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Zur Meinung von Amazon

CD Review: SOULFLY - Prophecy

Veröffentlicht am Montag 29 März 2004 16:15:12 von Zombie_Gecko
Freigeist Max Cavalera hat mal wieder gemacht was er will. Zum Glück wurde das ganze aufgenommen…








01. Prophecy
02. Living Sacrifice
03. Execution Style
04. Defeat U
05. Mars
06. I Believe
07. Moses
08. Born Again Anarchist
09. Porrada
10. In The Meantime
11. Soulfly IV
12. Wings

(55:10 min)


2004 Roadrunner Records (www.roadrunnerrecords.de)


Line Up:
Max Cavalera - Voz, 4-Stringz, Berimbau, Soul, Sitar
Marc Rizzo - Guitarz, Flamenco Guitarz
Bobby Burns - Bazz
Dave Ellefson - Bazz on “Prophecy”, “Defeat U”, “Mars”, “I Believe” (Outro), “In The Meantime”
Joe Nunez - Drumz, Percusion

www.soulfly.com



Discographie:
Soulfly (1998)
Primitive (2000)
3 (2002)
Prophecy (2004)



Auch auf dem vierten Album der Max-Cavalera-Band (oder auch Soulfly) bleibt der Bandleader beständig in seiner Unbeständigkeit. Um auch ja den Projektcharakter zu erhalten, hat Max mal wieder alle Musiker im Vorfeld rausgeworfen und sich eine neue Band mit Ex-Ill Nino Gitarrist Marc Rizzo, Drummer Joe Nunez (war auch schon auf „Primitive“ zu hören) sowie den beiden Bassern Dave Ellefson (Ex-Megadeth) und Bobby Burns (Ex-Primer55) zusammengesucht. Zwei Basser aufgrund der Tatsache, dass Mr. Soulfly sich nicht zwischen dem old-school-beeinflußten Dave und dem moderner beeinflussten Bobby entscheiden konnte. Dazu noch die Gastmusiker Meia Noite (Percussion), Danny Marianino (Lead Vocals „Defeat U“) und Asha Rabouin („Wings“).
Der Opener „Prophecy“ dürfte inzwischen allseits bekannt sein (gibt`s bei uns in der Downloadsection) und ist ein typischer Soulfly-Track, der aber auch heftigst an Sepultura zu „Chaos A.D.“-Zeiten erinnert und mal wieder schonungslos aufzeigt, was Sepultura inzwischen fehlt. Fast in die gleiche Kerbe haut das folgende „Living Sacrifice“, welches allerdings von einem ruhigen Mittelpart unterbrochen wird. „Execution Style“ irritiert mich bei jedem Durchlauf, weil der Song klingt als wäre er auf „Chaos A.D.“ vergessen worden – hält locker die Klasse von Songs wie „Refuse / Resist“! Sehr geil. Ebenfalls flott ist auch das folgende „Defeat U“, bei dem Max sich die Seele aus dem Leib brüllt und vor allem das Drumming hervorragend gefällt. Nach den beiden 2-Minuten-Krachern knackt das sehr eingängige Groovemonster „Mars“ wieder die 5-Minuten-Grenze, wobei der Song nach knapp der Hälfte sich in ein Instrumental verwandelt, welches sehr ruhig vor sich hin plätschert. Anfangs ebenfalls als typischer Cavalera-Kracher beginnend, gibt`s bei „I Believe“ nur bei den Refrains ein kurzes akustisches Zwischenspiel, bevor Soulfly es wieder ordentlich krachen lassen – durch diese Wechseldynamik pulsiert der Song richtiggehend und zählt klar zu meinen Favoriten, lediglich der wiederum akustische Part am Ende hätte nicht zwingend sein müssen. Richtig schräg wird`s dann bei „Moses“, welches Cavalera mit einer serbischen Band aufgenommen hat und das eine Mischung aus Reggae und typischen Soulfly-Elementen darstellt. Gewöhnungsbedürftig, aber spätestens wenn Max Cavalera die Post abgehen lässt eine wirkliche Klassenummer! Etwas geradliniger ist das schon fast punkige „Born Again Anarchist“, wobei auch hier einige Tribal-Elemente nicht fehlen dürfen. Im Gegensatz dazu wird „Porrada“ von Flamenco-Gitarren eröffnet, verwandelt sich aber plötzlich in eine derbe Crust-Nummer, die herrlich dreckig klingt, um plötzlich in eine mit Sprachsamples versehene Nummer über zu gehen, um dann plötzlich wieder mit Karnevalsrhythmen aufzuwarten. Als Tribut an vorangegangene Touren mit Helmet haben Soulfly dann „In The Meantime“ auf ihre Art interpretiert und gönnen dem Hörer sowas wie eine kleine Auszeit, bevor es dann beim obligatorischen Instrumental „Soulfly IV“ noch mal sehr ruhig und entspannt wird – starke Nummer mit genialer Melodie. Das abschließende „Wings“ kann dann mit der betörenden Stimme von Asha Rabouin aufwarten und ist ein interessantes Akustikstück – spätestens wenn plötzlich mexikanisch klingende Blasmusik ertönt!

Max Cavalera hat mit dem vierten Soulfly-Album wieder ein Album ohne Grenzen aufgenommen, welches von Hart bis Zart wirklich alles zu bieten hat. Einziger Kritikpunkt sind manche Parts, die klingen als hätte man sie nicht wegwerfen wollen und deshalb an irgendwelche Songs „angestückelt“ – wie bei „Mars“ oder „Wings“. Aber wer ein Soulfly-Album kauft, der dürfte sich sowieso im Klaren sein, dass Grenzen für Max Cavalera nur existieren um gebrochen zu werden. Wer darüber hinwegsehen kann, der sollte sich ein starkes Album wie „Prophecy“ keinesfalls entgehen lassen!


Das Album kommt übrigens einmal als reguläre CD und als limitierte Edition mit sechs Bonustracks auf den Markt.

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