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Sonstige Festivals: Party San Open Air 2004

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Veröffentlicht am Mittwoch 29 September 2004 22:07:50 von endless_pain
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Da ich dieses Jahr weder das Geld, noch den Urlaub hatte um nach Wacken zu fahren, beschlossen wir uns einmal nach Thüringen zu begeben und das PartySan Open-Air zu besuchen.
 
 
 
 
Nach knapp fünfstündiger Fahrt bei brütender Hitze inklusive eines Staus, waren wir endlich am Ziel. Als erstes wurde gleich mal das Auto durchsucht, da man weder Glas noch Waffen mit aufs Gelände bringen durfte. Nach dem Zeltaufbau wurde dann erst mal ausgeruht und auf die Kumpels, die erst später losgefahren sind gewartet. Als sie dann angekommen waren wurde gleich ein Begrüßungsbier gezwitschert und der Grill angeworfen. Bis dahin knallte die Sonne noch richtig schön vom Himmel und ich freute mich schon auf ein sonniges Wochenende. Leider kam es dann doch etwas anders, aber dazu später mehr.
 
 
Um kurz vor 21 Uhr machten wir uns dann endlich auf den Weg zur Zelt-Bühne. SUFFERING SOULS aus Thüringen hatten die Ehre, das Festival zu eröffnen und sie machten ihre Sache nicht schlecht.  Da das Zelt schon sehr gut gefüllt war (es hatte nämlich kurz vorher leicht angefangen zu regnen), konnten sie mit ihrem Melodic Death Metal bei der Meute gleich punkten und die vorderen Reihen waren von den ersten Tönen an gleich am Ausrasten. Zwar war der Sound nicht der Beste, was aber der guten Stimmung keinen Abbruch tat. 
 
Als zweite Band des Abends kamen dann GOLEM auf die Bühne, und da mir die im April erschienene CD “Dreamweaver“ sehr gut gefällt, war ich auf den Auftritt der vier ziemlich gespannt. Leider wurden meine Erwartungen wieder mal nicht erfüllt. Auf CD gefallen mir die Songs um einiges besser, was wahrscheinlich am Sound lag, der irgendwie breiig aus den Boxen floss. Leider litt dadurch auch die Begeisterung des Publikums ein wenig. Ich hoffe aber trotzdem, dass ich Golem noch einmal sehen kann, dann aber mit besseren Bedingungen.
 
Als dann DISFEAR die Bühne enterten, gab es im Zelt kein Halten mehr. Ex-“AT THE GATES“-Sänger Thomas Lindberg und seine Mannen konnten mit ihrem “Crust n Roll“ die Meute wieder richtig anheizen. Da ich mit dieser Art von Musik nicht unbedingt was anfangen konnte, ging es für mich zurück zum Zelt um feststellen zu müssen, dass meine Frau die ganze Zeit mit einigen Zeltnachbarn unser Pavillon festgehalten hatte, damit es bei dem Sturm nicht weg gefegt wurde. Und da man ja ein Klavier (äh Kavalier) ist, war es selbstverständlich, dass ich sie dann ablöste. Leider verpasste ich dadurch PURGATORY, die an diesem Abend ihre neue CD vorstellten. Nachdem dann auch noch der Alkohol gepaart mit der doch langen Anfahrt Wirkung zeigte wollte ich mich in mein Zelt zurückziehen, was aber durch den kleinen See, der sich im Inneren gebildet hatte verhindert wurde. Also war die erste Nacht im Auto angesagt.
 
Freitag
 
Den ersten Open Air Tag durften dann am frühen Freitag-Nachmittag SINNERS BLEED eröffnen. Mit ihrem technischen Death Metal konnten die vier das Publikum, welches zu diesem Zeitpunkt noch nicht zahlreich vor der Bühne erschienen war gleich von Anfang an begeistern. Zwar war auch im Freien der Sound nicht der Beste, was aber wahrscheinlich am Wind gelegen hatte. Es war aber trotzdem ein guter Auftritt der Berliner.
 
Mit NEGATOR war dann zur Abwechslung mal eine Black Metal Band an der Reihe. Da ich ja bekanntermaßen kein allzu großer BM-Fan bin, war ich von vornherein etwas skeptisch. Aber überraschenderweise gefiel mir das, was ich auf der Bühne sah sogar ganz gut. Die noch ziemlich jungen Musiker zockten richtig guten Old School Black Metal. Trotz dem wieder schlechtem Sound, wurde der Vierer, der in für BM ganz untypischen “normalen“ Klamotten auftrat, vom Publikum gut unterstützt. Ich bin mal auf den Werdegang dieser Band gespannt.
 
