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Konzert Review: Odem Arcarum, Geist , Negura Bunget / 04.11.2005 Gahma, Kulturhaus Frankenblick

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Veröffentlicht am Dienstag 02 Januar 2007 00:46:58 von madrebel
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Odem Arcarum, Geist und Negura Bunget
4.11.2005 Gahma



Über gar wundersame Wege erfuhr der Verfasser dieser Zeilen, von einem gar mystischen Konzert mit transylvanischen Bands anno 4.11.2005 im dunkeldüsterort Gahma. Schon der Weg dorthin gestaltete sich als mittelgroßes Abenteuer. Denn aus unerklärlichen Gründen übersah man Wegweiser und verfuhr sich (Zufall??). Wie gut das es das Navi gibt. So erreichen wir um kurz vor 21:00 Uhr den Ort des gruseligen Geschehens. Erstmal schauten wir nicht schlecht, ausser unserem Auto stand gedade mal noch 1 weiteres auf dem Parkplatz, und das wo laut Internet das ganze um 21:00 Uhr starten sollte. Wir fragten erstmal die Nebenanparker, ob wir hier denn richtig sind, was uns bajaht wurde, da diese hier spielen sollten an diesem dunkelen Abend.

Also gut, dann hieß es erstmal rein gehen, und uns auf die Suche machen, nach Jemandem, dem wir unser Eintrittsgeld anvertrauen konnten. Auch diesen sehr freundlichen Menschen fand man schnell. Überhaupt muss man den Veranstaltern von Gahma Concerts für Ihre Einsatzfreude Danken, denn wie man noch zu hören bekam, ging es an diesem Abend für die Veranstalter um das Fortleben ihrer Bemühungen interessante Bands für alle Schwarznasen heranzubringen. Mehr Infos dazu unter: www.gahma-concerts.de.vu vorbei.

Also konnte der Abend nun beginnen. Der nächste Weg führte zur Theke, wo man für wirklich kleines Geld , alle Möglichen und Unmöglichen Getränke erstehen konnte. So gewappnet erwarten wir die erste Band des Abends, angekündigt waren EANNA ZI DINGIR aus Vampiercountry. Nach einem kurzen Soundcheck, und bereits wesentlich besser gefüllter Halle, ging es mit spannungsgeladener Erwartung los. Jetzt sollte eigentlich die Frauenband EANNA ZI DINGIR die Bretter der Welt entern, deren Musik im Vorfeld als Corvus Corax ähnlich plus Blackmetal mit Volkeinflüssen beschrieben wurde.

Es spielte aber ODEM ARCARUM einen technischen, wirklich hochwertigen, lupenreinen Blackmetal. Die Jungs schafften es mit schnörkellosem, traditionellem Blackmetal, die Anwesenden in Ihren Bann zu ziehen und wohliges Kopfnicken auszulösen. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf grundsolider und gut gekonnter Gitarrenarbeit eine einzigartig dürstere und monoton atmosphärische Stimmung zu schaffen, ohne dabei Langeweile aufkommen zu lassen. Diese Band wusste definitiv zu gefallen.

Als nächstes waren die weit angereisten GEIST an der Reihe ihr Können an den Mann zu bringen. Die Jungs sind auch nicht wirklich unerfahren, da sie vorher unter dem Namen EISMALSOTT im Underground einen guten Ruf genossen. Auch GEIST waren spieltechnisch sehr ausgereift. Mit Ihrem knallhartem Blackmetal, der in den ersten drei Songs stellenweise schon fast doomige Ansätze hatte, sehr schleppend, depressiev was sich dann schlagartig mit Blackmetal at its best abwechselte. Das Publikum war begeistert, ich brauchte für mich erstmal eine Weile, da die Musik nicht einfach daherfloss, sondern ich mich erstmal hineinhören musste. Man konnte nie ahnen was in der nächsten Sekunde passiert. Doch insgesammt war definitiv ein roter Faden da, der ein ausgereiftes Konzept erahnen ließ. Das steigert die Spannung und ließ den Gig nie langweilig werden. Ab dem vierten Song kamen dann mit einmal Rock'n'Rollartige Stampfrytmen zum Einsatz, die das in Doomtrance verfallende Publikum schnell wieder aufweckte und zum lustigen Mattenschwingen einlud und der Musik einen fast fröhlichen Touch gab. Sehr hörenswert auch da wieder die Stilwechsel zum Blackmetal, sehr gelungen kombiniert!! Was das Publikum mit Zugaberufen und zahlreichem erscheinen vor der Bühne belohnte. Auch die aktuelle Langrille Patina ist sehr hörenswert. Super gepoltert, Daumen hoch für (die Polter-) GEIST(-er) aus Bielefeld. Für mehr Infos über GEIST schaut einfach auf Ihrer HP : www.the-geist-reich.de vorbei.

