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Sonstige Festivals: Rock Hard Festival 2004

Veröffentlicht am Mittwoch 02 Juni 2004 15:57:45 von madrebel
phpnuke.gifNach den grandiosen Reaktionen zum letztjährigen Jubiläumsfestival,welches eigentlich nur als einmalige Party gedacht war, entschloß sich die Redaktion des Rock Hard dazu eine Neuauflage zu starten. Und ca. 7000 Besucher folgtem dem metallenem Ruf.
Rock Hard Festival 2004


Gelsenkirchen Horst Amphitheater


Nach den grandiosen Reaktionen zum letztjährigen Jubiläumsfestival,welches eigentlich nur als einmalige Party gedacht war, entschloß sich die Redaktion des Rock Hard dazu eine Neuauflage zu starten. Und ca. 7000 Besucher folgtem dem metallenem Ruf.

Samstag 29.05. 2004
Endlich ging es los und nach einer 40miütigen ruhigen Autofahrt, erreichten wir auch das Gelände.
Leider verpasste ich „Thunderstorm“, die das Wochenende eröffneten, aber Augenzeugenberichten waren die Jungs auch nicht wirklich der Knaller.
Die erste Band die ich zu Gesicht bekam waren „Dead Soul Tribe“, die aus den legendären „Psychotic Waltz“ hervorgegangen waren. Die Publikumsreaktionen waren arg gemischt und tendierten bei den meisten eher in Desinteresse. Nun, die Musik war an sich gar nicht schlecht, aber irgendwie etwas langweilig.
Die nachfolgenden Black Metaller „Naglfar“ konnten danach aber das Publikum schon eher aus der Reserve locken. Mit dem sehr thrashig beeinflussten Black Metal, hatten sie rasch viele Headbanger auf ihrer Seite und knallten denen ein echtes Brett vor den Latz. Kam schon recht geil für diese frühe Zeit.
Schweden rockt. Das diese Aussage nicht nur aus leeren Phrasen besteht, bewiesen „Gluecifer“, die trotz statischem Auftretens durchaus die Bühne rockten. Zwar hat man das, was die Jungs dort zockten schon öfters gehört und auch durchaus besser, aber der Schwedenfünfer verstand es doch zu rocken. Nicht mehr und nicht weniger.
Jetzt wurde es aber zum allerersten Mal wirklich Zeit für den Schlag mit der groben Kelle. Die deutschen Thrashveteranen „Destruction“ schafften es als allererste, die Menge in einen rasenden Mob zu verwandeln. Was bei dem Songmaterial auch kein Problem darstellte. Nun, klar spielte man hauptsächlich das Standardprogramm, aber was anderes hatte auch niemand ernsthaft erwartet. Und Songs wie „Mad Butcher“, „Metal Discharge“ oder „Thrash Till Death“ sind nun mal Garanten für wilde Moshorgien. War mal ein echt guter Auftritt der süddeutschen Chaoten.
Das in der Schweiz nicht nur Ricola existiert, sondern auch richtige geiler Rock, zeigten nach längerer Zeit „Krokus“, die im letzten Jahr ein grandioses Comeback hinlegten. Nur habe ich davon nichts mitbekommen. Wie dem auch sei. Die 5 Schweizer begeisterten vor allen Dingen die ältere Garde und wurden von selbigen auch dementsprechend abgefeiert. Den einzigen Song den ich da kannte war „Eat the Rich“ und der kam klasse. War ein guter Auftritt und ich sollte mir doch wohl mal was von den Jungs besorgen.
Was daraufhin folgte war ein echter Orkan. „Exodus“ enterten die Bühne und machten von Anfang an klar, das man hier keine Kompromisse machte. Die alten Recken schlugen einem mit einer solchen Wucht in die Fresse, das war schon nicht mehr feierlich. Dazu kam eine exzellente Spielfreude und dies übertrug sich rasch auf das Publikum. Wildes Gemoshe, Gehüpfe, extremes Headbanging, kleine Circle Pits. Und es wurde wirklich nich an geilen Songs gespart. „Piranha“, „Bounded by Blood“, bei einigen wohl eher „Bounded by Beer“ *g*, Toxic Waltz“, wo es richtig zur Sache ging, oder auch „War is my Shepherd“ vom aktuellen Album. Steve Souza und die restlichen 4 Chaoten gingen echt ab wie Schmidt´s Katz und waren für viele nicht nur das Highlight, sondern auch die beste Band des ganzen Festivals. Dem kann ich mich nur anschließen. Hammergeiler Auftritt.
Tja, jetzt gab es erst mal eine Verschnaufpause, die im Hintergrund von „Gamma Ray“ musikalisch untermalt wurde. Und es war langweilig. Einfach nur zum einschlafen. Nicht das die Hanseaten eine schlechte Band sind, im Gegenteil. Aber es war irgendwie nicht wirklich der beste Auftritt von denen. Nichts halbes und nichts ganzes. Ganz schnell vergessen.
Jetzt wurde es noch einmal Zeit die letzten Energiereserven anzuzapfen. Denn es wurde Zeit für eine zünftige Tanzorgie. Die Mittelalterrocker „In Extremo“ schlossen den heutigen Abend ab und schenkten einem ein wahres Potpourri an guten Songs. Die Stimmung kam noch einmal zu einem Höhepunkt und bei dem sympathisch professionellen auftreten der Berliner war das auch kein Problem.
Die Songauswahl war zwar vorhersehbar, aber was soll´s ? Zwischenzeitlich kam 2 Fans auf die Bühne, wovon die eine blonde so dicht war, das sie den Text nicht kannte und sich da auch irgendwie verloren vorkam. Ging also wieder rasch in´s Publikum für sie. Übrigens war der Sound hier echt mal allererste Sahne, aber das kann man ja wohl auch erwarten. Eine nette Pyroshow gab es auch, aber leider wurde auf eigene Feuerspuckerei verzichtet. Schade, aber vielleicht durften die Jungs das nicht. Auf jeden Fall war es mal wieder ein schönes Wiedersehen mit den Berlinern.
Nach diesem ersten anstrengenden, aber auch musikalisch erstklassigen Tag ging es noch mal zur Bierbude um den Tag langsam ausklingen zu lassen.

