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Zur Meinung von Amazon

CD Review: NAGLFAR - Sheol

Veröffentlicht am Montag 24 März 2003 07:40:06 von Zombie_Gecko
Pflichtstoff für Schwarzkittel und Liebhaber düsterer Musik!









01. I Am Vengeance
02. Black God Aftermath
03. Wrath Of The Fallen
04. Abysmal Descent
05. Devoured By Naglfar
06. Of Gorgons Spawned Through Witchcraft
07. Unleash Hell
08. Force Of Pandemonium
09. The Infernal Ceremony


(43:40 min)


2003 New Hawen Records / Century Media / SPV (www.newhawenrecords.com)


Line Up:
Jens Ryden - Vocals
Andreas Nilsson - Lead Guitar
Marcus V. Norman - Rhythm Guitar
Kristoffer W. Olivius - Bass & Vocals
Matthias Grahn - Drums

(www.naglfar.net)


Seit dem letzten Lebenszeichen von NAGLFAR, “Diabolical”, sind vier Jahre ins Land gezogen, vier Jahre, in denen Naglfar im Eck für besondere Fälle standen: denn mit Diabolical hatte ich Naglfar unter jenen Combos eingereiht, die sehr viel wert auf Geschwindigkeit legt – freundlich formuliert. Um so größer die Überraschung bei „Sheol“, was aus dem hebräischen kommt und „Hölle“ heißt. Doch Naglfar lassen hier nicht die Hölle los und prügeln alles kurz und klein, nein, Naglfar spielen sich in die vorderste Liga der Schwarzkittel. Denn „Sheol“ ist nicht nur erwachsen im Vergleich zum Vorgänger - dieses Album ist ERHABEN! „Sheol“ ist nicht theatralisch wie CRADLE OF FILTH, hat nicht das verspielte Element, das EMPEROR auf ihren letzten Alben hatten und schon gar nicht das Aggressionspotential, welches Szenegrößen wie MARDUK oder IMMORTAL haben. NAGLFAR haben mit „Sheol“ ein Album erschaffen, das sich in meinen Augen am ehesten mit den Ringgeistern aus dem ersten Teil von Herr der Ringe vergleichen oder umschreiben lässt. „Sheol“ hat diese hintergründige Schwärze, wie sie die Ringgeister umgibt, strahlt eine ebensolche boshafte Kälte aus, auf der anderen Seite jedoch ist irgendwo noch ein Rest Menschlichkeit verborgen. Eher selten hat „Sheol“ Momente wie bei „Devoured By Naglfar“, welches durch die relativ weit im Vordergrund agierende Gitarre einen deutlichen Einschlag von Viking Metal hat. Eher versteckt schleichen sich diese Melodien ein, oft nimmt der Hörer sie gar nicht bewusst wahr. Im Vordergrund ist immer diese gewisse Kälte vorherrschend, vermischt mit der Ausstrahlung von Macht und der beinahe absoluten Gewissheit der Unbesiegbarkeit. Der Begriff „graue Eminenz“ fällt mir spontan ein – nicht die offensichtliche Stärke oder primitive Gewalt verleiht „Sheol“ diese Stärke! Diese hintergründige Magie, die manche große Persönlichkeiten (speziell Filmcharaktere wie oben erwähnte Ringgeister oder auch Gandalf oder Saruman) ausstrahlen, das Streben nach Macht und Kontrolle, das Wissen, den Gegenüber im Grunde genommen jederzeit in der Hand zu haben – das macht die Faszination von „Sheol“ aus. Und wenn wie bei „Unleash Hell“ wieder Elemente aus dem Viking Metal einfließen oder sich die Leadgitarre am Anfang anhört wie von CHILDREN OF BODOM entliehen – diese Unbeschwertheit wärt nicht von langer Dauer, immer hat der Hörer dieses Gefühl, das etwas böses auf ihn zu kommt. Und dann kommt auf einmal diese schwarze Wand, wie aus dem Nichts und schluckt diese lebensbejahenden Melodien. Und wenn diese Schwärze alles eingehüllt hat, einen komplett verschlungen hat – dann greift man mit zitternden Fingern nach der Repeat-Taste! Dieses Album hat das Zeug zum Klassiker und gehört in eine Reihe wie Anthems To The Welkin At Dust, Midian, Frost, To Mega Therion, A Blaze In The Northern Sky, Enthrone Darkness Triumphant, Storm Of The Lights Bane, Ceremony Of Opposites oder Opus Nocturne. Genial!!

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