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CD Review: PAIN - Nothing remains the Same

Veröffentlicht am Mittwoch 07 August 2002 13:47:16 von maximillian_graves
Der kommerzielle Erfolg von PAIN war seit je her größer als der von Tägtgrens Hauptband Hypocrisy und auch dank "Nothing Remains the Same" wird sich daran wohl nichts ändern.

Tracklist

1. It's Only Them
2. Shut Your Mouth
3. Close My Eyes
4. Just Hate Me
5. Injected Paradise
6. Eleanor Rigby
7. Expelled
8. Pull Me Under
9. Save Me
10. The Game
11. Fade Away
Bonus:
12. Hate Me
13. Liar
14. Give it up
15. Shut your Mouth (MPEG Video)


Erschienen 15.07.2002 bei Motor Music/Universal

Ich persönlich finde auf dem Album einige Annäherungen an Größen wie Misery Loves Co., Nine Inch Nails oder selbst Marilyn Manson zu Zeiten von "Antichrist Superstar". Trotzdem kann keine der genannten Bands PAIN das Wasser reichen. "Nothing remains the same" klingt dermaßen organisch und genial, daß es ohne Zweifel der beste Output der Band bislang sein dürfte und auch innerhalb des Subgenres eine neue Meßlatte setzen wird.

Schon der Opener "It's Only them" knallt dermaßen heftig, daß es eine wahre Freude ist und gibt damit die Marschrichtung für das gesamte Album vor.
Mit "Shut your Mouth" ist ein absoluter Ohrwurm auf dem Album zu finden, der wohl zu recht mit einem (sehr unterhaltsamen) Videoclip bedacht wurde. Dieses Handyklingelintro dürfte wohl in absehbarer Zeit tatsächlich das eine oder andere Mal von einem Mobiltelefon her ertönen...
Nach dem ebenfalls sehr heftigen "Close my eyes" geht es mit "Just hate me" und "Save me" relativ ruhig weiter, wobei dieses "ruhig" wie gesagt sehr relativ und nur gemessen an den heftigsten Songs des Albums ist.
"Injected Paradise" klingt beinahe schon psychedelisch, erinnert stellenweise ein bißchen an Monster Magnet zu "Dopes to Infinity"-Zeiten. Genial, absolut genial.
Mit dem Beatles-Cover "Eleanor Rigby" liefert Tägtgren einen Klassiker in neuem, heftigerem und deutlich tighterem Gewand. Der Song an und für sich bleibt dabei aber trotzdem erkennbar. "Expelled" klingt beinahe schon ein wenig sehr experimentell und ebenfalls eher ruhig, fügt sich aber sehr angenehm ins Umfeld ein.
"Pull me Under" und auch "The Game" vereinen erneut psychedelische Elemente und Industrialhärte, bis mit dem beinahe schon trancigen "Fade Away" der sehr ruhige Rausschmeißer des eigentlichen Albums durch die Boxen schwebt.
Zu den besten Songs des Digipaks gehört ganz eindeutig "Liar", der zweite der drei Bonustracks. Ganz in der Tradition des selbstbetitelten PAIN-Debuts wird hier geknüppelt, was der Synthesizer her gibt... "Hate Me" ist eine ebenfalls eher ruhigere Nummer, nicht schlecht, aber auch nicht unbedingt überragend. "Give it Up" ist ein sehr vielseitiger Track, mit einem orchestral anmutenden Intro, daß das sehr flott in eine ordentlich melodische, heftige Industrialschockwelle mündet.

Der ebenfalls auf der CD zu findende Videoclip zu "Shut your mouth" wird zwar wohl niemals in irgendwelchen Rotations im deutschen MusikTV zu finden sein, sollte aber trotzdem (oder gerade deswegen?) sehr eingehend genossen werden. Passt perfekt zur Musik!

Das Booklet ist geschmackvoll-schlicht aufgemacht. Die Songtexte zu allen regulären Albumtracks sind zu finden, schwarzer Druck auf künstlich gealtertem Papier... sehr stimmig.

Fazit: Das Album wird sicherlich nicht nur Freunde finden, weil Tägtgren sich in der Tat nicht gänzlich auf die Wurzeln zu Zeiten des 99er Outputs "PAIN" zurückbesonnen hat, sondern eben auch stellenweise ruhiger und melodischer zu Werke geht. Insgesamt haben PAIN mit diesem Album aber zweifellos ihr Meisterstück und einen Meilenstein des Genres abgeliefert. Vielseitig, abwechslungsreich und trotzdem überzeugend! Der Name Tägtgren bürgt auch 2002 für ungebrochene Qualität!

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