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Sonstige Festivals: Nova Rock Open Air - Nickelsdorf, 15.-17. Juni 2007

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Veröffentlicht am Montag 25 Juni 2007 21:00:17 von madrebel
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Nova Rock Open Air - Nickelsdorf, 15.-17. Juni 2007

Deutschlandweit erfreuen sich Festivals im Sommer außerordentlicher Beliebtheit. Zu teilweise unverschämten Preisen drängeln sich Fans vom Nürburgring nach Wacken, ohne die horrenden Ausgaben für Tickets zu hinterfragen. Dass es auch anders geht, zeigten die Organisatoren des Nova Rock Open Air im österreichischen Burgenland, die für deutlich weniger Eintrittsgeld als beispielsweise das Rock am Ring-Festival ein Line-Up aufstellten, das sich nicht vor den genannten Großveranstaltungen verstecken musste. In Nickelsdorf bangte, tanzte, trank und verbrannte Master Of Puppets.


Das Burgenland rühmt sich in Touristen-Informationen für seine zahlreichen Sonnentage. Wie wahr dieser Werbeslogan ist, war bereits am Anreisetag zu beobachten. Der Schweiß floss in Strömen angesichts der Hitze sowie der Gewaltmärsche, die nötig waren um das mitgebrachte Zubehör vom Park- zum Campingplatz zu schleppen. Nicht wenige der Besucher waren 45 Minuten oder länger auf der Suche nach einem geeigneten Zeltplatz. Wenig hilfreich in dieser Odyssee waren zudem die Ordner, die reichlich hilflos zusahen, wie einige Festivalgäste begannen, ihre Zelte einfach auf den Parkplätzen aufzustellen. Ausgesprochene Drohungen mit der Polizei oder drakonischen Geldstrafen zeigten ebenfalls keine Wirkung, so dass zahlreiche Besucher auf diese Weise ihr Lager für das Wochenende aufschlugen.

Diese organisatorische Panne war jedoch nicht das einzige Manko, mit dem das Nova Rock Open Air zu kämpfen hatte. Das Mitbringen von Grills und Gaskochern war zusätzlich verboten. Die Idee einer gemeinschaftlichen Grillstätte für alle Festivalgäste hat zweifelsohne Charme, doch sollte hierfür mehr als ein kleines Areal bereitstehen. Ähnlich war es mit festen sanitären Anlagen. Eine einzige Anlage für ein komplett ausverkauftes Gelänge war gerade in Stoßzeiten definitiv zu wenig. Aber bei aller Kritik muss den Veranstaltern auch zugestanden werden, dass sie es als einziges mir bekanntes Festival geschafft haben, warmes Wasser zum Duschen anzubieten. Dieser Luxus ist beim Zelten auch nicht selbstverständlich.

Musikalisch begann das Festival nach einer zehnstündigen Anreise mit der Band Fotos. Die Gruppe spielte netten alternativen Rock mit deutschen Texten zum Einstimmen und in einem der wenigen Schattenplätze relaxen. Lust auf mehr machten da schon I Am X, die mit ordentlichen, stellenweise industrial-artigen Alternativ-Songs die ersten Besucher vor die Bühne lockten.

Beim anschließenden Gang zur Nebenbühne wurde auch das enorme Ausmaß des Geländes deutlich. Mal eben von einer Band zur nächsten Springen war angesichts einer Strecke von mindestens 15 Minuten unmöglich, weswegen Acts wie In Flames, Children Of Bodom oder Chimaira notgedrungen keinen Platz in diesem Review finden. Während des Spaziergangs über das Gelände fielen jedoch auch zahlreiche positive Elemente des Festivalgeländes auf, die bei deutschen Veranstaltungen bisher kaum bis gar nicht präsent waren. So gab es neben dem typischen Buden eine Lounge eines bekannten Getränkeherstellers. Hier konnte man auf Sofas in aller Ruhe bei kühlen Getränken die Hauptbühne beobachten, angesichts der bisweilen brutalen Hitze eine angenehme Institution.