Sonntag 30.05.2004
Nachdem man sich bei einem typischen Festivalfrühstück, Kaffee, Brötchen, Pizza, Bier, gestärkt hatte, ging es schon mit der ersten Truppe los. Gegen halb 11 betraten "Seng Fu" die Bühne. Nunja, wie ein Kumpel passend bemerkte, die klingen nach Korn für Arme ohne Beine. Nothing more to say.
Aber die echte Eröffnungsband kam jetzt auf die Bühne. Die deutschen Undergroundgötter „Desaster“ erklommen die Bühne und starteten den Tag mit einem wahren Donnerschlag. Der Koblenzer Vierer hatte von Anfang an die gute Laue für sich gepachtet und knüppelte ohne Ende geile Nummern in die hungrige Meute. Dazu wurde genialst gepost. Insbesondere Infernal setzte dem die Krone auf. Aber auch Odin und Sataniac spielten da ganz gut mit. Tormentor knüppelte mal wieder alles in Grund und Boden.
Die Songauswahl war auch vom feinsten. Ob „Metalized Blood“, „Sacrilege“, Teutonic Steel“, “Divine Blasphemies” oder auch der neue Song, der schon einiges erwarten lässt. Hier wurden keine Gefangenen gemacht. War ein wirklich guter Griff, die Hellbangers den Tag eröffnen zu lassen, auch wenn der Koblenzvierer keine so gute Festivalband ist. Zum Abschluss holze man noch eben „Troops of Doom“ aus den Boxen. Das war es dann. Guter Gig.
Nun wurde es Zeit für ein wenig Prog/Detah Metal. „Into Eternity“ wurden von vielen erwartet und erfüllten eben auch die Erwartungen der fans. Mir gab der verspielt frickelige Death Metal der Kanadier zwar nichts, aber sie waren trotzdem gar nicht schlecht. Scheint aber in einem Club besser zu kommen.
„Illdisposed“ kamen danach und spielten einen verdammt fetten rockigen Gig. Dazu kamen vollkommen grenzdebile Ansagen des Sängers, die mehr als nur genial waren. „Haben unseren Roadie verloren...“, „Wir sind die dummen Dänen“, etc. War schon geil das ganze. Coole Band.
“Pink Cream 69” bedienten danach eine komplett andere Klientel. Wahrlich keine schlechte Band und auch der Sänger hatte einiges drauf, aber irgendwie war das verdammt bieder. Nunja, wer´s mag. Ich fand es okay, insbesondere weil vieles vom neuen Album gespielt wurde und das Album ist echt klasse. „Keep your Eye on the Twisted“ war dann das Ende des Auftritts. Insgesamt war es aber nicht schlecht.
„Metal Church“ waren danach aber eine komplett andere Welt. Supergeile Songs, unter anderem „Metal Church“ und „The Dark“, „Gods of Wrath“ oder auch „Watch the Children play“. Dazu 3 neue Songs vom in Kürze erscheinenden Album. Die Fans waren begeistert und zugegeben. Die Jungs waren mit eine der besten Bands des Festivals. Cooler Auftritt.
