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Konzert Review: Sons of Tarantula in Wermelskirchen

Veröffentlicht am Dienstag 19 November 2002 20:23:54 von madrebel
phpnuke.gifNun jedoch kam die Band , auf die hier wohl alle gewartet hatten. Im Underground berüchtigt und unter vorgehaltener Hand erzählte man sich die abstrusesten Stories über diese Band.
Die Rede ist hier von den „Sons of Tarantula“, die ihrem „Ruf“ an diesem Abend mehr als nur gerecht wurden.
Lesern unter 18 möchte ich bitten, dieses Review nur im Beisein eines Erziehungsberechtigten oder einer anderen erwachsenen Person zu lesen !!!

Volle Kelle Gummizelle in Wermelskirchen !!!

Sons of Tarantula, Cock and Ball Torture, Squash Bowles, Abortion, Manstractor

Ein recht kranker Abend zu einem günstigen Preis von 7€, das ist doch was man gerne hat. Also begaben sich wohl an die 300 Nasen in das altehrwürdige AJZ Bahndamm in Wermelskirchen, im schönen bergischen Land.

Den Anfang an diesem Abend machten „Manstractor“, die in ihren etwas mehr als 30 Minuten mehr als nur zu begeistern wussten. Ich kannte diese Band bis dato leider nur vom Namen her, wie die meisten anderen an diesem Abend ebenfalls, das soll der Sache jedoch keinen Abbruch tun. „Manstractor“ wussten trotz fehlendem Bassisten von der ersten bis zur letzten Minute mit ihrem alles andere als langweiligem Deathgrind zu überzeugen und Nummern wie „Rectal Plus oder „Meat“ kamen beim Publikum durchaus gut an.
Die Mülheimer Combo sollte man im Auge behalten.

Die darauffolgenden „Abortion“ aus der Slowakei waren dann zwar ganz nett, aber auch sehr schnell äußert langweilig. Leider. Die Band hat durchaus was drauf, aber an diesem Abend war sie wohl nicht so gut dabei. Beim nächsten mal können die netten Burschen bestimmt mehr reißen. Das Cover von „Napalm Death“ kam aber dennoch gut. Es war „You suffer“, für doie die e wissen möchten.

Bei den nachfolgenden „Squash Bowles“ leerte sich die Halle etwas. Die Jungs aus Polen spielten zwar einen netten Grindgig, das war es dann aber auch schon. Man bemühte sich zwar, aber irgendwie überzeugend wirkte die Band nur auf wenige Besucher. Netter Gig aber nicht wirklich erinnerungswürdig.

Dieses sollte sich bei der vorletzten Band „Cock and Ball Torture“ jedoch grundlegend ändern. Von der ersten bis zur letzen Minute rollte ein Grindpanzer im Dauerlauf durch die Menge, und die Stimmung im Publikum war dementsprechend. Soviele Moshpits und Diver habe ich schon lange nicht mehr auf einem Konzert gesehen. Bei den Songs aber auch kein Wunder. Eine Granate folgte der nächsten und nach ca. 45 Minuten waren die Leute dann auch schon ziemlich ausgepowert. Bei solch guten Combos ist man das nach solchen Gigs aber gerne. Toller Auftritt

Nun jedoch kam die Band , auf die hier wohl alle gewartet hatten. Im Underground berüchtigt und unter vorgehaltener Hand erzählte man sich die abstrusesten Stories über diese Band.
Die Rede ist hier von den „Sons of Tarantula“, die ihrem „Ruf“ an diesem Abend mehr als nur gerecht wurden. Die Jungs wurden von Anfang an abgefeiert und es schien der Band auch durchaus Spaß zu machen, hier den Kasper zu machen. Und deren Outfit tat dazu ein übriges. Einer der beiden Sänger im Bademantel, Perücke und angeklebtem Bart. Dazu nichts unter dem Mantel an. Papst Kasper, der zweite Sänger mit angeklebter Nase, wasserstoffblonder Perücke, Stützstrumpfhosen und einem heraushängendem Pillermann. Es sah etwas, ähm, interessant aus. Das Publikum hatte aber eine Menge Spaß an Stücken wie „Pimmel Pizza“, „Fit mit Suizid“, „Wer hat die Scheiße aufgefressen“ oder auch der absolut abgefahrenen „Pimmel Polka“. Bei dieser Nummer setzte sich der Interpret auf einen Stuhl und spielte sich mal eben an den Kronjuwelen herum. Ob man das als spaßig oder asozial empfindet, bleibt jedem selbst überlassen. Lustig war es allemal. Ob es aber notwendig ist sich auf der Bühne gegenseitig anzupinkeln, sich mit dem Finger im Anus rumzuspielen oder mal eben einen Liter verdünnten Benzin in die Menge zu schütten, sei dahingestellt. Lustig war es auf jeden Fall, wenn man den nötigen Humor dafür besitzt. Man sollte es auf jeden Fall aber mal selbst gesehen haben. Einige Deppen meinten jedoch den Jungs extrem nacheifern zu müssen und mit leeren Bierflaschen auf die Bühne zu werfen. Bierflaschen, und auch andere Gegenstände zu werfen ist jedoch nicht gerade die feine englische Art, und auch wenn die Jungs einen ziemlich asozialen Ruf haben und den auf der Bühne rauslassen. Das ist absolut unnötig. Ansonsten war es ein lockerer und lustiger Konzertabend.
Anzumerken ist aber noch, das die „Sons“ ohne Maskierung eigentlich ganz okay sind und auch durchaus wissen was sie da tun und welche Reaktionen sie hervorrufen. Der Drummer erzählte mir noch das man eine neue Scheibe schon fertig hätte und jetzt eine Esoterik CD plane. Wie diese wohl klingen wird. Da bin ich ja mal gespannt.

Madrebel


Kommentare zu diesem Artikel
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Re: Volle Kelle Gummizelle in Wermelskirchen !!!
Sehr schickes Review meine Herren!
Ein grober Fehler ist euch dennoch unterlaufen: der 2. Sänger ist natürlich die Puppe und nicht der Pabst Kasper der Erste! Das prangere ich an. Der Pabst hat es gar nicht gerne, wenn man keine Rücksicht auf seine Gefühle nimmt.
In diesem Sinne,
der SittenStrolch / Sons Of Tarantula
Re: Volle Kelle Gummizelle in Wermelskirchen !!!
aber echt, hey!

grüss dich sittich. schicken tach, senf