Leider konnten mich dafür CRYPTIC WINTERMOON nicht begeistern. Die Mischung aus symphonischen Black mit Death Metal konnte mich noch nie vom Hocker reißen, und so war es auch dieses Mal. Teilweise klang die Musik des Fünfers total schief, was aber auch hier wieder am Wind lag. Das einzige Lied was mir von CRYPTIC WINTERMOON gefällt, ist dass Judas Priest Cover “Nightcrawler“ welches als Abschluss dieses durchwachsenen Konzertes gespielt wurde.
 
Kurz bevor FLESHCRAWL dann die Bühne betreten sollten, begann es wieder einmal zu schütten was das Zeug hielt. Dadurch waren beim Auftritt der süddeutschen Schweden leider ziemlich wenig Leute vor der Bühne, da viele im Zelt oder bei den verschiedenen Ständen Schutz vor dem Regen suchten. Die Anwesenden feierten aber Fleshcrawl, die an diesem WE ohne Bassist auftraten wie die Wahnsinnigen ab. Zu dem Zeitpunkt war sogar der Sound in Ordnung und es konnten durch Songs wie “Flesh bloody flesh“ sehr gute Stimmung erzeugt werden. Fleshcrawl sind live immer wieder eine Macht. Daumen hoch.
 
Dann kam die Band, wegen der wir eigentlich zum PartySan gefahren sind. Die spanischen Sickos von HAEMORRHAGE kamen auf die Bühne, und es war sofort der Teufel los. Genialer Grindcore der heftigsten Sorte wurde geboten und das Publikum tickte richtig gehend aus. Lugubrious bedankte sich des öfteren mit einem sehr kultigem Akzent mit “Danke PartySan“ ,und schickte mit “Fuck the sun“ noch einen Gruß an die jetzt wieder scheinende Sonne. Ein Highlight war ein Cover von Carcass, von dem mir aber der Name entfallen ist. Zwar war der Auftritt bei den Walpurgis Metal Days noch etwas intensiver, aber auch dieses Mal müssen sich weder Band als auch die Zuschauer nicht schämen. Wie immer wenn die Spanier auf der Bühne stehen, war auch dieses Konzert der totale Wahnsinn. Für mich waren sie auf jeden Fall der heimliche Headliner. Falls HAEMORRHAGE mal bei euch in der Nähe spielen sollten, ist Hingehen Pflicht.
 
Nach dieser Grind-Vollbedienung war dann mal wieder grooviger Death Metal angesagt. Die Wiener PUNGENT STENCH bestiegen die Bretter und zockten gleich richtig los. Da ich sie aber schon zu oft gesehen habe, beschlossen wir nach 3 Liedern uns mal zum Zelt zu begeben und den Grill anzuwerfen. Und wie schon so oft wurde aus dieser kleinen Pause ein recht geselliges Zusammensein unterm Pavillon und somit verpasste ich auch die Norweger ZYKLON. Dumm gelaufen, denn wie mir ein Kumpel erzählte, waren sie an diesem Tag richtig gut.
 
Pünktlich zu DISMEMBER waren wir dann aber wieder vor der Bühne. Mann, was hab ich mich auf den Auftritt der schwedischen Death Legende gefreut. Leider minderte zuerst mal der starke Regen diese Freude schon mal gewaltig, was aber dann im Laufe dieses Konzertes passierte, ärgert mich heute noch. Der Sound war unter aller Kanone und Sänger Matti war absolut breit. Obwohl die noch um einiges nüchterneren Band-Kollegen alles versuchten um den Auftritt zu retten, kann man ihn nur als mittelmäßig bezeichnen. Als krönender Abschluss ist dann noch “Dreaming in red“ zu erwähnen, bei dem der Herr Sänger nur noch ein paar Zeilen sang, und dann einfach auf der Bühne umfiel.
 
Wie oben schon mal erwähnt, bin ich kein Fan von Black Metal Klängen. Und beim Auftritt von CARPATIAN FOREST wurde mir dann auch wieder klar warum. Ich kann einfach nichts mit komisch geschminkten Typen anfangen, die sich irgendwelchen Klischees bedienen, um aufzufallen. Vom musikalischen her war der Auftritt auch nicht meine Welt, daher ging es für die Zeit in der die Norweger spielten an den Bierstand, um leckeres Köstritzer Schwarzbier zu konsumieren. Zum Glück sind ja Geschmäcker verschieden, und so war für die Black Metal Fraktion das Konzert sicher ein Highlight des Festivals. 
 