Positiv war auch die Tatsache, dass man einzelne Shows als mp3-Mitschnitt offiziell erwerben konnte. Leider zeigten sich nur wenige der auftretenden Bands hierzu bereit. Umso mehr Respekt muss man vor Künstlern wie In Flames, Clawfinger, Excuse Me Moses oder Less Than Jake haben, die den Fans diese Option gaben. Als exzellente Entspannungsmöglichkeit erwies sich auch das Shisha-Zelt, bei dem man neben Wasserpfeifen auch leckeren Pfefferminztee zu sich nehmen konnte. Als Ausklang eines langen Festivaltages hatte dieser Stand durchaus seine Reize.

An der Nebenbühne angekommen folgte mit Papa Roach der erste namhafte Act des Wochenendes. Die US-Amerikaner mischen gekonnt neue Songs wie „To Be Loved“ oder „She Loves Me Not“ mit Klassikern des Debüts „Infest“. Auch wenn es durchaus Spaß machte die neuren Stücke zu hören, waren es gerade die Hits der Marke „Between Angels And Insects“, „Dead Cell“ oder dem unvermeidlichen „Last Resort“ die begeistern konnten. Den anwesenden Zuschauern schien es aber egal zu sein, welche Schaffensperiode die Band um den bestens aufgelegten Sänger Jacoby Shaddix gerade intonierte, Papa Roach wurde nach allen Regeln der Kunst abgefeiert, inklusive erster Moshpits.

Hier zeigte sich leider auch ein weiterer kleiner Minuspunkt. Einige „Fans“ gingen extrem hart und ohne Rücksicht auf Verluste oder andere Besucher zur Sache. Verletzungen der Gäste waren die Folge, daran konnte auch das Verbot des Crowdsurfens nichts ändern. Einen heftigen Unfall konnte man bei den anschließenden Machine Head beobachten. Ein Banger wurde mit einem Nietenarmband in der Augengegend getroffen. Hier zeigte das in hektischen Situationen überforderte Aufsichtspersonal seine schwächste Seite. Erst durch Becherwürfe an den Kopf des Ordners wurde er auf einen Vorfall aufmerksam, der sich keine zwei Meter entfernt von ihm abspielte.

Bis auf dieses Vorkommnis gab es allerdings nichts an dem fulminanten Auftritt der Thrasher um Bandleader Rob Flynn auszusetzen. Spätestens beim zweiten Song „Imperium“ verwandelte sich das Festivalgelände in einen Hexenkessel, in dem sich Musiker und Publikum stets weiter antrieben. Angesichts der unbeschreiblichen Energie, mit denen Hymnen wie „Old“, oder „Halo“ von der Bühne geprügelt wurden war es auch kein Wunder, dass die Stimmung im Publikum erstmals deutlich überkochte. Ein sichtlich bewegter Rob Flynn bedankte sich mehrmals für die fantastischen Reaktionen der Fans, bevor Machine Head mit dem atmosphärischen Highlight „Descend The Shades Of Night“ und dem Evergreen „Davidian“ die Bühne verließen.

Setlist Machine Head: Clenching the Fist of Dissent, Imperium, Aesthetics of Hate, Old, Halo, Take My Scars, Descend the Shades of Night, Davidian

Als nächstes standen die deutschen Mittelalter-Rocker von In Extremo auf dem Programm und konnten ebenfalls begeistern. Das Septett zählt sicherlich zu den besten Live-Bands der harten Rockmusik, und konnte das Publikum spielend für sich gewinnen. Die Band war stets aktiv und sorgte mit zahlreichen Positionswechseln und Pyroeffekten auf der Bühne für die entsprechende Action. Der Schwerpunkt des Sets lag auf dem aktuellen Album „Mein rasend Herz“, das geschickt mit Klassikern der Marke „Spielmannsfluch“ oder „Omnia Sol Temperat“ gemischt wurde. Die Hits der Combo kamen selbstverständlich ebenfalls zum Zug, bevor eine gewohnt hervorragende Show mit dem herrlichen „Villeman Og Magnhild“ und der entsprechenden Feuershow zu Ende ging. Normalerweise ist dieses Stück das Ende einer In Extremo-Show, doch die euphorischen Reaktionen der Zuschauer sorgten dafür, dass die Band mit „Herr Mannelig“ noch eine spontane Zugabe präsentierte.

