Artikel Bewertung

Punkte im Schnitt: 0
Stimmen: 0

Bewerten Sie doch diesen Artikel:

star_yellow.png
star_yellow.pngstar_yellow.png
star_yellow.pngstar_yellow.pngstar_yellow.png
star_yellow.pngstar_yellow.pngstar_yellow.pngstar_yellow.png
star_yellow.pngstar_yellow.pngstar_yellow.pngstar_yellow.pngstar_yellow.png


Suche

Ihre Suchbegriffe:
Verknüpfung der Suchbegriffe:

Zur Meinung von Amazon

Sonstige Festivals: Rock Hard Festival 2011

Bisher keine Wertungen

Veröffentlicht am Freitag 29 Juli 2011 20:52:37 von madrebel
phpnuke.gif

Rock_Hard_Festival_2011.jpg

Rock Hard Festival 2011

Meine Güte. Ist schon wieder Pfingsten? Schon wieder ein Jahr vorüber? Schon wieder nichts besseres zu tun, als nach Gelsenkirchen zu fahren? Ja, da freut sich doch das Metallerherz und ein ausverkauftes Amphitheater an diesem Wochenende spricht wahrlich Bände.
Und trotz des durchwachsenen Wochenendwetters hatten die Leute massenhaft Spaß. Kein Wunder, war ja auch mal ein megageiles Line-Up.

Und selbiges begann mit einem sehr coolen Gig der Wuppertaler Altthrasher „Contradiction“. Die Jungs sind ja schon ewig in der Szene aktiv und haben schon mit recht vielen Szenegrößen die Bühnen der Republik geteilt. So war es nur folgerichtig, den Jungs mal eine Einladung zukommen zu lassen. Und die Jungs schienen echt Spaß zu haben. Spielfreude ohne Ende, Partylaune bei den Jungs und eine halbe Stunde gerockt. Was will der Metaller denn mehr?

Aufgrund des Regens schenkte ich mir dann die Jungs von „Procession“, die aber wohl ganz gut gewesen sein sollen.

Die Berliner Jungs von „Postmortem“ brauchten zwar eine Weile, um mit ihren kultig rumpeligen Old School Death anzukommen, aber als der Funke rübergesprungen war, gab es eine richtig schöne energiegeladene Show, die einfach gut nach vorne losging. Das Publikum hatte richtig Spaß was die Band richtig erfreute. Dementsprechend gingen die Friedrichshainer so richtig ab und rissen das Publikum mit. Gute Show.

Die Iren „Primordial“ sind ja schon länger eine Band, die entweder geliebt oder auch gehasst wird. Nichtsdestotrotz sind die Jungs musikalisch aber auch verdammt gut dabei und liefern immer wieder großartige Alben ab. Dementsprechend durfte der geneigte Fan gespannt sein, was die Jungs so ablieferten. Und es konnte sich keiner beschweren. Toller Sound, super Atmosphäre und der Fronter mit reichlich Kunstblut im Gesicht. Was will man mehr? Und die Mischung aus alten und neuen Nummern klappte richtig gut. Und bei Songs wie „Rome is burning“ und „Empire Falls“ kann echt nicht viel falsch gemacht werden.

Die Stimmung aufrecht zu erhalten, war danach die Aufgabe von „Enslaved“. Und auch wenn es schwierig wurde, was auch am mittlerweile gutem Wetter lag, der Band gelang es durchaus gute Stimmung zu erzeugen. Die Jungs lieferten nämlich eine tolle ruppige und energiegeladene Show, die beeindruckte. Und zusätzlich gab mit dem „Immigrant Song“ noch einen schönen Tribut an „Led Zeppelin“. So was sorgt natürlich für eine gute Stimmung und die Fans waren recht angetan, von dem was auf der Bühne geschah. Gute Show.

Danach wurde es legendär. Denn die schweizerischen „Tryptikon“ betraten die Bühne und schickten sich an, eine wirklich legendäre Show zu liefern, die nicht nur die Songs der derzeitigen Band beinhaltete, sondern auch „Celtic Frost“ und „Hellhammer“ berücksichtigte. Und so gab es eine wirklich beeindruckende und extrem doomige Fassung von „Procreation of the Wicked“, die sehr gut ankam. Zusätzlich waren die Eigensongs richtig klasse und brachten eine sehr schöne und düstere Stimmung. Leider musste ich nach der Hälfte des Auftritts gehen, da ich es jemanden versprochen hatte. Aber was bis zu dem Zeitpunkt zu sehen war, lohnte sich.

