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Zur Meinung von Amazon

Konzert Review: SIX FEET UNDER, FLESHCRAWL, CRIMINAL; Engelsdorf, Hellraiser; 29.02.2004

Veröffentlicht am Freitag 05 März 2004 12:25:24 von zombie_gecko
phpnuke.gifSix Feet Under und Fleshcrawl versprachen einen feinen Konzertabend. War es dann auch, bis ein Typ darum bettelte ihm den Dr. Martens-Beat zu spielen...











Nach x-mal verfahren fanden wir schließlich das Hellraiser, löhnten unsere 18 Euro Eintritt, und dann hieß es erst mal freuen: Shirts 15 Euro, Longsleeves 20, CD`s 10 – 15 Euro, Bier 2 Euro (in der Flasche!), Currywurst1,50 (ordentliche Portion) – es geht also noch zu vernünftigen Preisen. Zehn Minuten später begannen dann auch schon CRIMINAL – und eine ziemlich lange halbe Stunde! Zwar war die Band scheinbar ganz gut aufgelegt (mal abgesehen vom Basser, der wahrscheinlich vor der Show mit Chris Barnes gekifft hatte und ziemlich angeschlagen wirkte), aber mit stumpfen Thrashcore mit völlig deplaziert wirkenden Keyboard-Einsätzen konnte man nicht mehr als vereinzelten Höflichkeitsapplaus einfahren. Erstens war der Sound zwar klar, aber der Bass viel zu laut; der Keyboarder durfte 2 – 3 mal pro Song eine Standardtastenkombination drücken (mehr oder weniger passend, System nicht erkennbar), die dann ein paar Sekunden versuchte, so was wie Atmosphäre zu schaffen, während der Sänger ziemlich eintönig ins Mikro röhrte. Schnellere Songs wie „Consumed“ zeigten dann, was Criminal eigentlich ganz gut können, aber leider zu selten tun. Unter anderem spielte man noch „Cry“, „Deconstruction“, „Slave Master“ und das in der Muttersprache der Chilenen gesungene „El Azote“, welches dann sogar ganz cool wirkte, weil flott heruntergebrettert – wobei der Gesang mich irgendwie an Konstantin Wecker erinnerte... Als Anheizer ganz ok, aber eine große Zukunft sage ich dem Quintett nicht voraus!

Wie man es besser macht, zeigten nach einer etwa halbstündigen Umbaupause FLESHCRAWL! In der inzwischen deutlich besser gefüllten Halle flogen schon nach den ersten Takten die Haare, und spätestens mit „As Blood Rains From The Sky“ hatte man das Publikum vollends überzeugt. Die Band nutzte den vorhandenen Platz zu diversen Platzwechseln, freute sich diebisch über die Reaktionen und bangten beinahe permanent. Auch die Songs vom neuen Album wie „Flesh Bloody Flesh“, „Death I Fire“ oder „Beneath A Dying Sun“ kamen gut an - da müssen sich Dismember in Zukunft ziemlich anstrengen! „Under Dependant Of Death“ widmete man dann “allen Death Metal-Fans und Death metal-Bands, die die Fahne des Death Metal hochgehalten haben”, bevor man mit “Made Of Flesh“ und “Depends Of The Dead“ noch zwei neue Songs zum besten gab. Nach ca 40 Minuten und dem abschließenden „Rotten“ war dann leider ohne die lautstark geforderte Zugabe Schicht im Schacht. Geile Show, guter Sound – so soll es sein! Immer wieder gerne! Den Jungs wäre mal eine Headliner-Tour zu wünschen!

Nach einer weiteren halben Stunde Umbaupause machten gegen 22:00 Uhr SIX FEET UNDER klar, wegen wem die ca. 400 Leute gekomen waren: sofort flog vor der Bühne die Kuh und diverse Diver, bildete sich ein ordentlicher Moshpit und zu Songs wie dem eröffnenden „Victim Of The Paranoid“ wurde heftigst gebangt und Frontkiffer Chris Barnes abgefeiert. Der Rest der SFU-Belegschaft ließ zwar auch die Haare fliegen, hatte aber gerade mal den Aktionsradius eines Bierdeckels. Umso agiler nutzte Chris Barnes allerdings den Platz, grinste von einem Ohr zum anderen und feuerte das Publikum an, bei Songs wie „Murdererd In The Basement“ oder „The Enemy Inside“ alles zu geben. Der Sound war wiederum top, und die Band bereitete Rastamann Barnes einen heftigst groovenden und präzise gespielten Teppich für seine Grunzorgien. Machte tierisch Spaß, sogar Material vom schwächeren „True Carnage“-Album („The Day The Dead Walked“) machte ordentlich Spaß – bis plötzlich jemand versuchte mir meinen Notizzettel weg zu nehmen. Der entpuppte sich als ungepflegtes und stinkendes Etwas, das seinen Promillerpegel schon bis zum Verlust der Muttersprache hochgeschraubt hatte. Darauf war es wohl zurück zu führen, das auch mehrfache verbale Verwarnungen nicht ankamen und ein paar Schubser nicht halfen, dem Typen klar zu machen, dass er sich schleichen soll. Der eigentliche Fehler war dann, meine Begleitung anzugrapschen. Daraufhin gab`s die finale Warnung, das es demnächst wehtun könnte. Als Don Promillo dann einen erneuten Versuch startete, seine ungewaschenen Finger in unsere Nähe zu bewegen, gab`s von meiner Begleitung einen Griff an den Hals mit ordentlichem Schubser, und als auch das nicht half, erfolgte eine kleine Hilfestellung beim Hinlegen meinerseits mit anschließendem Livekonzert meiner Stiefel. Hallo Arschloch, falls Du das liest: bedank dich bei den Typen die mich weggezogen haben das du deine vergammelten Zähne noch hast! Statt froh zu sein so glimpflich davongekommen zu sein, hielt er am Boden liegend noch die Füße meiner Begleitung fest, was ihm dann auch noch von ihr einen Fußtritt bescherte. Den Rest des Konzertes wankte der Typ dann hinter uns herum, wodurch ich mich darauf konzentrierte, ihn im Auge zu behalten und somit nicht mehr viel vom Konzert mitbekam. Als der Idiot dann zehn Minuten später noch mal auftauchte, verpasste ich ihm diesmal ohne Warnung eine Freiflug in einem halben Meter Höhe und beförderte mit einem gepflegten Tritt in den Moshpit. Das reichte wohl dann, um ihn auf Abstand zu halten, so dass ich wenigstens noch das abschließende „Hacked To Pieces“ in dem drei Songs umfassenden Zugabenblock mitbekam. Meinen Lieblingssong „Revenge Of The Zombie“ (hätte ja prima gepasst...) spielte man leider nicht, trotz allem war es auch von Six Feet Under eine coole Show mit gutem Sound!

Fazit: zwei sehr gute Bands den ganzen Abend guter Sound, gute Preise – gute Besserung!


Anm: Der Rest der Bilder ist aufgrund des Gedränges leider nix geworden...

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