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CD Review: Ministry - Rio Grande Blood

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Veröffentlicht am Dienstag 21 März 2006 23:42:03 von madrebel
2006 scheint wirklich das Jahr für Al Jourgensen und seine Riesenrasselbande zu werden. Erst haut er einem die neue „Revolting Cocks“ bis zum Anschlag in die Gehörgänge und nun folgt schon der nächste Schlag mit dem Presslufthammer.










Ministry - Rio Grande Blood


1. Rio Grande Blood
2. Senor Peligro
3. Gangreen
4. Fear (Is Big Business)
5. Lies Lies Lies
6. The Great Satan
7. Yellow Cake
8. Palestina
9. Ass Clown
10. Khyber Pass 11.Sgt. Major Redux


13th Planet Records


Al Jourgensen – Vocals, Programming, Guitars
Raven – Bass
Tommy Victor – Guitars


„Rio Grande Blood“ heißt das neue Album, ist ein einziger Hassbolzen gegen die Regierung Bush, nimmt dabei kein Blatt vor den Mund und ist ein Aufschrei an aufgestauter Wut, wie man ihn lange nicht gehört hat.
Der Opener, nach dem Album betitelt, beginnt mit einer gefaketen Rede von Dabya geht ab wie eine Granate, ist eine einzige Rifforgie. Aggressiv bis zum Anschlag und einfach nur geil.
Senor Peligro geht ohne Umschweife direkt in die vollen, hat einen extremen Ohrwurmcharakter, lebt von den verzerrten Gesangseinlagen von Al Jourgensen und nimmt dabei ganz selten den Fuß vom Gas. Großartig.
Ganggreen ist dann eine Nummer, die es wirklich in sich hat. Ein echter Major der US-Marines brüllt, motzt und grantelt in dieser Nummer, dass man nur mit den Ohren schlackert. Gleichzeitig lässt der altgediente Soldat Schimpfkanonaden ab, die es wirklich in sich haben. „I stick my Dick in your Nose“, ist nur eine der freundlichen Ansagen, die der nette Herr den Hörer entgegenbrüllt.
Ein weiterer Höhepunkt ist „Lies Lies Lies“. Geiles Intro und danach geht das Ding einfach nur ab. Hochgradig hitverdächtig, mit einem coolen Chorus versehen, ballert einem diese Nummer wirklich den Kitt aus der Brille und entwickelt sich zu einem extremen Nackenkiller.
Ähnlich hitverdächtig ist dann auch „Great Satan“. Übrigens schon veröffentlicht auf der „Rantologies“-Best of…“ .Dürfte einem in Kürze aus jeder Hartwurstdisco entgegenschallen und sich zu einem neuen Liebling bei allen Fans entwickeln.
„And the War goes on“, so geht es mit „Yellow Cake“ los und drückt sich beharrlich in die Gehörgänge. Völlig geil, denn bei jedem Durchlauf wächst der Song. Ohne Umschweife geht es dann direkt in „Palestina“ über und macht dabei richtig Laune, besonders der abgehackt wirkende Part gegen Ende klingt sehr schräg und würzt dabei noch mal so richtig nach.
Jello Biafra darf sich dann in „Ass Clown“ noch mal so richtig auskotzen. Seine derb zynischen Kommentare verleihen dem Song etwas Außergewöhnliches und das haßerfüllte Geschrei von Al Jourgensen tut dazu ein Übriges. Eine echt extreme Nummer.
„Khyber Pass“ wirkt nach den vorherigen Granaten dann beruhigend und nach einer kurzen Zeit dazu hochgradig hypnotisch. Die orientalischen Vocals von Gastsängerin Liz Constantine ziehen einen dabei gnadenlos in ihren Bann und sind unglaublich entspannend, nach dieser gnadenlosen Achterbahnfahrt.
Zum Schluß meldet sich noch Sgt.Major zurück und beschimpft einen nochmals nach allen Regeln der Kunst. „One,two,three,four, i love the Marinecorps“ und entlässt den Hörer fix und fertig zurück.
“Rio Grande Blood” ist ein hammerstarkes und völlig großartiges Album geworden, was sich nahtlos in die anderen Meisterwerke der Jungs einfügen kann. Außerdem darf man mit Fug und Recht behaupten, hier eine der schon wohl besten Scheiben dieses Jahres zu hören.

madrebel


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