So endete der erste Tag. Doch es gab ja noch zwei weitere, mit reichlich guten Bands.

Und der Samstag begann für mich mit den deutschen Thrashern von „Disbelief“, die einen wirklich guten Tag erwischt hatten. Guter Sound, sehr druckvoll und die Band gab sich richtig musikalisch brutal und kompromisslos auf der Bühne. Kam natürlich sehr geil und so waren die Jungs schon mal ein guter Wachmacher.
Die schwedischen Rocker von „Bullet“ mögen zwar alles andere als originell sein, aber was sie machen, machen sie verdammt gut. Und so lieferten die Jungs eine richtig schöne energiegeladene dreckige Rockshow, die echt Laune machte.

Manche Reunions sind sinnlos wie ein Kropf, manche sind okay und andere sind mal wirklich der absolute Bringer. Insbesondere wenn man sich die alte Ruhrpotttodesbleilegende „Morgoth“ anschaut. Denn die Jungs kamen, sahen und siegten. Und das auf ganzer Linie. Die Songauswahl ging quer durch die Bandgeschichte. Es wurde kaum was vergessen. Die ganze Band lifetere eine unglaublich geile Liveperformance ab und auch wenn es dem Fronter anzumerken ist, dass er mittlerweile andere Musik macht. Er hatte unglaublich Spaß in den Backen und das Publikum tobte. Ein wirklich guter Auftritt.

Leider verpasste ich wegen Regens und verquatschen die Band „Amorphis“. Aber die schienen trotz extremen Regenfalls, recht gut gewesen zu sein.

Im Frühjahr kündigten „Iced Earth“ an, das ihr langjähriger Frontmann endgültig die Segel bei den Jungs streichen wird, aber dieses Jahr nochmal auf Abschiedstournee gehen wird um dann mit einem neuen Sänger weiter zu machen. Und was die Band da auf der Bühne trieb, überstieg noch den großartigen Auftritt aus dem Jahr 2008. Die Band machte so dermaßen geile Stimmung, dass trotz des immer stärker werdenden Regens kaum einer das Amphitheater verließ. Und die dort anwesenden sahen eine richtig fette Show, die eines Headliners wirklich würdig war. Hier passte alles. Stimmung, Songauswahl, Licht, Ton, alles absolut perfekt. Und selbst diejenigen, die mit der Band nicht soviel anfangen können, mussten neidlos anerkennen, dass hier wirkliche eine ganz große Metalshow abgeliefert wurde. Es wird schwer werden, sich die Band ohne Matt Barlow vorzustellen. Aber wenn sie so in Erinnerung bleibt, hat sie alles richtig gemacht. Das war mal eine echt denkwürdige Show.

Somit endete auch der Samstag und es war ein wirklich schöner, wenn auch verregneter Tag.

Etwas später begann der Sonntag dann mit den Koblenzer Urgesteinen „Metal Inquisitor“. Fronter El Rojo trägt mittlerweile einen modischen Glatzenhaarschnitt, aber sonst ist er genauso drauf, die eh und je. Voll guter Laune, immer bereit für Schabernack und einem breiten grinsen. Der Gig wirkt grundsolide, traditionell und auch wenn er klischeebeladen war, so wirkte er nie peinlich. Die Publikumsreaktionen waren auf jeden Fall positiv.

Dass das Rock Hard Festival immer wieder einige Leckerchen parat hält, ist nichts neues. Und so pilgerten zig hundert Nasen zu einem der recht raren Gigs von „Anacrusis“. Und auch wenn der sehr technisch verfrickelte Prog/Thrash der Amerikaner nicht unbedingt leicht verdaulich und auch gewöhnungsbedürftig ist. Sie lieferten einen echt guten Auftritt, der insbesondere die absoluten Freaks begeisterte. Nicht schlecht, was die Band lieferte.