Setlist In Extremo: Raue See, Spielmannsfluch, Erdbeermund, Der Wind, Horizont, Nur ihr allein, Wessebronner Gebet, Poc Vecem, Ave Maria, Küss mich, Omnia Sol Temperat, Liam, Mein rasend Herz. Vollmond, Villeman Og Magnhild - Herr Mannelig  

Nun war es Zeit für den Headliner der Nebenbühne. Die kanadischen Senkrechtstarter Billy Talent haben sich durch zahlreiche Hitsingles und zwei hervorragende Alben mittlerweile eine gewaltige Fanschar erspielt, was unmittelbar vor der Bühne zu spüren war. Das durchweg junge Publikum versuchte seinen Helden so nah wie möglich zu sein und sorgte mit Beginn des Openers „How It Goes“ für einige Wellenbewegungen. An einer Stelle fielen auch prompt einige Besucher in- und übereinander, unterstützt von zahlreichen nach vorne drängenden Fans. Auch wenn hierbei keine ernsthaften Verletzungen passierten, muss die Frage erlaubt sein, ob es Sinn macht, den unmittelbaren Bereich vor der Bühne mit dermaßen vielen Menschen zu füllen. Die Todesfälle des Roskilde-Festivals 2000, bei denen neun Besucher im Gedränge ums Leben kamen, scheinen leider schon vergessen. Vor allem in Kanada, denn Billy Talent spielten weiter, als wäre nichts geschehen. Die zehn Minuten später folgende Ansage, dass man zu Boden fallende Fans wieder aufheben sollte, kann man in diesem Zusammenhang nur als Verarschung verstehen. Den restlichen Auftritt übrigens auch, denn es gelang der Band zu keiner Zeit die Energie ihrer Songs auf die Bühne zu transportieren. In dieser Form waren Billy Talent die Enttäuschung des Wochenendes.

Ein weiterer Newcomer bildete den Einstieg in den zweiten Festivaltag. Die Finnen Sunrise Avenue lockten trotz heftigem Sonnenschein zahlreiche Besucher an die Hauptbühne. Neben dem Hit „Fairytale Gone Bad“ konnten auch andere Stücke des Albums „On The Way To Wonderland“ überzeugen. Vor allem „All Because Of You“ und „Forever Yours“ sorgten für Stimmung. Eine Zugabe war die logische Folge der ordentlichen Show, die vom Spruch des Festivals getoppt wurde, gab Sänger Samu Haber doch zu „spitz wie Nachbars Lumpi“ zu sein.

Spaß machten im Anschluss daran auch Lordi auf der Nebenbühne. Die Grand Prix-Sieger des vergangenen Jahres zeigten, dass sie mehr als nur ein One Hit-Wonder sind, speziell „Devil Is A Loser“, „They Only Come Out Night“ und „Would You Love A Monsterman“ wussten zu gefallen. Hinzu kam eine klasse Bühnenshow mit zahlreichen Pyros und beweglichen Musikern. Hier muss vor allem Gitarrist Jussi „Amen“ Sydänmaa genannt werden, der mehrmals ausgelassen über die Bühne fegte. Leider zeigte sich das Publikum nicht ganz so engagiert, wie die Maskenband, die Zugabe-Rufe waren relativ verhalten.

