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CD Review: Opeth - Blackwater Park

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Veröffentlicht am Donnerstag 06 Juni 2002 13:22:11 von madrebel
"Blackwater Park" - so heißt das nunmehr fünfte Studioalbum der Black Metaller aus Schweden.

Und der Name ist Programm: düster und tiefgründig wie ein schwarzer See, doch gleichzeitig entspannend wie ein uralter Park, wenn die Abendsonne durch die Zweige glitzert. Dieser Vergleich ist kitschig, aber wunderschön und vor allem zutreffend.
Tja, hätte man von einer Black Metal - Band vielleicht nicht gedacht, aber Opeth schaffen es hervorragend, die Balance zwischen dunklen, harten Gitarrenriffs, die so richtig "reinsemmeln" und verträumten, phantastisch klingenden Melodien zu halten. Eins geht in das andere über und überrascht immer wieder. Man möchte sich bequem vor den CD-Player setzen und einfach nur zuhören, die Augen schließen und davon schweben und dann urplötzlich aufspringen und headbangen.
Diese Scheibe ist emotionsgeladen: "Blackwater Park" legt los mit dem Stück "The leper affinity" und verursacht gleich von Anfang an eine düstere und unheimliche Stimmung, wird dann so nach und nach mit dem Stück "Bleak" "braver", die Klänge einer akustischen Gitarre stechen mehr und mehr hervor und Sänger Mikael Akerfeldt beweist, daß er nicht nur "gröhlen", sondern auch richtig gut singen kann. Schließlich endet "Bleak" in der zarten Ballade "Harvest", die nur noch auf einfache akustische Klänge setzt. Böse Jungs können auch lieb sein, und das sind sie absolut überzeugend.
Wenn Mikael über seinen Liebeskummer singt, möchte man diesen großen dunklen Herren mit den langen braunen Haaren und dem Zauselbart am liebsten in den Armen nehmen und mit ihm weinen. "Harvest" ist wirklich das emotionale Zentrum dieser Platte und kommt nahe an die wunderschönen Balladen "Benighted" und "Face of Melinda" auf dem Vorgänger-Album "Still Life" heran. Die weiteren Stücke auf "Blackwater Park" ranken sich um "Harvest" herum, denn die akkustischen Elemente aus "Harvest" werden immer wieder aufgegriffen und finden Platz in der weiteren Entwicklung der Scheibe.
Immer wieder durchbrechen sie die wütenden, E-Gitarren beladenden Parts, und lassen den Zorn verrauchen. So auch das Stück "The drapery falls", nicht ganz so akkustisch wie "Harvest", doch ebenfalls besetzt mit einer wunderschönen, schmerzerfüllten Melodie und genauso gesungen von Mikael Akerfeldt. Einfach nur gesungen, und nicht gegröhlt, als würde es sich um zwei verschiedene Männer dabei handeln. Und so geschieht es unvermittelt immer wieder: das
Gitarrengewitter verstummt abrupt oder zieht sich diskret in den Hintergrund zurück, um mehrstimmigem Gesang und einer akkustischen Gitarre Platz zu machen. Ein klares Konzept der Platte, das den Geist immer wieder von neuem aufwühlt und einen nicht mehr losläßt. "Blackwater Park" ist über eine Stunde purer Genuß und wird durch ein ausgewogenes Gesamtbild wirklich niemals langweilig. Im Gegenteil, man wünscht sich, sie würde niemals enden. Da bleibt nur eins: nochmal von vorne hören! Prädikat:
KAUFEN!!!!!

Anonymous


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