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Konzert Review: Motörhead - Sepultura / Düsseldorf - Philipshalle 07.12.2004

Veröffentlicht am Mittwoch 15 Dezember 2004 16:49:27 von madrebel
phpnuke.gifNahezu 5000 Nasen pilgerten am heutigen Abend in die Düsseldorfer Philipshalle, um dem ersten Auftritt der drei Krachfetischisten seit dem Jahr 2000 in der Landeshauptstadt beizuwohnen.






Motörhead - Sepultura / Düsseldorf - Philipshalle 07.12.2004


Nahezu 5000 Nasen pilgerten am heutigen Abend in die Düsseldorfer Philipshalle, um dem ersten Auftritt der drei Krachfetischisten seit dem Jahr 2000 in der Landeshauptstadt beizuwohnen.
Nun, die Besucher waren, wenn man sich die Gesichter so ansah alle verdammt gut drauf und insbesondere das bunte Bild der Besucher bei Lemmy und seinen Jungs ist immer wieder faszinierend. Da steht der Rockabilly neben dem Punk. Die Glatze neben dem Metaller, dann rennen dazu dutzende Jahre Knast durch die Halle. Man sieht Vater und Sohn einträchtig brüllen: „Dont forget, Motörhead !!! „ Und alle, alle scheinen sie sich tierisch auf einen starken Abend zu freuen.
Den Beginn allerdings machten erstmal die Brasilianer „Sepultura“, die seitdem sie ihren alten Fronter verloren haben, eher ein Schattendasein in der Szene fristen. Die eigenen Tourneen interessieren fast niemanden mehr, die neueren Platten locken auch keinen Hund mehr hinterm Ofen hervor. Irgendwie schade, einst waren sie eine Band, die wirklich großes hätte schaffen können. Nun, dies ist wohl für immer vorbei. Nichtsdestotrotz allerdings rockten sich die Jungs heute wirklich die Seele aus dem Leib. Es wurde Klassiker an Klassiker gereiht und genau das ist es doch, was die Leute hören wollen. „Arise“, „Territory“, „Roots bloody Roots“, „Slave New World“, „Biotech is Godzilla“, „Desperate Cry”. Es wurden kaum Wünsche offengelassen. Nun, man nahm ja auch eine DVD auf.
Es war definitiv geil, mal wieder die alten Gassenhauer und Nackenbrecher zu hören. Und den Zuschauerreaktionen zufolge, stand ich mit meiner Meinung alles andere als alleine da.
Nun, definitiv war dieser Auftritt mal eine wirkliche Granate, da habe ich die Jungs auch schon mal weitaus miserabler erlebt.

Nun ging es zum zwischentanken an die überteuerten Bierstände. Leute treffen, Smalltalk. Ihr kennt das ja selber.

Endlich ging es dann wieder los. „Guten Abend !!! We are Motörhead and we are gonna kick your Ass“. In die Rickenbacker gegriffen und ab dafür. Knappe 100 Minuten war es wie ein Ritt auf einer frisierten Harley Davidson, die ununterbrochen ohrenbetäubend ihre Kolben bewegte. „Sacrifice“, „Going To Brazil“, „I Got Mind“, „Dancing On Your Grave”, die drei alten Haudegen knallten dem geneigten Besucher eine geile Nummer nach der anderen um die Ohren und legten dabei eine Spielfreude an den Tag, die ihresgleichen suchte. Nun, denn auch hier wurde eine DVD aufgenommen. Da bin ich aber mal gespannt, wie sie das Teil soundmäßig hinbekommen, da der Philipshallensound mal wieder stockmiserabel war.
Natürlich durften auch Klassiker wie „Iron Fist“, das unvermeidliche „Ace of Spades“ und auch „Ramones“ nicht fehlen. Überraschend gab es dann sogar eine kurze Blueseinlage. Und zwar mit „Whorehouse Blues“ von der aktuellen Scheibe „Inferno“. Lemmys Ansagen waren natürlich wieder von knarziger Freundlichkeit, so wie man ihn eben kennt und schätzt. Insbesondere seine Ansage zur Downloadproblematik war da bezeichnend. "Go out and steal it. I want you to listen to the songs!". Besser kann man es wohl kaum ausdrücken.
Der Abschluß lieferte dann eine gnadenlose Killerfassung von „Overkill“, bevor sich die Jungs verabschiedeten. Definitiv mal wieder eines der absoluten Konzerthighlights im Jahre 2004.
Also Jungs, bis zum nächsten Jahr.

Madrebel

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