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CD Review: Sodom - M-16

Veröffentlicht am Sonntag 21 Juli 2002 01:02:57 von madrebel
Dieser Artikel wurde von Zombie_Gecko mitgeteilt
Was für ein Glück das sich Sodom letztes Jahr wieder so stark zurückmeldeten! Eines der besten Alben um Boss Angelripper!
Nach „Masquerade In Blood“ hatte ich die Band für mich persönlich abgeschrieben weil mir das neue Material nicht gefiel. Aber wenn das neue Album einer meiner alten Lieblingsbands schon wo rumliegt, hör ich natürlich rein! Und war positiv überrascht: Sodom haben wieder mehr zu ihrem alten Stil zurück gefunden und sind etwas vom Gas gegangen, dafür groovt das ganze aber wieder wie Sau! Und quasi hellseherisch wandte sich Tom vom Konzept her wieder seinem Lieblingsthema zu (Nein - nicht seinem liebsten Hobby!!!): der allgegenwärtige Krieg, hier speziell der Vietnamkrieg. Wobei außer „Among The Weirdcong“ und „Napalm In The Morning“ die Texte schätzungsweise allgemeingültig sind. Und aktueller als dieses Jahr konnte der Veröffentlichungstermin wahrscheinlich nicht sein, denn das Teil dürfte ziemlich genau zu Beginn des heroischen Krieges unserer amerikanischen Freunde gegen ein Land sein, das die USA heldenhaft vom Mittelalter in die Steinzeit zurückbombten. Etwas vermisst habe ich den Texten nur den Bezug von Zivilisten, die in Kriegszeiten zu „Kollateralschäden“ (was für ein schönes Wort für zerfetzte Leichen...) werden.
Optisch ist das ganze dermaßen schön in amerikanischem schwarz-grün (also außer dem Cover) gehalten, dass George We-are-the-best-in-the-world Bush die Jungs bestimmt gleich nach Afgahnistan einladen würde um Sodom für seine Jungs „Bombenhagel“ zur musikalischen Unterstützung spielen zu lassen. Er würde zwar den Sinn nicht verstehen, aber nachdem Sodom auf sämtlichen Bookletseiten und dem Backcover in den amerikanischen Uniformen posen muss ihm das schon allein optisch gefallen. Aber gut, kommen wir zur Musik: wie bereits erwähnt haben Sodom das Gaspedal etwas kommen lassen und klingen für mich wieder mehr wie Tom`s großes Vorbild und seine Mitstreiter. Würde man die Stimme austauschen könnte das ganze fast als Motörhead durchgehen. Speziell das extrem groovige „Marines“ hört sich für mich irgendwie so an. Andererseits hätte vor allem „Little Boy“ auch auf „Get What You Deserve“ stehen können, der Titeltrack klingt mehr nach Scheiben „Better Off Dead“, und Songs wie „Among The Weirdcong“ oder als Opener oder „I`m The War“ sind teuonische Thrasher allererster Güteklasse - wenn man Sodom mag! Den wer Sodom noch nie mochte, wird auch diese Platte wieder scheiße finden wie alle anderen auch, und wer Tom Angelripper lieber in Tarnkleidung als in Zivil sieht, der wird diese Scheibe lieben. Sodom haben mit M-16 gezeigt, das sie immer noch zum großen deutschen Dreigestirn gehören (wobei Sodom neben Tankard die einzigen sind, die weder pausiert haben noch je großartig den Stil geändert haben wie die anderen beiden...) und „M-16“ ist sicher die leichtverdaulichste Scheibe unter den vier Platten, die in meinen Augen wirklich essentiell für den Thrash des noch jungen Jahrtausends sind: „The Antichrist“ und „Violent Revolution“ sind nicht ganz so leicht verdaulich und nutzen sich vermutlich nicht so schnell ab (aber warten wir mal den Langzeittest ab) und „Black As Pitch“ ist eine ganz andere Art. Aber diese vier Platten gehören in jeden gutsortierten Thrasher-Schrank! Es gibt für mich nichts an dieser Platte auszusetzen, und auch wenn die anderen Platten technisch gesehen interessanter sind, laufen auch Sodom mit der selben Wertung über die Ziellinie! Wäre vielleicht noch zu erwähnen das Harris Johns das ganze soundtechnisch unter seine Fittiche genommen hat, womit die Qualitätsarbeit ja vorprogrammiert ist...

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