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Sonstige Festivals: NRW Deathfest - 17.18.09.2005 - AJZ Bahndamm Wermelskirchen

Veröffentlicht am Sonntag 18 September 2005 17:48:17 von madrebel
phpnuke.gifIn die dritte Runde ging jetzt das Deathfest und wieder einmal lockte es knappe 400 Krachfetischisten in den Bahndamm. Ausverkauft war es relativ rasch, auch wenn das Line-Up im Vergleich zum Vorjahr etwas schwächer ausfiel.










NRW Deathfest - 17.18.09.2005 - AJZ Bahndamm Wermelskirchen


In die dritte Runde ging jetzt das Deathfest und wieder einmal lockte es knappe 400 Krachfetischisten in den Bahndamm. Ausverkauft war es relativ rasch, auch wenn das Line-Up im Vergleich zum Vorjahr etwas schwächer ausfiel.
Nichtsdestotrotz war die Stimmung das ganze Wochenende endgeil und vollkommen friedlich.
Ich selbst erschien am Freitag gegen 20.00h abends, und die erste Band die ich sah waren die Niederrheiner „Infecdead“. Die sind ja in Undergroundkreisen nun auch nicht mehr unbekannt und das nicht ohne Grund. Souverän knüppelten sie sich durch einen kurzen, aber geilen Gig, der nicht nur mich begeisterte. Klasse Gig.

„Sudden Death“ aus Osnabrück stießen erst kurzfristig zum Billing, da „Exhumed“ aus bekannten Gründen abgesagt hatten und „Avulsed“ Headliner wurden.
Auch hier hatte man keine unbekannten am Start und selbige zogen ein Brett ab, was sich wirklich gewaschen hatte. Gingen ab wie ein Zäpfchen, der Fronter brüllte wie ein Weltmeister und die Hütte wat am beben. Geil.

„Malignancy“ standen dem in nichts nach und setzten noch einen drauf. Gebolze, Party pur und ein geiler Grunzer komplettieren das alles. Geile Truppe, die hoffentlich bald wiederkommen wird.

Die Goregrinder „Avulsed“ krönten dann den Abend. Eine Stunde lang Grind vom feinsten, der viele offene Mäuler und nassgeschwitzte Poger hinterließ. Die Iberier hinterließen keinerlei gefangene und zeigten, dass sie eines Headliners würdig waren. Jeder der da war, dürfte diesen Aussagen zustimmen und es bleibt zu hoffen, dass sie in Kürze noch mal in unsere Breitengrade kommen werden.

Der Samstag begann erstmal ruhig mit einem Kaffee und der lecker kultigen Frittz Cola.
Und die erste Band die ich zu Gesicht bekam, waren „Mincing Fury“. Selbige hatten ihren Gig mit „Brutus“ getauscht und spielten im vergangenen Sommer schon mal im Bahndamm. Die Jungs spielten zwar guten technischen Death Metal, jedoch hatte man Soundprobleme und viel zu lange Pausen während der Songs. Der Auftritt war auch dementsprechend schwach und im vergangenen Jahr war es eindeutig besser. Schade, eigentlich sind die Tschechen sonst beser drauf.

Die niederländischen „Brutus“ stießen dann in andere Dimensionen. Geiler, wenn auch monotoner blastiger Death Metal, ein Fronter, der sich die Seele aus dem Leib grunzte. Coole Truppe, die derb Stimmung machte.

„Resurrected“ tobten dann wieder wie die Irren über die Bühne, gaben alles und auch der Gitarrist zog mal wieder die irrsten Fratzen. Da ich die Jungs aber schon sehr oft gesehen hatte, verließ ich den Gig zugunsten diversewr Biere.

Die Italiener „Hour of Penance“ kannte ich bislang noch nicht, aber dies dürfte sich jetzt ändern. Unglaublich sympathisch präsentierten sich die Italiener und schoben ein Brett, was rauer und härter kaum sein konnte. Geile Truppe, die echt was drauf hat.

„Wormed“ aus Spanien nahmen es dann sehr genau. Der Drummer testete, bastelte und schraubte, bis es ihm endlich passte. Als der Gig dann losging, gab es ein Gewitter, was sich echt gewaschen hatte. Der kleine mopsige Fronter brüllte sich ein wahres Rudel, sah allerdings etwas weinerlich dabei aus. Die Truppe schien sich allerdings großer Beliebtheit zu erfreuen, denn der Moshpit war extremst. Crowdsurfer zuhauf und als nach einer Dreiviertelstunde alles vorbei war, erschien es, als wäre gerade ein Hurrikan durch die Halle gezogen.

„Mortal Decay“ aus den Staaten war dann noch mal das richtig derbe Brett zum Abschluss und die Jungs konnten echt was. Abwechslungsreich, technisch, brutal und auch die Soli funktionierten eins A. Die wohl beste Band des Wochenendes und das beste im Bereich Todesblei, was ich in letzter Zeit sehen durfte. Abgesehen davon, eine endgeile Livetruppe. Absolut empfehlenswert.

Fazit: Ein großartiges Wochenende, geile Bands, günstige Essens-und Getränkepreise. 1€ ein Würstchen, 2€ ein Steak, 1,50€ das Bier, 1€ die Cola. Da kann man nicht meckern.
Die 28€ für eine Wochendkarte gingen auch in Ordnung und auch sonst war alles in bester Ordnung. Ein rundum gelungenes Wochenende.
Ein Fuck off geht jedoch an die anwesenden rechten Spinner, wovon insbesondere einer sich für den Spruch an die Polizei, die wegen Falschparkerei kontrollierte, beinahe einen gezielten Wurf einer halbvollen Flasche verdint gehabt hätte. Er brüllte selbige an und schrie sie an:“Geht Kanacken in der Innenstadt jagen“. Dämlicher Vollidiot.
Ansonsten, ein Lob an Thorsten und Konsorten für ein gelungenes Festival. Daumen hoch.

madrebel


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