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Sonstige Festivals: PartySan 2008

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Veröffentlicht am Sonntag 19 Oktober 2008 15:35:27 von madrebel
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PartySan 2008 / Bad Berka

Nach dem stark überfüllten Wacken Open Air, war es eine Wohltat, sich auf das gemütliche und familiäre PartySan Open Air zu begeben, welches auch in diesem Jahr wieder mit einem hochkarätigen Line-Up aufwarten konnte.
Und im Gegensatz zum Vorjahr war auch das Wetter angenehm und man musste keine Angst haben, abzusaufen, wie im Jahr zuvor.

Nun, der Aufwärmabend begann für uns am Donnerstagabend mit einem grandiosen Auftritt von Dismember, die wir leider nur vom Auto aus sehen konnten, da wir leider erst gegen Mitternacht ankamen und die Passausgabe geschlossen war. Doch konnte man aus der Entfernung sehen, dass die Schweden eine Hammershow lieferten, die nicht nur eine geile Songauswahl, sondern auch eine Toplightshow bot. Die gute Stimmung konnte man dementsprechend auch auf dem Campinggelände fühlen.

Der Freitag begann dann für mich mit den Hamburger Grindern Irate Architect, die in ihrer kurzen Spielzeit echt überzeugen konnten. Geniales Geballer, der einen schnell wachprügelte.

Die nachfolgenden Defloration konnten danach mit ihrem Old School Metal überzeugen, der einfach brutal und fett rüberkam und für erste Moshpits sorgte. Auch der sympathische Fronter machte diesen Gig zu einem Highlight.

Der erste Höhepunkt am Nachmittag waren dann Hail of Bullets. Alleine die völlig debilen Ansagen von Martin van Drunen lohnten es, diesem außergewöhnlichem Gig beizuwohnen. Besser als jede Stand-Up Comedy und dabei herrlich stumpf und trocken. Doch soll man die Musik nicht vergessen, die echt nur geil kam. Kultiges Todesbleigeprügel alter Schule, eine top aufeinander eingespielte Band, die dabei auch noch verdammt gut drauf war. Was will man mehr? Und der während des Gigs einsetzende Regen störte nur die wenigsten, auch wenn die Flüchtenden von Martin als elende Regenpussys tituliert wurden.
Der aber reichlich anwesende Haufen tollwütiger Hunde, wie wir von Martin liebevoll bezeichnet wurden, hatte sichtlich Spaß an einem Gig, den man einfach nur als Highlight bezeichnen konnte.

Der perfekte Soundtrack um sich hemmungslos zu besaufen, lieferten dann Lividity, die mit ihrem Porngrind rasch die Massen auf ihre Seiten zogen. Der trockene Staubsaugersound kam auch einfach gut an und sorgte für viel gute Stimmung.

Bloodbath sorgten danach für sehr großes Interesse. Sind doch Auftritte von den Jungs recht rar gesät und dementsprechend ist dann das große Interesse auch dann durchaus verständlich.
Nun, die Truppe um Opeth-Mastermind Mikael Akerfeldt spielte einen dementsprechend coolen Gig. Spielerisch top, stimmungsmäßig fantastisch und dazu Party pur. Der Sound war auch großartig und man merkte der Band eine große Spielfreude an.
Nach etwas mehr als einer Stunde war es dann aber auch schon wieder vorbei und man bereitete sich auf den Höhepunkt des Abends vor.

Und dann war es soweit. Bolt Thrower luden zu einem ihrer raren Open Air Auftritten und das ganze Gelände bebte. Die Kultdeather ließen sich nicht lumpen, spielten einen fetten Querschnitt durch ihre Karriere und wie einem Panzer gleich, walzte man alles gnadenlos nieder. Und auch wenn der Sound etwas zu leise abgemischt war, die britische Dampfwalze konnte nur gewinnen. Und wenn man sich an den Nachmittag zurückerinnert, wo die Truppe hunderte von Leuten zu ihrem eigenen Merchstand zog, der ratzfatz leergekauft war, konnte man sehen, wer heute Herr im Haus war.
So sorgten die Bolzenwerfer nach anderthalb Stunden für wahrhaft verbrannte Erde und hinterließen unendlich viele zufriedene Gesichter.

Tag Zwei begann dann mit den schwedischen Deathern Insision, die mit stumpfem Old School Death begeistern konnten. Derbe Blastbeats, top Sound und ein cooler Fronter sorgten für saugeile Stimmung.

