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Sonstige Festivals: Rage against Racism - 12.06.2004 - Duisburg JZ zur Mühle

Veröffentlicht am Dienstag 15 Juni 2004 13:05:38 von madrebel
phpnuke.gifSchon zum zweiten Mal veranstaltete die Jugendeinrichtung JZ zur Mühle das Rage against Racism Festival, was mit einem sehr gutem Line-Up, fairen Bierpreisen, freien Eintritt und einer sehr guten Sache lockte.













Rage against Racism – 12.06.2004 – Duisburg JZ zur Mühle


Schon zum zweiten Mal veranstaltete die Jugendeinrichtung JZ zur Mühle das Rage against Racism Festival, was mit einem sehr gutem Line-Up, fairen Bierpreisen, freien Eintritt und einer sehr guten Sache lockte.
Acht Bands hatte man geladen und da war für jeden was dabei. Dem Truemetaller, dem Thrasher, dem Krachfetischisten, dem versoffenem Punk und alle hatten Spaß. Zwischenzeitlich schaute auch mal die Nachbarschaft vorbei, besonders die etwas entsetzten Blicke der älteren Rentnerinnen waren dann doch äußerst drollig.
Den Anfang machten pünktlich um 3 die Metalpunks von Dynamite Kiss, die scheinbar einige Fans dabei hatten. Die Jungs waren echt klasse und machten gute Stimmung und insbesondere der Fronter schien viel Spaß zu haben. Irgendein Song hieß New Cock, der andere war die Klitoris von Gina Wild, sabber, lechz, lol. Auf jeden Fall rockten die 4 die Hütte und das war das wichtigste.

Mabus aus Düsseldorf legten danach ein cooles Todesbleibrett auf die Bretter und knüppelten sich gnadenlos durch ihr Set. Leider war die Stimmung nicht so gut wie beim Opener, aber das schien denen nichts auszumachen. Was sehr geil war, war das 50´s Rock Medley auf High Speed, inkl. Tutti Frutti und auch Nicotine, ein Lied über´s rauchen kam ganz gut. Haben Spaß gemacht.

Jetzt kamen die Sickos von Resurrected zum Zuge. Und das ganze klang eigentlich nur so: Grunz, gröl, urghs, argh, blööörgh, raaaah, uuuugh, aaaaaaaah. Also eben richtig netter Death/Grind. Der rothaarige Mann am Bass hatte wohl einen Clown gefressen, denn seine permanente Zungenraushängerei sprach dafür. Aber irgendwie war es doch lustig. Ich hatte zumindest meinen Spaß und die Band auch. Würde ich gerne mal wieder live sehen.

Synasthasia hatten dann wohl wirklich ihren eigen Fanclub dabei, denn soviel Leute rannten in den Shirts der Band da rum, das war fast, als wäre man bei Maiden oder so gelandet. Die Jungs spielten gar nicht mal so schlechten Power Metal, der richtig Laune machte. Spaß ohne Ende war wieder angesagt und den hatten da wirklich alle. Es wurde gemosht, friedlich gepogt. Es gab Crowdsurfer. Schön. Die Jungs gingen jedenfalls richtig ab und man sollte sie mal live gesehen haben. Tolle Band.

Guerilla kamen danach und hatten sich wohl auf dem Weg zum Gelände verfahren oder was auch immer. Zumindest gingen sie direkt vom Auto auf die Bühne und starteten ein wahres Feuerwerk. Von Anfang an gaben die Jungs Gas bis zum Anschlag und wohl jeder zweite anwesende moshte wie ein Berserker. Und die Jungs nahmen keine Sekunde die Füße vom Gas. Das rockte einfach. Der Basser glänzte auch wieder mal durch irre Grimassen, Sprünge in´s Publikum, aber auch der Fronter stand ihm in nichts nach. Zwischenzeitlich rannte er sogar mit Mikro durch´s Publikum und über die Wiese, wieder zurück auf die Bühne und weiter ging es. Ein Song brachte er im Duett mit Horn von Jack Slater und der Song machte wohl noch am meisten Spaß. Die Rebellen aus Köln haben mal wieder richtig Gaudi gemacht und sollten einige neue Fans gewonnen und viele andere sehr zufriedengestellt haben. Cooler Auftritt.

Jetzt wurde es etwas ruhiger. Die Fantasypowermetaller aus dem Sauerland, Orden Ogan, betraten die Bühne und nunja, spielten einen guten Set. Die CD gefiel mir ja sehr gut, aber live wirkte das etwas statisch. Das hielt jedoch 3 Vollspacken nicht davon ab, in übelster Weise einen Pogo zu veranstalten, der nur noch nervte. Der eine oder andere konnte sich gerade noch zurückhalten, nicht handgreiflich zu werden.
Orden Ogan spielten nebenbei trotzdem einen souveränen, aber irgendwie nicht überzeugenden Gig. Die Platte sollte man trotzdem mal antesten. Die ist nämlich wirklich gut. Tja, ansonsten, mal schauen wie sie das nächste Mal sind. Vielleicht hatte man auch nur einen schlechten Tag erwischt.

Nun wurde es wirklich klassisch. Heavy Metal der alten Teutonenschule gab es nun und Custard aus dem Pott machten diesbezüglich wirklich Stimmung. Kein Klischee wurde ausgelassen. Es wurde kein Klischee ausgelassen was Posing und Songs betraf. Alles erinnerte mich unwillkürlich an alte Helloween, Running Wild und Konsorten. Jedoch war das ganze nicht schlecht zum Party machen. Eben nichts besonderes und spektakuläres, aber es war spaßig. Besonders der Fronter spielte alles klischeemäßige durch, was es da gab. Musikalisch waren die Ruhrpöttler auch voll auf der Höhe und dem Publikum machte es auch einen Heidenspaß. Die Jungs kann man sich echt live gut geben. Lohnt sich.

Nun wurde es noch einmal zum Abschluss richtig laut. Night in Gales machten den Headliner und in etwas mehr als einer Stunde machte man noch mal den Rest der Meute endgültig platt. Der Gitarerro und der Basser von Guerilla hüpften noch mal über die Bühne und rockten nebenbei noch heftigst ab. Die Show der Niederrheiner machte auch ziemlich viel Spaß und verlangte dem anwesenden Headbangervolk noch einiges ab. Aber es lohnte sich zuzuschauen und mitzumachen. Ein guter Headliner und ein würdiger Abschluß für ein echt gutes Festival.

Fazit: Auch wenn ur 300 Leute da waren, was auf das durchwachsene Wetter zurückzuführen ist, war es ein lohnenswertes und unterstützenswertes Festival. Im nächsten Jahr soll es an selber Stelle auch wieder eine Neuauflage geben.
Achja, was Leute mit Burzum und Nargarotz Shirts da verloren haben weiß wohl niemand. Haben sich wohl verlaufen. Und Jungs und Mädels, das nächste Mal lasst euer eigenes Bier bitte daheim. Das Festival kostet nichts und da kann man sich auch dort verköstigen. Das wäre fair dem Veranstalter gegenüber.
Ansonsten, Daumen hoch. Nächstes Jahr gerne wieder.

madrebel


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