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Sonstige Festivals: Ruhrpott Punk Superbowl mit The Exploited - Lokalmatadore

Veröffentlicht am Montag 14 April 2003 11:20:06 von madrebel
phpnuke.gifEssen 2003. Ganz Deutschland ist vom Kommerz und musikalischen Ausverkauf beseelt, ganz Deutschland ? Jawoll, denn ein Eintrittspreis von 20€ für ein Punkrockfestival ist mehr als nur Kommerz....

Ruhrpott Punk Superbowl !!!

mit The Exploited, Lokalmatadore Rantanplan, Dritte Wahl, The Generators, Backslide, The Heartaches

Essen JZ Papestrasse 12.04.2003


Essen 2003. Ganz Deutschland ist vom Kommerz und musikalischen Ausverkauf beseelt, ganz Deutschland ? Jawoll, denn ein Eintrittspreis von 20€ für ein Punkrockfestival ist mehr als nur Kommerz. Das ist Abzocke, wie sie nicht schlimmer sein kann. Trotzdem liessen sich ca.800 Anwesende nicht beirren dort hinzugehen und die Mischung des Publikums war sehr bizarr, Asis, Punks, Skins, Metaller, Psychos, alles war dabei und es verwunderte mich, das soviel Jungvolk anwesend war. Die Musik scheint also doch noch sehr viel Reiz auf die Leute auszuüben.

Nun, nach einem längeren Einlass war esdann endlich soweit.
Drin war man.
Leider verpasste ich „Backslide“ die schon ziemlich früh gespielt hatten, aber da war anscheinend auch noch nichts los. Genauso wie bei den nachfolgenden „Heartaches“. Schade eigentlich. Netter melodiöser und gut gespielter Punkrock, der zu überzeugen wusste.

„Jetzt kam dann das erste Highlight mit „Dritte Wahl“ aus Rostock. Und eine der wohl besten Punkbands des Landes schafften es mühelos, die Menge zum kochen zu bringen. Der Dreier hatte allerdings auch verdammt gute Spiellaune. Leider war der Sound stockmiserabel, was dem Auftritt einen kleinen Wermutstropfen verpasste.
Die Songs waren allesmt sehr gut gewählt. Ob es „Amerika“ , „Totale Überwachung“ oder die megageil runtergezockte Fassung der Resolution von Bertolt Brecht. War das geil. Die ganze Halle war am mitsingen und pogen wie die wilden und auch der Schreiber fand sich im Pit wieder.
Leider war nach einer knappen Stunde alles vorbei. Doch man ließ sich noch für 2 Zugaben erweichen. Einmal „Liebeslied“ von den Toten Hosen und „Highway to Hell“ von AC/DC. Kam klasse,

Die nachfolgenden „Rantanplan“ schenkte ich mir dann. Eine Band , die wie der dusselige Hund von Lucky Luke heißt, kann ja nichts taugen, was auch von vielen anderen bestätigt wurde.

Die nun folgenden „Lokalmatadore“ erwiesen ihrem Namen alle Ehre und gingen von Anfang an, mit ihrem Assel Oi Punk richtig gut ab. Ob es Klassiker wie „Barbara“, Erika“, „Fussball, Ficken, Alkohol“ oder auch eben das megaprollige, aber verdammt witzige „Pilleman, Fotze , Arsch“ waren, was in einer gut tanzbaren Ska-Version gespielt wurde. Es war megaspassig und dazu war der Sound absolut klasse. Nebenbei erwähnt, daß die Jungs spielerisch verdammt professionell agierten, es aber gleichzeitig immer spontan wirkte. Dazu hatten die Burschen auf der Bühne verdammt viel Spaß. Ganz genau wie die Mob vor der Bühne. Es ging ziemlich gut zur Sache.
Leider war auch hier nach einer Stunde Schicht im Schacht, aber man brauchte ja noch letzte Reserven für den Headliner.

Und was „The Exploited“ ablieferten war dann der absolute Hammer. Die Schotten knallten von Anfang an eine Granate nach der anderen in die tobende Meute und ließen im JZ Papestrasse keinen Stein mehr stehen .
Der Schwerpunkt lag natürlich auf dem neuen Album, wovon man „Holidays in the Sun“, Fuck the Sytem“ oder auch Fucking Liar“ spielte. Doch wurden auch Klassiker wie „UK 82“, „Fuck the USA“ und das megageile „Troops of Tomorrow“ gespielt. Es war der absolute Wahnsinn. Wattie war allerdings auch richtig gut drauf und hatte echt das sprichwörtliche Rote in den Augen. Dazu habe ich seit Ewigkeiten keinen so brutalen Pogopit mehr erlebt wie an diesem Abend. Ich habe immer noch überall blaue Flecken, aber die waren es wert. Ein absolut geiles Konzert, wie man es sooft nicht mehr erlebt. Hat sich durchaus gelohnt.

Fazit: Ein cooles Konzert zu einem verdammt überteuerten Preis. Jedoch waren die Merchandise Preise mehr als fair. 13€ für ein Shirt sind okay, besonders wenn ,man bedent das selbige von „Fruit of the Loom“ sind. Also eben Topqualität Bierpreise von 1,50€ für 0,4 waren auch okay. Also, war schon nicht verkehrt ansonsten.

Madrebel


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