„Dark Tranquility“ waren mit ihrem Göteborgsound leider nicht so mein Fall, aber schlecht war das nicht, was die Schweden da gespielt haben. Die anwesenden Fans waren auf jeden Fall begeistert. Und zugegeben. Ich fand es zum Ende hin nicht schlecht. Hat Spaß gemacht den Jungs zuzuhören.
Nun wurde es mal wieder Zeit für etwas lokales. „Rage“ betraten die Bühne und rockten von Anfang an die Bühne. Leider war man bei der Songauswahl nicht sehr fantasievoll, denn man spielte das gleiche wie auf der Tour und für Überraschungen schien es keine Zeit zu geben. Schade eigentlich. Diese Chance hätte man nutzen sollen. Sauer stießen mir eltztennedes die zwar beeindruckenden, aber vollkommen sinnlosen Soliselbstdarstellungen von Mike Terrana und Viktor Smolski auf. Topmusiker, gar keine Frage. Aber Soli bei einem derart kurzen Gig sind dann doch eine Unverschämtheit. Da hätte man den einen oder anderen Klassiker bringen können. Trotzdem, ein guter und unspektakulärer Auftritt.
„Stratovarius“ schenkte ich mir dann, abgesehen davon gab es eh keine Schlägerei zwischen Kotipelto und Tolkki und so sparte ich mir diese schwermetallische Schmierenkomödie und ging mit wichtigeren Personen Bier trinken.
Zum Abschluß gab es dann aber noch mal mit der groben Kelle. „Machine Head“ knallten einem noch mal so richtig eins vor die Fresse und ein Riesenhaufen Leute gingen noch mal so richtig schön ab. Kein Wunder. Songs wie „Ten Ton Hammer“, „Take my Scars“ oder das obergeile „The Blood, the Sweat, the Tears“, übrigens einer der besten Songs der Band taten dazu ein übriges. Die Publikumsreaktionen waren grandios und als dann zum Abschluß noch mal „Davidian“ gespielt wurde, war endgültig alles vorbei. Moshpits ohne Ende, ein Circle Pit, das sah klasse aus. Ein würdiger Headliner eines grandiosen Festivals.
Leider war dies auch das Ende dieses Festivals, aber es wird im Jahr 2005 eine Neuauflage geben. Ich bin auf jeden Fall wieder dabei.
Dazu muss man noch sagen, daß die Organisation klasse war, genug Toiletten, faire Getränkepreise, Merchandising war im Rahmen. Lediglich eine Videoleinwand wegen dem DFB-Pokalendspiel hätte man in den Biergarten stellen können. Ansonsten war es ein großartiges Wochenende in diesem wunderschönen Gelsenkirchener Amphitheater. Bis zum nächsten Jahr.

madrebel


Kommentare zu diesem Artikel
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Re: Rock Hard Festival 2004
warum wurde nicht vorher schon mal so provisorisch ne´n rundschreiben gestartet um noch ein paar leute mehr dahin zu locken?
ich wär auch gern gekommen!
dio
Re: Rock Hard Festival 2004
ist was drann wenn man bedenkt wie viel werbung die anderen festivals so machen, aber die haben natürlich noch ein grösseres interesse ordentlich zu verdienen ;-)