Nachdem ich den Freitags-Headliner UNLEASHED schon beim WOA 2002 gesehen hatte und damals nicht wirklich überzeugt wurde, war ich gespannt wie ein Flitzebogen was sie auf dem PartySan auf der Bühne bringen werden. Und im Gegensatz zu Dismember wurde ich hier nicht enttäuscht. Johnny und seine Mitstreiter konnten vom ersten Lied an überzeugen. Klassiker aus der gesamten Bandgeschichte wurden zum besten gegeben und als Erinnerung an die leider viel zu früh verstorbenen Kollegen Quorthon und Chuck wurde von Death noch “Evil Dead“ gecovert. Besonders interessiert hätte mich eigentlich wie sich die Stücke der neuen CD live anhören. Leider wurde davon nur “Winterland“ gespielt.. Nachdem UNLEASHED nach der regulären Spielzeit noch für 3 Songs zurück auf die Bühne geschrieen werden konnten, war dann für mich ein langer, anstrengender aber auch genialer Tag zu Ende und ich verabschiedete mich wieder in meinen Schlafsack.
 
 
Samstag
 
Nach einem ziemlich verregneten Vormittag war es dann um 14.00 Uhr endlich soweit. Die englischen Grinder GOREROTTED enterten die Bühne um mit ihrem doch recht derben Grindcore die Meute aufzuwecken. Den Ausstieg ihres Sängers Mr.Gore konnten sie recht gut kompensieren, indem Basser Wilson die Vocals mit übernahm. Songs wie ”Only tools and corpses” sind zwar zum ”Frühstück” nicht jedermanns Sache, aber trotzdem konnten sie schon recht begeistern. Leider war nach einer halben Stunde schon wieder Schluss. Aber wenigstens hatten die fünf es geschafft die Schmerzen aus meinem Kopf zu blasen.
 
An den Auftritt von INCCAPACITY kann ich mich beim besten Willen nicht mehr erinnern. Fragt mich nicht warum, an alkoholischen Getränken lag es auf alle Fälle nicht, da ich den ganzen Tag über keinen Tropfen Alk zu mir genommen habe.
 
Als dritte Band des Tages waren die deutschen Black Metal Helden ENDSTILLE angesagt. Schon im Vorfeld wurde über die Band sehr viel im PartySan Forum diskutiert und somit waren auch die Reaktionen im Publikum gespalten. Zum einen waren viele Die-Hard Fans vor der Bühne, aber auch einige neugierige mischten sich unter die Schwarz-Metal-Anhänger. Man mag von ENDSTILLE halten was man will, musikalisch gesehen sind sie nicht von schlechten Eltern, jedoch gefällt mir auch hier die Art in der sie sich präsentieren überhaupt nicht. Den Reaktionen ihrer Fans nach zu schließen war der Auftritt aber sicher ein Höhepunkt für BM-Liebhaber.
 
Nach dem derben Black Metal von ENDSTILLE wurde dann das erste Mal an diesem Wochenende richtig melodiöser Death Metal a la In Flames geboten. THE DUSKFALL rockten die PartySan Bühne und konnten mich ziemlich überraschen. Ihr aktuelles Album “Source“ konnte mich nämlich nicht wirklich überzeugen, aber was Kai Jaakkola und Band live rüberbringen ist nicht zu verachten. Mit ihrem groovigen Death Metal mit Thrash und teilweise auch Rock Einflüssen konnten sie beim Publikum sichtlich punkten. 
 
Für Graveworm, die leider kurzfristig absagen mussten, da ihr Schlagzeuger sich einen Nerv eingeklemmt hatte wurde dann das Billing etwas umgestellt. Für die Italiener sprangen HEAVEN SHALL BURN ein. Zwar war ich etwas enttäuscht das Graveworm nicht spielen konnten, jedoch waren die Thüringer ein würdiger Ersatz. Wer die fünf schon mal gesehen hat, weiß was sie auf der Bühne leisten und das natürlich auch auf dem PSOA. Metalcore vom Feinsten wurde von dem ersten Ton an zelebriert. Mit “The seventh cross“ wurde gleich mal ein Gruß an alle anwesenden Rechten gesandt und ihnen klar gemacht das für sie kein Platz in der Metal-Szene ist Diese Ansage wurde durch lauten Applaus vom Publikum voll unterstützt. Nach und nach wurden ihre heftigen Metalcore Stücke in die Menge gerotzt und vor der Bühne wurde richtig Party gemacht. HEAVEN SHALL BURN konnten auch in Bad Berka ihrem Ruf als gute Live-Band gerecht werden.
 
