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Sonstige Festivals: Sonisphere Festival Nijmegen

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Veröffentlicht am Sonntag 28 Juni 2009 13:20:36 von madrebel
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Sonisphere Festival Nijmegen 20.06.09

Eine neue Festivaltournee nahm heute ihren Start im niederländischen Nijmegen.
Veranstaltungsort war der Goffertpark, der schon desöfteren ein sehr attraktiver Platz für Großkonzerte war. Ist die Parkanlage mitten in der Stadt nicht nur sehr schön, sondern auch vom ganzen Umfeld her sehr attraktiv.
Nun, etwas mehr als 30.000 Besucher passierten heute die Tore und konnten sich auf ein wirklich hochkarätiges Line-Up freuen. Leider sagten ersatzlos im Vorfeld „The Sowrd“ und „Mastodon“ ab, so dass es heute mit „Pendulum“ losging. Die wir aber verpassten, da wir noch auf Parkplatzsuche waren.
So bekam man die letzten drei Songs der Power Metaller von „Kamelot“ mit, die hier eine eindrucksvolle Show lieferten. Besonders das Duett mit Simone Simons von „Epica“ war das zusehen wert.

„Lamb of God“ durften danach auf die Bretter und ihr sogenannter Nu-Metal, oder wie man das auch immer nennt, brachte in den 45 Minuten schon die ersten Gäste zum schwitzen. Eine nette Songauswahl, die von den Liedern der neuen Scheibe dominiert wurden, erhitzte schon mal die Meute und man hinterließ einen recht positiven Eindruck.

Die erste Band allerdings, die ein Großteil der Besucher vor die Bühne zog, waren „Down“. Und mit „Lysergik Funeral Procession“ startete man in ein kurzes, aber auch sehr kurzweiliges Set. Mit unbändiger Spielfreude und sehr guter Stimmung machten der Vierer aus New Orleans von Anfang an klar wo hier heute der Hammer hängt und der trockene Sound, der am Anfang zwar etwas dumpf war, sich aber im Laufe der Zeit erheblich verbesserte, passte perfekt zur prall herunterstrahlenden Nachmittagssonne.
Phil Anselmo war verdammt gut drauf, machte einen witzigen Spruch nach dem anderen und dazu sehr viele Faxen mit den Bandkollegen. Ja, die Truppe hatte echt Spaß dabei.
Leider war nach 50 Minuten schon Schluß, aber Phil wollte ja abends noch Klitschko gucken. Hoffe, er hat seinen Spaß gehabt.
Setlist hier noch mal:

Lysergik Funeral Procession
New Orleans
Lifer
N.O.D
Temptation's Wings
Eyes of the South
Stone the Crow
Bury Me in Smoke

Nun nach diesem Ausflug in südliche Gefilde wurde es Zeit für “Korn”, die einen recht guten Start hinlegten und auf der Bühne recht überzeugend rüberkamen.
Und auch wenn diese Band immer wieder polarisiert. Da stehen sehr gute Musiker auf der Bühne und ganz besonders Frontmoppelchen Jonathan Davis war ein echter Springinsfeld. Stimmlich dabei top und immer in Bewegung, präsentierte er sich sehr positiv.
Die Setlist war zwar nur ein recht kurzes Best Of…, aber man spielte viele Hits, die sehr gut ankamen und auch bei den einen oder anderen Zweiflern zumindest Anstandsapplaus hervorriefen.