Facebreaker sorgten danach mit räudigem und stumpfen Schwedendeath für geil abgehende Moshpits. Was will man mehr?

General Surgery war dann das nachmittägliche Highlight. Der schön blutig abgehangene Mix aus Death und Grind sorgte für viel Partystimmung und kam herrlich stumpf rüber.
Die Truppe strotzte nur so vor Energie und brachte das auch gut rüber. Das Publikum feierte die Jungs auf jeden Fall gut ab und beide Seiten hatten viel Spaß am Auftritt.

Maroon passten nüchtern betrachtet eigentlich gar nicht ins Bild des Festivals, was einige Hohlbirnen auch nutzten, die band zu beleidigen und zu bewerfen. Nunja, Deppen gibt es halt überall. Die aufgeschlosseneren jedoch erlebten eine Band, die richtig Spielfreude besaß, für gute Stimmung sorgte und denen man anmerkte, wie viel Bock man hatte hier zu spielen. Nun, man sah halt, hier steht eine Band, die auch wirkliche Fans sind. Für mich persönlich, eines der Festivalhighlights.

 Man kann zu Impaled Nazarene stehen wie man will, man mag sie verdammen, verurteilen, hassen. Aber was die umstrittenen Finnenblackies ableiferten war einfach geil. Die Truppe bot eine mitreißende Show, die vom saucool agierendem Mika Luttinen dominiert wurde. Der Mann ist eine echte Rampensau und sorgte für viel Spaß. Der bunte Ball, der dabei hin und herflog sorgte bei ihm für einige coole Sprüche. Insgesamt konnte man echt nicht meckern bei den Finnen, die sich abseits von allen Vorurteilen, als echt coole Liveband präsentierten.

Legion of the Damned hatten danach leichtes Spiel. Die Stimmung war aufgeheizt und man brauchte den Ball nur anzunehmen. Und man sorgte problemlos für inflationär auftretende Moshpits. Die Truppe wirkte einfach wie eine alles plattmachende Walze und wurde dementsprechend abgefeiert. Ein sehr guter Auftritt.

Was aber kurz danach Behemoth lieferten, war nicht mehr normal. Eine in dieser Form so tight aufeinander eingespielte Band sah man echt selten und heute schien hier alles zu stimmen. Licht, Sound, Musik, alles wirkte perfekt und wie aus einem Guss gefertigt. Die Jungs bildeten eine so perfekt aufeinander abgestimmte Einheit und lieferten dabei eine Show ab, die viele dazu bewegte zu sagen, man hätte hier den Headliner des Abends gesehen. Die Jungs machten einen richtig guten Eindruck und bewiesen nicht nur eine orgiastisch anmutende Spielfreude, nein, irgendwie wirkte das ganze einfach nur wie die pure Magie.
Einfach eine endgeile Show und wohl der beste Auftritt am Wochenende.

Obituary konnten danach nur verlieren. Die Jungs aus dem Sunshinestate boten eine amtliche Show, die wenige Überraschungen in sich trug und boten solide Hausmannskost, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Zwar ging es noch gut ab, aber der vorhergehende Gig wirkte einfach zu sehr nach. Dennoch, die Jungs waren ein würdiger Headliner und guter Abschluß für ein fantastisches Metalwochenende. Was will man mehr?

Nach einer durchzechten Nacht, ein paar Stunden Schlaf und einem Frühschoppen bei den schon traditionell gespielten ABBA endete dann ein wieder fantastisches Wochenende.

Fazit. Die PartySan-Orga hat wieder ein echtes Highlight aus dem Boden gestampft und bewiesen, dass Fanfreundlichkeit nicht nur eine hohle Phrase sein muß, sondern auch gelebt werden kann. So waren die Ordner immer fair, es gab nie Streß auf den Campingplätzen und dem Festivalgelände. Die Getränkepreise waren moderat, das Essen preisgünstig und gut. Ein Lob geht an die geduldigen Frühstücksmacher und auch die Bierzapfer. Soviel Streß und man bewahrt dabei soviel Ruhe. Das verdient Respekt. Auch der Shuttlebuseinsatz war gut organisiert und nicht teuer. Alles in allem mal wieder ein Hammerwochenende, welches sehr viel Spaß machte.
Bis zum nächsten Jahr.
 

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