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CD Review: Metallica - Death Magnetic

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Veröffentlicht am Montag 15 September 2008 21:25:12 von madrebel
Metallica - Death Magnetic

That was just your Life
The End of the Line
Broken, Beat & Scarred
The Day that never comes
All Nightmare Long
Cyanide
The Unforgiven III
The Judas Kiss
Suicide & Redemption
My Apocalypse

Vertigo

James Hetfield – Guitars, Vocals
Kirk Hammett – Lead Guitar
Rob Trujillo – Bass
Lars Ulrich – Drums


Endlich ist es da. Das wohl am meisten erwartet Album des Jahres. Lange genug hat es ja gedauert. Man hatte ja in der Zwischenzeit eine Gruppenpsychotherapie, spielte dann zum zwanzigjährigem Jubiläum auf jedem mehr oder minder wichtigen Festival die „Master of Puppets“ komplett herunter und sah zu auch sonst immer irgendwie präsent zu sein.
Nun, das alles ist vorbei, denn nun hat man nach fünf Jahren den Nachfolger zum extrem umstrittenen „St.Anger“-Machwerk fertig und in den Anlagen der Fanbase dürfte diese Platte seit Tagen rauf und runter laufen.
Nun, meine Wenigkeit bildet da keine Ausnahme und ist nach dem gefühlten dreißigstem Durchlauf sehr begeistert. Nun, woran das liegt? Ganz einfach. Als allererstes hat man sich mit Rick Rubin einen Produzenten genommen, der den Jungs mal richtig in den Arsch getreten hat und ihnen mal gezeigt hat, wer sie eigentlich sind.
Und das scheint man verinnerlicht zu haben, denn so heavy und arschtretend haben sich die Jungs seit fast zwei Jahrzehnten nicht mehr präsentiert und das will echt was heißen.
Aber genug erstmal dazu.
Die Platte fängt mit einem ruhigen Herzschlag an, einem ruhigen Riff um dann nach anderthalb Minuten richtig in die Vollen zu gehen. Wuchtige Double-Bass Attacken, ein James Hetfield der so aggressiv wie lange nicht mehr klingt und ein Kirk Hammett, der hier ein geiles Riff nach dem anderen raushaut. „That was just your Life“ ist ein richtig geiler Opener, den man so nicht erwartet hat.
Auch das nachfolgende „The End of the Line“ haut in die gleiche Kerbe und fesselt den Hörer an die Boxen.
Danach folgt dann mit „Broken, Beat & Scarred“ der erste Extremkracher. Eine Thrashgranate die man den Jungs nicht mehr zugetraut hätte und die verdammt derbe in die Fresse knallt. Live dürfte das eine Granate werden.
„The Day that never Comes“ könnte man durchaus als „One“ -Teil Zwei bezeichnen, aber damit täte man der Nummer Unrecht. Eine kraftvolle Ballade, die sehr emotional klingt und eines der geilsten Intros besitzt, die man seit langer Zeit von den Jungs hören konnte. Dieser Song ist auch der erste Videoclip zur neuen Platte.
„All Nightmare Long“ ist dann wohl das definitive Highlight der Platte. Ein Riffgewitter ohne Ende und dabei einfach super aggressiv und angepisst. Der Refrain ist einfach geil und geht fett ins Ohr. Definitiv eine der wohl stärksten Nummern die Metallica seit siebzehn Jahren geschrieben haben.
„Cyanide“ geisterte ja schon was länger durch die Onlinewelt, so dass man sich schon ein kleines Bild machen konnte. Ein recht unspektakulärer Song, der allerdings Spaß macht. Nichts besonderes, aber dennoch kurzweilig.
„The Unforgiven III“ ist dann die zweite Ballade auf der Platte, die allerdings an den ersten Teil dieser mehr oder minder gewollten Trilogie nicht herankommt. Nette Nummer, die keinem weh tut, aber auch nicht wirklich prickelt. Und die mehr gewollt als gekonnt eingesetzten Klassikparts hätte man sich auch schenken können.
Mit „The Judas Kiss“ gibt es einen recht coolen Thrasher, der sich durchaus zu einem kleinen Hit entwickeln könnte.
„Suicide & Redemption“ ist dann das erste Instrumental seit einer Ewigkeit und in der hätte man ihn auch belassen sollen. Knappe zehn Minuten reiht sich Riff an Riff, es wird nett herumgedudelt und man will scheinbar hier ein wenig beweisen, was man so an seinen Instrumenten beherrscht. Der Schuss geht allerdings völlig nach hinten los und man hat hier eher zehn Minuten gepflegte Langeweile. Eher eine Füllnummer, die dabei auch noch viel zu lang ist und nicht im Geringsten an deren alte Instrumentalstücke herankommt. Überflüssiger Song.
Mit „My Apocalypse“ hat man den kürzesten Song als Rausschmeißer gewählt und der zeigt dem geneigten Hörer noch mal, wo der Hammer hängt. Dem einen oder anderen dürfte das Stück schon vorab bekannt gewesen sein und das Stück geht noch mal so richtig in die vollen. Ein endcooler und rotziger Thrasher, der einfach fett aus den Boxen geschossen kommt und der sich live gewiss recht gut machen wird. Tolle Nummer, die einen nach 75 Minuten wieder auf den Hosenboden wirft.
Fazit: Metallica sind wieder da und so stark wie seit 1991 nicht mehr. Zwar ist „Death Magnetic“ nicht die Neuerfindung des Rades, aber das konnte man auch nicht erwarten. Nichtsdestotrotz, die „Four Horsemen“ haben sich eindrucksvoll zurückgemeldet und beweisen mit „Death Magnetic“ eindrucksvoll, weswegen sie immer noch zur absoluten Speerspitze des Heavy Metal gehören. Wer die Jungs schon beerdigt hat, dürfte sich jetzt ans exhumieren machen. Denn hier ist die gute alte Phrase „Totgesagte leben länger“ mehr als nur angebracht.
Metallica sind zurück und machen endlich wieder das, was sie am besten können. Und das hoffentlich noch sehr lange.

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