Ein langes Intro, eine lange und meditative Einleitung eröffneten den Gig der Maskenmänner aus Iowa. Ja, und die Jungens von „Slipknot“ gaben knappe 80 Minuten lang nur Gas.
Kaum den Fuß vom Gaspedal nehmend, schoss der Neuner eine Granate nach der anderen ab und sorgten für Moshpits im Dutzend. Das sah nicht nur beeindruckend aus, sondern übertrug auch die Energie auf die etwas ruhiger dastehenden Zuschauer, die sich von der Stimmung schnell mitreißen ließen.
Dazu war der Sound astrein und die Band hatte echt Bock. Das merkte man am gesamten auftreten und Zusammenspiel der Jungs. Eine tolle Songauswahl, die einen guten Querschnitt über die gesamte Schaffensphase lieferte.  Immer wieder aufs Neue wirken die Percussion und das Schlagzeug auf einem. Trotz des aggressiven und brutalen Geböllers, wirkt das ganze wie aus einem Guss und perfekt eingespielt. Das ist völlig beeindruckend und genau das, macht die Band auch wohl aus.
Ein sehr guter Auftritt, der wohl recht lange nachhaltend wirkt.

Die Umbaupause zog sich etwas hin und mit einer viertelstündigen Verspätung ging es dann los. Das altbekannte Intro „The Ecstasy of Gold“ ließ die Massen jubeln und als man dann mit „Blackened“ einstieg, gab es kein halten mehr. Einen Hit nach dem anderen haute man schon zu Beginn raus. „Creeping Death“, „Holier than thou“, „Harverster of Sorrow“ und dann „One“, welches mit einem gewaltigen Feuerwerk eingeleitet wurde, starteten einen Abend der Superlative.
„Metallica“ hatten tierisch Bock heute Abend und brauchten nur ein Fingerschnippen, um im gesamten Publikum Jubelstürme hervorzurufen. Das James Hetfield die fleischgewordene Coolness ist, da braucht man nicht drüber zu reden. Aber heute schien er den Schalk im Nacken zu haben. Eine tolle Interaktion mit der Menge, eine Menge schrullig witziger Ansagen und ein auftreten, welches seinesgleichen sucht.
Dazu wirkte der ganze Auftritt einfach nur perfekt.
Heute spielte man übrigens nur vier Songs der aktuellen Platte, aber sie wirkten absolut passend, in der gesamten Setlist.
Auch sonst strotzten die Jungs nur so vor Spielfreude und hatten sehr viel Spaß. Die Band scheint momentan in der Form ihres Lebens zu sein. Hoffentlich kann man diese Energie auch weiterhin halten. Denn in der Form kann man von dieser Band noch eine Menge großartiger Musik erwarten.
Nach knappen hundert Minuten war dann auch erst einmal Schluss, aber man ließ sich nicht lange bitten.
Und die Zugaben waren mal wieder sehr gut ausgewählt. Mit „Stone Cold Crazy“ von „Queen“ würdigte man erstmal einer der größten Rockbands aller Zeiten und knallte danach direkt noch „Phantom Lord“ raus.
Mit „Seek and Destroy“ beendete man dann einen knapp zweistündigen Gig und hinterließ ein glückliches und vollkommen ausgepowertes Publikum.
Hier noch mal die Setlist:

Blackened
Creeping Death
Holier Than Thou
Harvester Of Sorrow
One
Broken, Beat And Scarred
Cyanide
Sad But True
Welcome Home (Sanitarium)
The Judas Kiss
The Day That Never Comes
Master Of Puppets
Dyers Eve
Nothing Else Matters
Enter Sandman
- - - - - - - -
Stone Cold Crazy
Phantom Lord
Seek and Destroy

Alles in allem war das Sonisphere Festival recht angenehm. Preislich war es im Rahmen, was Getränke und Essen betraf. Das ganze wird, wie in Holland üblich mit Chips bezahlt, was die Warterei geringer macht.
Shirtpreise gingen in Ordnung, denn sowohl Bandshirts als auch Festivalshirts schlugen mit 25€ zu Buche, was für Bands dieser Größenordnung annehmbar ist.
Die Security war angenehm und freundlich. Und auch wenn man Fragen hatte, konnten Mitarbeiter immer Antwort geben. Alles in allem, ein sehr schönes und angenehmes Festival, was in dieser Form ja wohl jetzt jedes Jahr stattfinden soll. Nun, unter diesen Voraussetzungen ist das durchaus zu begrüßen.








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