Ein kurzer Blick zu „Vicious Rumors“. Ja, ganz nette Show, aber irgendwie auch tausend Mal gesehen und auch nicht sonderlich prickelnd. Trotzdem ließen die Fans es sich nicht nehmen, die Jungs so richtig abzufeiern. Für die Hardcorefans war das richtig geil. Der Rest verschwand lieber an der Bierbude.

 Manchmal ist der Co-Headliner die Band des Abends. Und so lieferten „Overkill“ eine Show, die einfach nur das Prädikat „Energiegeladen“ verdient hat. Und die Jungs hatten echt eine Spielfreude, die ihresgleichen suchte. Bobby Blitz ging einfach nur gut ab, D.D.Verni zauberte an den Saiten großartige Riffs und die Setlist ließ keine Wünsche offen. Hits ohne Ende, Klassiker um Klassiker und dabei den Willen, die Nackenmuskulatur der Fans richtig schön zu malträtieren. Und demzufolge gab es ohne Ende Moshpits, Crowdsurfer. Dazu werden mit „Skullcrusher“ und „Death Rider“, zwei ganz selten gespielte Klassiker zum besten gegeben.Dazu noch „Rotten to the Core“ , „Bring me the Night“ und das obigatorische „In Union we stand“. Metallerherz, was willst du mehr? Und als dann nach 70 Minuten der Vorhang fiel, war der Tagessieger wohl klar.

In der Zwischenzeit gab es dann noch die Preisverleihung im Karaokewettbewerb, welche der elfjährige Paul mit seiner beeindruckenden „Fear of the dark“-Interpretation durchaus zu Recht gewann. Hoffentlich bleibt der Junge am Ball. Aus dem könnte was werden.

Das Festival neigte sich dem Ende zu und endlich war es soweit. Die Redaktion hatte schließlich Jahre dafür gekämpft und endlich kamen sie.
Direkt aus New Orleans kamen „Down“ auf die Bühne und zeigten dem Publikum direkt, wo der Hammer hängt. Und die Band hatte echt Lust eine tolle Show hinzulegen. Geile alles zertrümmernde Riffs, fetter Drumsound, tolle Lichtshow und über allen thront die gewaltige schräge und mittlerweile doch recht disharmonische Stimme von Phil Anselmo. Selbiger war nicht aufzuhalten,m lobte während der Songs die Arena als eine der geilsten Plätze, wo er je spielen durfte, erzählte kauzige Geschichten und prollte herrlich sympathisch durch das Amphitheater. Das ging natürlich auf Kosten der Spielzeit und man hätte da durchaus den einen oder anderen Song mehr spielen können. Aber sei´s  drum. Das tat der guten Stimmung keinen Abbruch und so gab es mit „Pillars of Eternity“ , „Lifer“ oder „New Orleans is a dying Whore“ ein paar richtig geile Knaller vor den Latz. Dazu passte perfekt der leicht düstere Abendhimmel, der eine wirklich gute Kulisse für den Gig bot.
Und dann ging es auch schon mit „Bury me in Smoke“ dem Ende entgegen. Selbige Nummer wurde wieder nach allen Regeln der Kunst zelebriert und und erzeugte so ziemlich bei jedem anwesenden einen echten Gänsehautmoment.
Damit war dann auch die 2011er Auflage des Festivals beendet und hinterließ ein durch und durch zufriedenes Publikum.
 
Dazu passte, das die Security wie jedes Jahr fair, freundlich und immer hilfsbereit war. Die Sanitäreinrichtungen waren einfach top. Die Preisgestaltung an den Essensständen durchaus passabel, nur leider war das Bier nicht mehr so günstig, wie in den Jahren davor. Die Servicekräfte dort waren allerdings in der Regel immer sehr fix und freundlich. Also ein alles in allem nahezu perfektes Festival. Nur das miserable Wetter störte ein wenig. Aber dafür kann nun echt niemand etwas.

Fazit: Die Rock Hard Redaktion hat es mal wieder geschafft, ein wirklich gutes und in jeder Hinsicht fanfreundliches Festival auf die Beine zu stellen.  Dafür vielen herzlichen Dank und bis zum nächsten Jahr.

 


Kommentare zu diesem Artikel
Zur Zeit sind noch keine Kommentare vorhanden, Sie können der Erste sein.
Schreibe jetzt einen weiteren Kommentar!