Nach dem genialen Auftritt musste ich mir mal eine Pause gönnen und somit beschlossen wir, dass wir uns HATESPHERE nicht ansehen werden. Angeblich war das ein Fehler, denn die Dänen haben wohl einen mitreißenden Gig gespielt. Bei diesem Billing war es aber wirklich nicht leicht sich zu entscheiden, welche Band man sich ansieht und welche nicht. 
 
Nach der doch sehr angenehmen Pause am Zelt war dann auf der Bühne wieder eine echte Death Granate am Werk. VOMITORY prügelten ihren fetten Old School Death ins Publikum. Hier knackten sowohl im Publikum als auch auf der Bühne des öfteren irgendwelche Nackenwirbel. Zwar ist das Material der Band alles andere als abwechslungsreich, jedoch kommt nie wirklich Langeweile auf. Auch hier muss man von einem gelungenem Auftritt sprechen.
 
Hell yeah, endlich war es soweit. Ich durfte MISERY INDEX live begutachten. Und auch hier wurde ich nicht enttäuscht. Ex-Dying Fetus Mitglied Jason Netherton und seine Mitstreiter boten ein Death-Grind-Feuerwerk aller erster Güte. Durch das, dass der Sound am Samstag um einiges besser war, konnten nicht nur die Amis profitieren. Die Amis prügelten sich durchs Set wie die Besessenen. Die meisten Songs die gespielt wurden stammten leider von dem ersten Album, welches mir nicht ganz so gut gefällt wie Retaliate. Aber trotzdem war es ein verdammt guter Gig.
 
Nach so viel Geprügel war dann der melodische Viking/Folk Metal  der Finnen ENSIFERUM mal wieder eine Wohltat für meine schon ziemlich geschundenen Ohren. Mit einer guten Mischung aus alten und neuen Songs war die Stimmung vor der Bühne spitzenmäßig. Der neue Fronter Petri Lindroos ist schon gut in die Band integriert und machte eine gute Figur. Mit gutem Sound und Lichtverhältnissen ausgestattet und dazu noch Pyro-Effekte war es auch ein Leichtes, das Publikum auf seine Seite zu ziehen. Bei Liedern wie “Tale of  revenge“ oder “Lai lai hei“ wurde kräftigst mitgesungen und gebangt. Nach diesem genialen Auftritt war es kein Wunder, dass auch noch lange nachdem Schluss war ENSIFERUM-Sprechchöre zu hören waren.
 
Leider mussten wir nach dem Auftritt von Ensiferum, den wir (für uns) als würdigen Abschluss eines genialen Festival-Wochenendes sahen, schon die Rückreise antreten und haben dafür die Auftritte von GRAVE, DARK FUNERAL und MANOS entfallen lassen müssen.
 
 
Obwohl wir die letzten drei Bands nicht mehr sehen konnten war das Festival ein voller Erfolg. Mit etwa 6000 Besuchern war es zwar das best besuchteste PartySan, trotzdem war alles sehr übersichtlich. Die Preise für Essen (ein halber gegrillter Gockel war für 3,00 Euro, eine Portion Pommes für 1 Euro zu haben) und Getränke (0,4l Köstritzer Hell/Dunkel für 2, Anti-Alk für 1,80) waren unschlagbar, die Security eigentlich immer nett und freundlich und vom organisatorischen gibt auch nicht viel zu meckern und ich bin mir sicher, dass ich beim PartySan Open Air 2005 wieder mit dabei bin.
 
 
Zum Schluss möchte ich noch Sebb und Konsorten, Roland, Gerald, Peter und Rainer sowie Sascha und seine beiden Mitstreiter grüßen. War echt ne geniale Zeit mit euch, ich hoffe wir treffen uns bald mal wieder.

Kommentare zu diesem Artikel
Zur Zeit sind 1 Kommentare vorhanden, Sie können sich an der laufenden Diskussion beteiligen.
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Re: Party San Open Air 2004
hea martin!!!

sascha hier von SETHNEFER!!! geil die tage mit dir und frauchen, hoffe wir sehen uns dat nexte jahr oder vorher oder irgendwann.

surf mal einfach bei uns vorbei (sethnefer.com), dat nexte demo steht vorer tür und wennde willst schick ich eins. meld dich dann einfach unter sethnefer@gmx.de

ich muss jetze saufm

cya in hell

sascha und jan