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Konzert Review: Noisenight / Köln - Underground

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Veröffentlicht am Dienstag 13 April 2010 14:24:19 von madrebel
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Noisenight / Köln – Underground 10.04.2010

mit Hackneyed, Yuppie Club, Milking the Goatmachine und Thorn.

Vier Bands, vier mal Spaß und vier mal mächtig auf die Glocken. Das konnte man im Vorfeld beim Line-Up erwarten und diese wurden auch mächtig erfüllt. Schade nur, dass lediglich um die 100 Besucher heute Abend der Krachrunde im Kölner Underground anwesend waren. Diese erlebten aber einen richtig fetten Abend.

Den Reigen begannen „Thorn“, die wohl heute ihren Hut für immer nahmen und dementsprechend nochmal so richtig Gas gaben. Die Ansagen waren zwar immer etwas eigenartig und obskur, aber bei dem energiegeladenen Gig war das eher sekundär. Die etwas mehr als 30 Minuten waren allerdings sehr geil und die Jungs hatten Spaß.

Eine halbe Stunde Umbaupause war nun angesagt. Ob man die Ziegen erstmal von der Weide holen musste? Nun, man weiß es nicht. Jedenfalls war es nun Zeit für Agrargrindcore. Die Jungs von „Milking the Goatmachine“, natürlich alle mit Ziegenmasken versehen fingen an knapp 40 Minuten rumzublöken und gingen einem allerdings nach knapp 5 Songs schon tierisch auf den Zeiger. Zu eintönig war der 08/15 Grind der Jungs, zu vorhersehbar und die lustigen Masken konnten über die Durchschnittlichkeit der Songs auch nicht hinwegtäuschen. Okay, „Wasting away“ von „Nailbomb“ und der Titel eines Songs mit dem Namen „The Last Unigoat“ waren noch ganz nett, aber das war es dann auch. Und wenn ich in Köln eine Ziege sehen will, dann höchstens Hennes vom EFFZÄH.

Qualitativ hochwertiger ging es danach mit den Ruhrpöttlern von „Yuppie Club“ zu. Alle in feinem Zwirn und schön gekämmtem Haupthaar, Gesichtsmasken, die man aber nach dem dritten Song ablegte und einer netten Mixtur aus klassischem Death und Grind. Was will man mehr? Die neureiche Bande hatte sichtlich Spaß am Gig, was sich nicht nur daran sehen ließ, das der Frontmann nach jedem Song ein Kleidungsstück ablegte, sondern das auch sonst viel Bewegung sowohl vor als auch auf der Bühne zu sehen war. Nette Begegnung am Rande. Die ältere Dame, vermutlich die Großmutter eines der Bandmitglieder, rockte bei zwei Liedern auf der Bühne mit und strahlte mehr Rock´n´Roll aus, als so mancher Mittzwanziger. Respekt.
Aber auch sonst ließen „Yuppie Club“ nichts anbrennen und zogen nochmal so richtig vom Leder. Sehr geile Liveband.

Und nun war es an der Zeit für die Jugend. Die süddeutschen Shootingstars von „Hackneyed“ kamen, sahen und siegten. Denn die Jungspunde gaben nämlich von Anfang an soviel Gas, das man nur noch anerkennend mit der Zunge schnalzen und mit der Matte moshen konnte. Der Fronter holte echt alles an Geräuschen aus seinem Inneren heraus, was sehr beeindruckend wirkte. Und die Fraktion an den Instrumenten wirkte nur noch respekteinflößend. Soviel Energie, alles passte, war punktgenau gespielt, es rappelte und schepperte an allen Ecken und Enden und das ganze war nicht nur sauber gespielt, sondern kam auch noch sehr authentisch und ungekünstelt rüber. Besonders die älteren im Publikum zeigten sich mehr als nur anerkennend und schon nach kurzer Zeit sah man nur noch Moshpits, fliegende Haare und Pommesgabeln in der Luft. Sehr eindrucksvoll. Und das die Band nach knapp 50 Minuten Highspeedgeblaste noch eine Zugabe spielen konnte, war das Tüpfelchen auf dem I. Ein sehr guter Auftritt und wenn die Jungs auf diesem Niveau weiter machen, wächst da noch was richtig großes.

Fazit. Alles in allem ein toller Abend mit viel Licht und wenig Schatten. Es hätten aber mehr Besucher da sein dürfen.


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