Die aufgesparte Energie der Fans wurde bei den folgenden Stone Sour freigesetzt. Diese Vorlage nahm das Quintett dankbar auf und gab einen Power-Song nach dem anderen zum Besten. Gefallen konnten vor allem Auszüge des aktuellen Albums „Come What(ever) May“. Die Begeisterung der Besucher erfreute vor allem Sänger Corey Taylor, der sich einige Male heftig mit den Zuschauern um die Wette bangte. Bei den Ansagen zeigte er sich zudem als sympathischer Ami-Proll, der jederzeit wusste, wie er sein Publikum anstacheln konnte. Ein exzellenter Auftritt, der Lust auf die anstehenden Headliner machte.

Die Vorfreude konnte Linkin Park zunächst jedoch nicht bestätigen. Wie die Energie eines Evergreens der Marke „One Step Closer“ oder dem starken „No More Sorrow“ dermaßen verpuffen kann, wird ein Rätsel bleiben. Wirklich aus sich heraus ging die Band erst bei „Papercut“, bei dem Mike Shinoda erstmals ohne Gitarre über die Bühne fegte. Hier zeigte sich neben zu vielen ruhigen Songs ein weiteres Manko der Show. Trotz stets agiler Musiker, die sich auf extra angebrachten Podesten auch dem entfernten Publikum präsentierten, sprang der entscheidende Funke nicht über. Vor allem im Vergleich mit dem furiosen Auftritt am Nürburgring 2001 fehlte die letzte Euphorie. Zu routiniert gingen Linkin Park ans Werk, daran konnte auch das gute Ende der Show mit „What I’ve Done“ und „Faint“ nichts ändern. Den hohen Erwartungen sind die US-Amerikaner nicht gerecht geworden.

Setlist Linkin Park: One Step Closer, Lying From You, Somewhere I Belong, No More Sorrow, Papercut, Points Of Authority, Given Up, From the Inside, Numb, Pushing Me Away, Breaking The Habit, In The End, Crawling, Leave Out All The Rest, Bleed It Out, What I’ve Done, Faint

Vollauf zufrieden stellend war hingegen der Auftritt von Pearl Jam. Sofern man auf musikalische Perfektion ohne große Showeinlagen eingestellt war. In diesem Fall wurde man von einer Urband des Grunge vollkommen befriedigt. Einem leisen Einstieg mit „Better Man“, zur Hälfte von Eddie Vedder alleine mit Gitarre vorgetragen, folgten zahlreiche unsterbliche Hymnen der Marke „Don’t Go“, „Even Flow“, „Jeremy“ oder „Given To Fly“. Amüsant war auch die ausführliche Begrüßung durch Frontmann Vedder, der mangelnde Sprachkenntnisse durch Ablesen eines vorher verfassten Texts kompensierte und sein Deutschtalent mit den Englischfähigkeiten des amtierenden US-Präsidenten verglich. Beeindruckend war zudem wie sich die Band bei jedem Stück in einen Rausch spielte und zeigte, dass es bei Rockmusik in erster Linie auf die Musik ankommt. Davon haben Pearl Jam mehr als genug, so dass es kaum ins Gewicht fiel, dass ihr wohl bekanntester Song „Alive“ nicht gespielt wurde. Angesichts solcher Klassesongs wie „Rear View Mirror“ oder „Porch“ war das auch kein Grund sich über die in jeglicher Beziehung hervorragende Show zu beschweren. Mit einer genialen Version des Neil Young-Klassikers „Keep On Rocking In The Free World“ endete der zweite Tag des Nova Rock 2007.

Am nächsten Morgen stand zunächst die Suche nach Schatten im Vordergrund. Auf dem Festivalgelände fand sich ein nettes Plätzchen, von dem man auch den nett rockenden Opener Excuse Me Moses verfolgen konnte. Richtig spannend wurde es allerdings erst mit Sarah Bettens. Die ehemalige K’s Choice-Sängerin überzeugte mit schönen Melodien und einem sympathischen Auftreten. Sicherlich waren die Stücke des Albums „Scream“ nicht die härtesten des Wochenendes, aber darauf kam es auch nicht an. Sarah Bettens und ihre Band überzeugten mit alternativem Poprock, der weder schnulzig noch langweilig klang. Das Highlight war dennoch die Klasseversion des K’s Choice-Hits „Not An Addict“.

