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Konzert Review: Motörhead - Anthrax - Köln E-Werk 2002

Veröffentlicht am Dienstag 29 Oktober 2002 23:31:57 von madrebel
phpnuke.gifUnd da war es endgültig um den Zuschauer geschehen. Die Jungs versprühten eine solche Energie das es sich gewaschen hatte. Und dann brachten sie es noch fertig „I´m the Man“ als Mittelteil einzufügen....
Lemmy begrüsste das Publikum mit seinem obligatorischen“ Guten Abend, we are Motörhead, and we´re gonna kick your ass“ und mit „We are Motörhead“ stieg man sofort furios in einen knapp 100minütigen Gig ein. Ich dachte die Stimmung wäre nach der Vorband nicht mehr steigerungsfähig gewesen, aber ich irrte.....
Motörhead / Anthrax
28.10.2002 / Köln E-Werk

Ein geiles Package war hier zusammen auf Tour und wer das verpasste war selber schuld. Das dachten außer mir auch mehr als 2000 andere Metalheads, denn das Konzert war ausverkauft.
Tja, und was soll ich sagen ? Lohnenswert auf der ganzen Linie.
Als erstes konnte ich nach ewiger Zeit mal wieder „Anthrax“ live sehen, doch leider verpasste ich die erste halbe Stunde des Gigs, da der erste Herbstorkan dafür sorgte, daß man schwer nach Köln kam. Aber ein echter Metaller lässt sich dadurch ja nicht aufhalten.
Nun, ich sah dann zumindest noch die zweite Halbzeit des Konzertes und die hatte es in sich. Angefangen bei „Antisocial“(dem Cover der Franzosenmetaller von „Trust“), und hier war schon die Stimmung verdammt heiß. Das Gemoshe und Gepoge war schon in vollem Gange und auf der Bühne flippte ein Derwisch namens Scott Ian rum. Auch Fronter John Bush ließ sich von der Stimmung mitreissen und ging ab wie Schmidt´s Katz. Jedoch sollte das nicht alles gewesen sein. Nun folgte mit der Ansage, daß man mit dieser Nummer 100ten von Bands die Türe geöffnet habe „Bring the Noise“, was man damals mit „Public Enemy“ einspielte. Und da war es endgültig um den Zuschauer geschehen. Die Jungs versprühten eine solche Energie das es sich gewaschen hatte. Und dann brachten sie es noch fertig „I´m the Man“ als Mittelteil einzufügen. Und nun war es endgültig geschehen. Der vordere Teil der Halle wurde zu einem Hexenkessel.Was bei der Spielfreude auch kein Wunder war. Zwischenzeitlich kam dann noch ganz kurz Phil Campbell auf die Bühne um kurz mitzurocken.. Einfach klasse, und wenn dann auch noch Stücke danach wie „N.F.L.“ und „Only“ vom „Sound of White Noise“ kommen, dann kann man nichts verkehrt machen. Geärgert habe ich mich jedoch als ich erfuhr das man vorher noch „Caught in a Mosh“, „Got the Time“, „Among the Living“ oder auch neueres wie „Superhero“ und „Inside out“ gespielt hatte. Aber nach der Ansage das Deutschland das metalland Nummer 1 ist(ja, ich weiß, wir sind die Bewahrer des Glaubens und es ist immer schön zu hören) und der Ankündigung im nächsten Jahr mit der neuen Scheibe zu touren, verliessen die Jungs uns dann auch. Na dann freue ich mich mal auf die nächste Tour.

Nach einer halben Stunde Umbaupause erschienen dann auch endlich „Motörhead“ auf der Bühne. Lemmy begrüsste das Publikum mit seinem obligatorischen“ Guten Abend, we are Motörhead, and we´re gonna kick your ass“ und mit „We are Motörhead“ stieg man sofort furios in einen knapp 100minütigen Gig ein. Ich dachte die Stimmung wäre nach der Vorband nicht mehr steigerungsfähig gewesen, aber ich irrte. Die halle kochte und „Motörhead“ waren verdammt gut gelaunt heute. Die 3 foppten sich gegenseitig, Lemmy machte Witzchen und auch sonst war einfach nur purer Rock´n´Roll und Spaß angesagt. Dazu ließ dann auch die Songauswahl nicht viele zu wünschen übrig. Nun, man hätte auch noch den einen oder anderen Klassiker auspacken können, aber „Over the Top“ und „Rock´n´Roll“ war doch auch mal was feines und nicht oft gehörtes. Und wie man die Jungs kennt, packen sie auf der nächsten Tour wieder ein Paar Klassiker aus, mit denen niemand rechnet. Zusätzlich kamen dann noch Stücke wie „Clenched Fist“, „Metropolis“, „Orgasmatron“, „Killed by Death“ oder auch die den beiden verstorbenen „Ramones“ gewidmeten „Ramones“ und „God save the Qúeen“. „Goin´to Brazil“ war mal wieder der Stimmungsmacher schlechthin und „Sacrifice“ wurde einfach nur gnadenlos in die Menge geprügelt. Das Drumsolo von Mickey Dee jedoch fand ich diesmal etwas fade, knallte einfach nicht so wie früher.
Nach etwas mehr als 70 Minuten war dann aber ertseinmal Schluß, doch Zugaberufe en´ Masse´ und eine ohrenbetäubende Luftsirene kündigte den „Bomber“ an. Und er kam, langsam die Decke hinunter und „Motörhead“ spielten den Soundtrack dazu. Man, es ist immer wieder faszinierend anzusehen, wie dieses riesige Gebilde aus Stahl nur wenige Zentimeter über den Köpfen der Band schwebt und dabei auch noch wirklich beeindruckend bewegt wird. Einfach toll. Natürlich durfte der Klassiker der Band nicht fehlen, „Ace of Spades“ und hier ging es natürlich noch einmal richtig ab. Der Rausschmeißer war wie immer „Overkill“, den ich dieses Mal mit einer Rückkopplungsorgie gehört habe wie selten zuvor. Einfach ohrenbetäubend , krachig und geil. Tja, „Motörhead“ sind und bleiben live eine Macht.
Einen Support gab es auch noch. „Shitheadz“ aus Dormagen, die laut mehrerer Aussagen gar nicht schlecht gewesen sein sollen.
Wermutstropfen waren mal wieder die Shirtpreise. 30€ für ein T-Shirt und 55€ für einen Kapuzenpulli, das ist echt heftigst. Ironischerweise verkauften die Schwarzhändler vor der Halle sich dumm und dämlich. Bei Preisen von 10€ für´s Shirt und 20€ für den Kapu kein Wunder. Dazu war die Qualität recht ordentlich. Tja, es geht auch billiger und es muss ja nicht immer das Original sein.
Nichtsdestotrotz, ein cooles Konzert was man immer wieder gerne erlebt.

Madrebel


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