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Zur Meinung von Amazon

Sonstige Festivals: NO MERCY Festival Essen Zeche-Carl 2003

Veröffentlicht am Sonntag 13 April 2003 09:26:29 von Harry
phpnuke.gifTESTAMENT, MARDUK, DEATH ANGEL, DIE APOKALYPTISCHEN REITER, NUCLEAR ASSAULT, u.a.
Donnerstags, 17 Uhr in Deutschland !
Die meisten Leute arbeiten, kommen gerade von der Arbeit oder stehen im abendlichen Berufsverkehr. Nur irgendwelche weltfremden Tourpromoter meinen, an so einem Donnerstag ab 17 Uhr ein Festival mit insgesamt 8 Bands veranstalten zu müssen. Viele, wie auch wir, waren natürlich erst gegen 19 Uhr in der Zeche Carl in Essen, was nichts anderes heißt als:
Die ersten 3 Bands verpasst, darunter leider auch PRO-PAIN, die live immer ´ne Bank sind !

Es ging für uns also los mit NUCLEAR ASSAULT, denen aber vom Soundmixer übel mitgespielt wurde. Von den Drums hat man nur die Snare gehört und der Rest ging in einem Soundbrei unter. Ich meine „Critical mass“ erkannt zu haben, das alles war aber nach dem dritten Song nicht mehr zu ertragen. Wie viele Andere haben auch wir schnellstens den Weg zurück ins Foyer eingeschlagen, von daher: Keine Wertung !

DIE APOKALYPTISCHEN REITER
Als Nicht-Reiter haben Stücke wie „Unter der Asche“ und „Erhelle meine Seele“ live bei mir dann doch Interesse geweckt. Die Band spielte professionell, der Frontmann kam gut rüber und fand rege (Bühnen-) Unterstützung beim anscheinend anwesenden DAR-Fanclub.
Etwas komisch bzw. fehl am Platz wirkte nur der Keyboarder:
Der Mann machte mir keinen glücklichen Eindruck, sah eher aus wie ein entführter Organist von irgend´ner evangelischen Freikirche. DAR-Fans, klärt mich auf: Ist der wirklich freiwillig bei den Reitern ?
Alles in allem haben DIE APOKALYPTISCHEN REITER bei mir aber einen positiven Eindruck hinterlassen.

DEATH ANGEL
Nach 13 Jahren das erste Mal wieder auf einer deutschen Bühne.
Dementsprechend huldigte jetzt die erstmals rappelvolle Halle diesem Augenblick.
Der linke Teil der Bühne gehörte ganz Lead-Gitarrist Rob Cavestany, der nichts von seinem Können verlernt zu haben scheint. Die rechte Seite teilten sich Dennis und Gus Pepa, die auch, neben Frontmann Mark Osegueda, die Aktivposten bei DEATH ANGEL waren. Mark Osegueda bedankte sich während des Gigs mehrmals für die „enthusiastische Unterstützung“ der Fans und hatte augenscheinlich viel Spaß an der ganzen Sache. Gesanglich war der Junge sowieso immer auf der Höhe.
Der Sound war fast optimal, was Stücke wie „Seemingly endless time“, „Disturbing the peace“ oder „Final death“ zum absoluten Genuss werden ließen.
Die Reihe der Klasse-Songs endete mit „The organisation“ und „Kill as one“. Was will man mehr ? Vielleicht öfters so ein DA-Konzert ?
Nach 13 Jahren Entzug ließen DEATH ANGEL daran keinen Zweifel.

Zu MARDUK nur soviel:
Die eigentlich passablen Songs standen in keinem Verhältnis zum eher lächerlichen Bühnenoutfit. Denn bemalte Black Metaller, die pralle Bierwannen vor sich her tragen, wirken auf mich nicht wirklich böse.
Aber wie gesagt: Musik und Sound waren O.K. !
Ich kenne MARDUK aber nicht so gut, dass ich hier einzelne Stücke erkannt hätte.

TESTAMENT
Gegen viertel vor 12 enterten TESTAMENT die Bühne. Leider ging der Opener „D.N.R.“ soundmäßig voll in die Hose und man musste Schlimmstes befürchten (siehe NUCLEAR ASSAULT).
Glücklicherweise waren diesmal die Probleme schnell behoben, der Sound war fett, allerdings nicht mehr so klar wie bei DEATH ANGEL.
TESTAMENT boten in einer guten Stunde einen Durchmarsch durch die Bandhistorie, wobei der Schwerpunkt dann doch auf „The Gathering“ lag (was nicht unbedingt ein Fehler war). Allein mit den ersten drei Nummern, alle von „The Gathering“, hatten sie schon gewonnen. „Alone in the dark“ wurde zwar vergessen, dafür gab´s von „The legacy“ ein gepflegtes „Burnt offerings“. Beim Intro zu „Trial by fire“ stellten sich einem die Nackenhaare auf und “Low” knallte heftigst durch die Boxen.
Kurz und gut:
TESTAMENT waren Klasse, Chuck Billy war überragend, und die gesamte Truppe hat mal wieder gezeigt, dass sie einer der besten Live-Bands überhaupt sind. Hammer !!!

Setlist TESTAMENT (aus´m Kopf = kein Anspruch auf Vollständigkeit)
D.N.R.
Down for life
True believer
Low
Into the pit
Trial by fire
Electric crown ?
3 day into darkness
Burnt offerings
Discipline of the watch
........


Gesamteindruck:
Die Hütte war ausverkauft, klar, wenn alles nur in der kleinen Halle stattfindet.
Die Hälfte der Bands für den gleichen Preis hätte aber gereicht.
Ansonsten, bis auf die genannten Soundschwierigkeiten, eine gelungene Sache mit den beiden absoluten Highlights DEATH ANGEL und TESTAMENT.


Harry

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