Bei den Donots stand danach wieder die Party im Vordergrund. Der melodische Punkrock der Münsteraner war hierfür auch bestens geeignet. Von der ersten Sekunde an begeisterte die Combo sowohl musikalisch als auch mit witzigen Ansagen. Die vor der Bühne versammelten Ordner wurden während der gesamten Show dazu aufgefordert, dem ausgetrockneten Publikum mit Hilfe eines Wasserschlauchs die dringend notwendige Abkühlung zu verschaffen. Im Gegenteil, Songs der Marke „Goodbye Routine“ oder „Whatever Happened To The 80ies“ inklusive Cyndi Lauper-Zitat sorgten für mächtig Staub vor der Bühne. Gekrönt wurde der Auftritt mit dem Twisted Sister-Cover „We’re Not Gonna Take It“.

Nach dieser beeindruckenden Vorstellung gibt es sicherlich einfacheres, als die Stimmung hochzuhalten. Doch die H-Blockx gaben ihr bestes, und konnten durch eine engagierte Show mehr als überzeugen. Vor allem Frontmann Henning Wehland fegte stets von einer Bühnenseite zur anderen, versorgte die anwesenden Fans mit zahlreichen Bierdosen, und motivierte die Zuschauer, trotz der Hitze verbliebene Energiereserven zu mobilisieren. Angesichts grandioser Evergreens der Marke „Little Girl“, „Rising High“ oder der Zugabe „Ring Of Fire“ gelang es dem Quartett auch spielend, die anwesenden Fans zu für sich zu gewinnen. Nach Ende der Show sah man jedenfalls zahlreiche verschwitzte und glückliche Gesichter.

Während Less Than Jake hieß es anschließend Kraft tanken und den furiosen Auftritt der Skapunk-Formation aus der Distanz verfolgen. Die Band zeichnete die Show für eine DVD auf, was die anwesenden Zuschauer zusätzlich motivierte. Zahlreiche lustige Aktionen sollten für eine unterhaltsame Veröffentlichung sorgen, etwa das Geburtstagsständchen für Sänger und Bassisten Roger Manganelli oder zahlreiche Kleidungsstücke, die auf Kommando von den Fans durch die Luft gewirbelt wurden. Musikalisch konnten die US-Amerikaner ebenfalls überzeugen, es bildeten sich zahlreiche Staubwolken im vorderen Bühnenbereich.

Dieser Effekt wurde bei den folgenden Flogging Molly noch verstärkt, stellenweise war die Sicht auf die Bühne stark vernebelt. Verständlich, denn beim mitreißenden Folk-Punk der irisch-amerikanischen Combo kann man auch nicht stillstehen. Das Publikum verwandelte bei Hits wie „Devils Dance Floor“ nahezu den gesamten Bereich der Hauptbühne in ein riesiges Folk-Fest. Es wurde gepogt, getanzt, gegrölt, geklatscht, kaum ein Anwesender konnte sich den magischen Melodien des Septetts entziehen. Auf dem Höhepunkt der Stimmung entwickelte sich sogar eine Polonaise durch die einzelnen Moshpits. Nach viel zu kurzen 60 Minuten hinterließen Flogging Molly ein entkräftetes, aber glückliches Publikum.

An dieser Stelle stand für die Planetheavymetal-Fraktion aus terminlichen Gründen auch schon die Heimfahrt an, weswegen es an dieser Stelle leider kein Slayer-Review gibt. Unabhängig davon konnte das Nova Rock Open Air bei seiner dritten Ausführung trotz einiger Mängel überzeugen. Zahlreiche nette Festivalbesucher und massenhaft gute Musik machten die Veranstaltung zu einer ernsthaften Alternative zu Rock am Ring. Bis zum nächsten Jahr!