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CD Review: Pain of Salvation - Be

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Veröffentlicht am Dienstag 21 Dezember 2004 12:21:02 von madrebel
"Nun steh ich hier, ich armer Thor und bin so klug als wie zuvor" - das werden sich wohl die meisten denken, nachdem sie sich das neue POS-Werk zu Geiste geführt haben.










Pain of Salvation – Be


1.Animae partus
2.Deus nova
3.Imago
4.Pluvius aestivus
5.Lilium cruentus
6.Dea Pecuniae
7.Vocari dei
8.Diffidentia
9.Nihil morari
10.Latertius valette
11.Omni
12.Iter impius
13.MAtius/Nauticus II
14.Animae partus II


Inside Out / SPV


Daniel Gildenlöw - Vocals and harmonies and other voices, electric and acoustic guitars, grandpa´s mandola, percussion on toms, roto-toms, the above mandola and other noisy things, programming and samples, Chiense archò, distorted floorstamps, nice and ugly sounds of different kinds and origins...
Fredrik Hermansson - Grand piano, cembalo (harpsichord), samples, percussion...
Kristoffer Gildenlöw - Fretted and fretless basses, double bass, old junkyard steel barrels, percussion, harmony vocals (live)
Johan Hallgren - Electric and acoustic guitars, harmony vocals (live), congas
Johan Langell - Drums, cowbells, djembe, harmony vocals (live)...

Orchestra Of Eternity:
Mihai Cucu - 1st violin
Camilla Arvidsson - 2nd violin
Kristina Ekman - Viola
Magnus Lanning - Cello
Åsa Karlberg - Flute
Anette Kumlin - Oboe
Nils-Åke Pettersson - Clarinet
Dries van den Poel - Bass clarinet
Sven-Olof Juvas - Tuba

Gäste:
Cecilia Ringkvist - Dea Pecuniae in Dea Pecuniae
Blair Howatt - Miss Mediocrity in Dea Pecuniae
Kim & Kim Howatt - News casts and other readings


"Nun steh ich hier, ich armer Thor und bin so klug als wie zuvor" - das werden sich wohl die meisten denken, nachdem sie sich das neue POS-Werk zu Geiste geführt haben. Um die komplexe Thematik zu verstehen, die Herr Gildenlöw dem Durchschnitts-Hörer hier wohl vergeblich verständlich machen will, braucht es schon ein paar Semester Philosophiestudium. Das vielleicht komplexeste Album aller Zeiten beschäftigt sich mit nichts geringerem als dem Leben an sich, mit seinem biologischen, psychologischen, religiösen und soziologischen Facettenreichtum. Gildenlöw führt durch die Welt dieses komplizierten Seins, gibt Denkansätze und will dem Hörer den Sinn des Lebens verdeutlichen. Für die einen wirres Zeug, für die anderen geniale Gedankengänge. Letztere werden es auch sein, die bereits sind, sich mit dem Werk näher auseinanderzusetzen und die Texte sowie jedes Infohäppchen und das Storyboard, das bald veröffentlicht werden soll, verschlingen. Der große Rest wird sich aber lieber auf die Musik konzentrieren, die sich nach dem ersten Eindruck atypisch für POS-Verhältnisse darstellt. Härtere Klänge sind rar geworden, auch die Bezeichnung Prog ist nur bedingt zutreffend. Zwar finden sich nach wie vor ungewöhnliche Elemente, etwa Folk-Einflüsse, Gospel, Chöre, Sprechgesang, Orgelklänge und Dialoge. Wirklich neu ist das alles nicht. Im Vergleich schöpft Lucassens Meisterstück "The Human Equation" aus dem reichhaltigeren musikalischen Fundus. Und mit "Nauticus" und dem aufdringlichen "Omni" sind meiner Meinung nach sogar 2 Ausfälle zu verzeichnen, die mir überhaupt nicht gefallen wollen.
Das BE trotzdem zu den besten Prog-Scheiben des Jahres zählt, liegt an dessen Homogenität. BE ist vielleicht kein Meilenstein wie die beiden Vorgängeralben, aber einmal mehr herausragende Musik zum Genießen. Gerade die leisen Töne (Imago, Iter Impius, Martius/Nauticus II) harmonieren auf einzigartige Weise mit dem variantenreichen Gesang Daniel Gildenlöws. Auch die gesprochenen Passagen wissen zu überzeugen, was den verfremdeten Stimmen zu verdanken ist (Anima Partus, Vocari Dei). Bester Titel des Albums ist meiner Meinung nach das fünfminütige Instrumental Pluvius Aestivus. Pain of Salvation geben sich mit BE rein musikalisch keine Blöße und überzeugen wieder einmal auf beinah ganzer Linie. An "The Perfect Element I" und erst recht an "Remedy Lane" kommt das Werk aber nicht heran. Auch "The Human Equation" kann es den Platz des bisher besten Prog-Album des Jahres nicht streitig machen. Konzepttechnisch wurde hier das möglicherweise wichtigste Prog-Album überhaupt veröffentlich, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Es ist einfache eine zu komplexe Thematik um pauschal zu urteilen, ob das Ganze gelungen ist oder nicht.
Einsteigern, die POS kennen lernen wollen, sei gesagt, dass BE ein verfälschtest Bild über das Schaffen der Band abgeben könnte, da sich BE vergleichsweise geradlinig und ohne große Überraschungen präsentiert. Gerade "Remedy Lane" ist zwar einerseits eine ganze Ecke schwerer zugänglich, andererseits musikalisch über den geringsten Zweifel erhaben.

mr


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