Trommelwirbel Es betraten die leibhaftigen wie Vampiere wirkenden Negura Bunget aus Rumänien die Bühne. Mystischer Nebel umhüllte das um diese späte Zeit schon sehr Müde, aber auf äußerst gespannte Publikum. Es sollte ein imposanter Blick über den Tellerrand werden, aber wie soll man etwas unbeschreibliches beschreiben, ich versuche es einfach. Schon das Intro, industrial tönende Klänge schaffen von einem Moment zum Anderen eine unbeschreibliche Gänseheutstimmung. Man tauchte in ab in Klangwelten, die bis daher absolut einzigartig im Blackmetal sind. Es drängten sich förmlich Bilder von dunkelen, nebelbehangenen Bergwäldern im Mondschein auf. Fremde Klänge hallen im Dunkel wieder. Wenn dieses faszinirende Land klingen würde, dann so wie es Negura Bunget gekonnt in die Ohren zauberten. Negura Bunget ließen Syntesizersounds in Ihre Musik einfließen, teilweise sogar ganz davon tragen, ohne das es irgendwann ins kitschige oder klischeehafte abgewandert wäre, oder völlig überzogen gewirkt hätte. Als dann die Gitarren einsetzen weht ein kalter Hauch aus einer fernen Welt, typische, saubere Blackmetalriffs aber völlig anders als man es aus Skandinavien kennt, getragen von morbider Traurigkeit, abwechselnd verbunden mit einer blitzschnellen Härte. Die Jungs und das Mädel brauchten keine überzogene Bühnenshow oder Effekthascherei, denn sie wissen nur allein durch Ihre Musik zu faszinieren. Es kamen auch viele fremd anmutende Instrumente zum Einsatz, zum Beispiel eine Art Nebelhorn, was gekonnt in die Songs eingebaut wurde. Auch ein Brett, bezogen mit Saiten schaffte in den Songs ungewöhnliche Hörerlebnisse. Der durch und durch carismatische Sänger wechselte passend zwischen cleanen und kreischenden Passagen. Aber es gab nicht nur getragene Songs zu hören, denn es wurden auch folkloristische, nach alten rumänischen Tänzen klingende Einflüsse dezent von der Rythmussgitarre aufgegriffen und eingebunden. Es gibt doch noch neue Einflüsse im Blackmetal, Negura Bunget sind der lebende Beiweis, das in dieser Szene noch neue Akztente gesetzt werden können, und das man sich dringend mit den momentanen schwarzen Flecken auf der musikalischen Landkarte befassen sollte. Es gibt da scheinbar noch so einige Perlen zu entdecken. Negura Bunget sind eine solche. Hörprobe und mehr Infos bekommt man auf Ihrer Homepage : www.negurabunget.com. Ich bin heute noch mitgerissen und fasziniert von dem was ich in Gahma erleben durfte.

Fazit des rundum gelungenen Abends, Musik bis drei Uhr Nachts, die Bands waren ausnahmslos gut und ich bin glücklich dabei gewesen zu sein. Es hat wirklich absolut gelohnt. Jeder, der nicht dort war hat definitiv etwas verpasst!

Autorin. Zottelzicke

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