worauf die versammelten Anwesenden warteten. Lautstarke Chöre des Subway To Sally-Evergreens „Julia und die Räuber“ erklangen und endeten erst mit Beginn des Intros „Saraband De Noir“. Das Nord Nord Ost-Material eröffnete die musikalische Reise.
Zu Beginn der Show legten die Potsdamer den Schwerpunkt mit Ausnahme des Klassikers „Liebeszauber“auch eher auf neueres Material. Hier wurde auch deutlich, wie sich Subway To Sally während den letzten Jahren verändert hatten. Ein absolut professionelles Auftreten, dem zwar etwas die sympathische Spontanität der Anfangstage fehlte, was an diesem Abend aber in keiner Weise negativ auffiel. Im Gegenteil, jedes Bandmitglied interagierte mit den Fans, was zu begeisternden Reaktionen auf Songs wie „Die Schlacht“, „Unsterblich“ oder auch „Kleid aus Rosen“ führte. Der altbekannte und immer wieder gern gehörte „Schrei“ durfte natürlich auch nicht fehlen.
Bemerkenswert war auch die gigantische Lichtshow, die zu jedem Zeitpunkt die Stimmung des gespielten Stücks perfekt untermalte. Hierdurch wurde eine fast einzigartige Atmosphäre erzeugt, wie es sie wohl nur bei den Konzerten dieser Folk Metal-Combo gibt.
In der Mitte des Sets wurde mit den Balladen „Maria“ und „Traum vom Tod“ ein wenig das Tempo rausgenommen und eine besinnliche Stimmung erzeugt. Hier war der klare Sound sehr auffällig, generell muss man den Menschen am Mischpult ein großes Lob aussprechen. Es war konstant angenehm laut, dennoch konnte jedes Instrument deutlich herausgehört werden.
Nach diesem ruhigen Intermezzo wurde das Tempo mit zahlreichen Klassikern wieder angezogen. „Mephisto“ und „Henkersbraut“ machten den Anfang, bevor mit drei der wohl besten Subway To Sally-Songs aller Zeiten der reguläre Auftritt beendet wurde. Zwischendurch versuchte sich Sänger Eric Fish noch an einem beachtlichen Crowdsurfing. Er wurde bis weit über die Hälfte aller Anwesenden hinweggereicht, bevor ihn die Band zurückforderte.
Die stürmisch gefordeten Zugaben begannen mit einer positiven Überraschung. Nach dem Instrumental „Jericho“ wurde der Evergreen „Die Hexe“ zum besten gegeben, jüngere Fans erkannten diesen Klassiker zwar nicht sofort, die Stimmung sackte deswegen dennoch nicht in den Keller. Neben neueren Hits kam im zweiten Zugabenblock dann auch noch das unvermeidliche „Julia und die Räuber“, bei dem die Begeisterung in der Halle kaum in Worte zu fassen war, bevor das herrlich besinnliche „Seemannslied“ das Konzert beendete.
Alles in allem war es ein hervorragendes Konzert der Potsdamer, die den positiven Eindruck des letzten Albums auch auf der Bühne bestätigten.
 
 
Subway To Sally-Setlist:
 
Saraband De Noir
Schneekönigin
Feuerland
Knochenschiff
Kleid aus Rosen
Liebeszauber
Die Schlacht
Unsterblich
Eisblumen
Gitarren-Solo
Maria
Traum vom Tod II
Mephisto
Henkersbraut
Lacrimae ‘74
Feuerkind
Das Rätsel II
Sag dem Teufel
Ohne Liebe
Veitstanz
 
Jericho
Die Hexe
Falscher Heiland
 
Sieben
Julia und die Räuber
 
Seemannslied
 

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