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Konzert Review: PRO-PAIN - EKTOMORF - DISBELIEF - MORDA - 14.03.2004 Ludwigsburg - Rockfabrik

Veröffentlicht am Montag 15 März 2004 01:57:56 von Zombie_Gecko
phpnuke.gifBei 16 Euro Abendkasse und vier Bands war hingehen Pflicht – und es hat sich gelohnt! Jump da fuck up…




Schon auf dem Parkplatz war abzusehen, dass die gute alte Rockfabrik nicht übermässig voll sein würde – was angesichts von Preis und Billing dann doch etwas verwunderlich war… Als wir in die Halle kamen, hatten gerade die Belgier MORDA (www.morda.be) mit ihrem Set begonnen und konnten zumindest einige der noch relativ wenigen Gäste begeistern. Einige Teenies (von denen recht viele da waren…) nutzten den mehr als ausreichend vorhandenen Platz vor der Bühne zu einem kleinen Pogo, was sich aufgrund der musikalischen Untermalung auch anbot. Morda zockten hüpf- und pogotauglichen Metalcore, der auch mal mit Versatzstücken aus Death Metal und Punk angereichert war. Nicht übermässig innovativ, aber als Anheizer perfekt, vor allem da die dem Aussehen nach zu schließen noch recht junge Band die Bühne gut nutzte und ständig in Bewegung war. Dies galt insbesondere für den Sänger, der nicht mal in den Pausen auch nur eine Sekunde still stand, sich freute wie ein kleines Kind auf dieser Tour dabei zu sein und wenn er nicht am rumlaufen war wahlweise wie ein Flummi herumhüpfte oder in der Hocke sitzend ins Mikro röhrte – nicht schlecht das ganze!

Der Platz vor der Bühne füllte sich nach der Umbaupause zu Beginn von DISBELIEF erwartungsgemäß deutlich, und die Hessen lieferten einen guten Gig ab, wobei der Soundmann die Regler leider etwas zu weit aufriss, was vor allem für den Gesang von Aktivposten Jagger katastrophale Auswirkungen hatte. Der Band war`s egal, und während der Sänger nahezu die ganze Bühne nutzte, übte sich die Saitenfraktion in Standbanging. Vom neuen Album gab`s unter anderem „Ethic Instinct“ und „Addiction“, mit „God? Master!“ räumte man wie üblich gut ab und mich persönlich konnte noch das herrlich schnell gespielte „Believer“ überzeugen – aber mit Disbelief werde ich wohl auch in den nächsten zehn Jahren nicht richtig warm…

Für mich überraschend durften EKTOMORF nach Disbelief auf die Bühne, aber die Reaktionen des Publikums rechtfertigten diese Tatsache schon beim eröffnenden „I Know Them“ vom neuen starken Album „Destroy“. Sowohl Band als auch Publikum gaben vom ersten Takt an Vollgas und räumten nach allen Regeln der Kunst ab. Der Schwerpunkt der etwa 40 Minuten lag klar auf dem aktuellen Output, von dem der Titeltrack gleich als zweites heruntergebrettert wurde. Die Band moshte und hüpfte als gäb`s kein Morgen, die Fans taten`s ihr gleich und die Party war in vollem Gange. Nach „A.E.A.“ konnte man mit „Leech“ von „Scream Up To The Sky“ punkten, um mit „Gypsy“ und „No Compromise“ die Stimmung am Laufen zu halten. Nur schade, dass besagter Soundmann Ektomorf einen Strich durch die Rechnung zu machen versuchte, indem er die Regler nun bis fast auf „Soundbrei“ stellte, was den Triumphzug der Ungarn aber nicht zu stoppen vermochte. Wie auch auf Platte erinnerte der Ektomorf-Gig zwar fatal an (ältere) Sepultura, und sonderlich abwechslungsreich ist der Vierer auch nicht – aber wer so Stimmung macht, dem mag man das Verzeihen, und so ernteten Ektomorf verdient heftigen Applaus. Nur schade, dass man die geforderte Zugabe nicht spielte!

Offensichtlich war der Ruf der Ungarn besser als vermutet, denn nachdem Ektomorf ihren Gig beendet hatten, verließen einige bereits den Ort des Geschehens – vermutlich in der Annahme, dass PRO-PAIN den recht hoch angesiedelten Stimmungspegel nicht würden halten können. Stimmte in gewisser Hinsicht auch, denn der zu drei Vierteln glatzköpfige Vierer ist einfach deutlich langsamer – groovte dafür aber wie Sau! Nach kurzem Intro legte man mit „No Way Out“ los, und sofort wurde wieder gehüpft und gemosht, was vor allem Gitarrist Eric Klinger mit Dauergrinsen quittierte, und dadurch angestachelt immer wieder den Brummkreisel gab und klar der Aktivposten der Band war. Was für Ektomorf galt, war auch bei Pro-Pain nicht anders: der Sound war etwas zu laut (wenn auch nicht ganz so überzogen wie vorher), dafür aber druckvoll ohne Ende, die Band machte ordentlich Stimmung und Abwechslungsreichtum ist auch nicht gerade die Stärke von Pro-Pain. Es mag auf die weitestgehende Unkenntnis älterer Songs des Quartetts um Gary Meskill liegen, aber die neuen Songs wie „Can You Feel It“, „American Dream“, „Left For Dead“ oder das hammergeile „Godspeed“ kamen besser rüber als ältere Songs wie „Stand Tall“ und „In For The Kill“ – wobei das Doppelpack von „Act Of God“ Farmer Boys-Basser Tony ein fettes Grinsen ins Gesicht zauberte. Vor „Foul Taste Of Freedom“ erinnerte sich Bandboss Gary an die Tour von vor zehn Jahren (als die meisten Anwesenden wohl noch auf Rolf Zuchowski abfuhren) und gab bekannt, dass Eric letztes Mal gefehlt hatte weil er sich einer Geschlechtsumwandlung unterzog. Nach „Maje Love Not War“ war dann erst mal Schluß, bevor man nach lautstarken „Zugabe!“-Rufen noch „State Of Mind“ von „Contents Under Pressure“, das Discharge-Cover „Never Again“ (sehr geil!) und noch einen mir unbekannten Song zum besten gab, dem Publikum und den Vorbands dankte, versprach bald wieder zu kommen – und dann war Schicht im Schacht!

Von erwähnten Soundproblemen mal abgesehen ein gelungener Abend! Wer also noch die Chance hat, sich das Billing reinzuziehen, dem kann ich nur empfehlen dies zu tun!

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