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Konzert Review: Metalabend im Schlachthof Düsseldorf

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Veröffentlicht am Donnerstag 14 Juli 2005 18:21:35 von madrebel
phpnuke.gifDer Schlachthof ist ein kleiner Laden a la Haus Theodoor(bloß ein klein wenig größer) mitten in Düsseldorf.










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Centaurus A
The four horsemen
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Im Schlachthof

Der Schlachthof ist ein kleiner Laden a la Haus Theodoor(bloß ein klein wenig größer) mitten in Düsseldorf. Heute sollte dort ein kleines Festival stattfinden, dem wir auch mit ein paar Leuten beiwohnen wollten. Wir fuhren also mit der Bahn zur Haltestelle Schlachthof. Und da standen wir dann auch erstmal. Zum Glück wusste einer von uns die Hausnummer, ansonsten hätten wir das nie gefunden. Leute die zum ersten Mal da sind, werden schon direkt mit dem ach so beliebten ‚wie finde ich das jetzt’ Problem konfrontiert. Bei den meisten hörts ja da schon auf. Wie gesagt, wussten wir die Hausnummer zum Glück (25) und da sahen wir dann auch schon die ersten verrückten vor dem Eingangsbereich rumturnen. Ich begab mich denn erstmal rein, um mir etwas zu trinken zu holen. Was sich mir bot, war erstmal ein freundlicher Empfang vom Kassenmann im Eingangsbereich, der mir auch direkt erzählte, dass jetzt hier im Schlachthof demnächst mehrere solcher Underground Festivals stattfinden sollten. Finde ich eine gute Idee und bin mal gespannt. An der Theke angekommen checkte ich erstmal die Preise für die Grundgetränke. 2 Euro für ne Flasche Bier ist nicht zu viel verlangt denke ich. Genau so wie 1,50 für ne kleine Cola Flasche. Für Getränke war dann also schon mal gesorgt. All zu lange musste man auf sein kühles Nass denn auch nicht warten, so das man sich dann erstmal gemütlich die Atmosphäre auf sich wirken lassen konnte. Da ist eine kleine Bühne die mit einem Schlagzeug und 2/3 Verstärkern zu ¾ gefüllt ist, die Decke ist hier sehr niedrig muss man sagen(dem Sänger von Centaurus A wurde dies noch mehr oder weniger zum Verhängnis) und man musste auch vor der Bühne aufpassen, dass man sich nicht den Kopf beim Pogen stößt. Für die, die es alles ein wenig ruhiger angehen wollten, gab es eine sehr nette Sitzecke mit schönen Kissen und so, das Beste allerdings ist die herunterhängende Matte, auf die man sich draufschmeißen konnte. Die wackelt sogar richtig schön. Für Gemütlichkeit ist also auch gesorgt. Alles ein bisschen abgefuckt wie man so schön sagt, aber im Endeffekt doch ganz okay. Für Underground Partys optimal.

Die Erste Band legte dann los, zwar etwas verspätet aber das war auch nicht so schlimm. Legten die jetzt wirklich los? Die Instrumentalfraktion spielte auf jeden Fall den ersten Song an. Der Sänger stand regungslos auf der Bühne, ich hatte den Eindruck er wäre ultranervös. Was sich mir bot, waren sehr fette Rifs vom Gitarrero, der ebenfalls ganz auf sein Instrument fixiert war, der Bassmann war der einzige, der mal wenigstens ein wenig versuchte die Stimmung anzutreiben, was ihm teilweise auch gelang. Der Drummer schien eindeutig Probleme zu haben mit der Doublebass, ich denke mal dass lag daran, dass er mit dem Schlagzeug an sich nicht klargekommen ist, denn Obenrum schien er ziemlich fit zu sein. Das Songwriting hat mich eigentlich überzeugt, bloß bei ein, zwei Songs kamen mir persönlich die Strophen etwas zu lange vor. Das ist aber Geschmackssache. Im Großen und Ganzen ein vernünftiger Gig. Man merkt dass sich alle Mühe gegeben haben und mit dem Herz bei der Sache sind. So was ist niemals falsch, und genau deswegen haben die Jungs für mich die Silbermedallie des Abends verdient. Rock On!

Nach guten 15 Minuten Pause betraten dann CentaurusA den Platz. Und sie machten auch sofort auf sich aufmerksam. Es ging direkt mit Volltempo los. Nun sah man denn auch die ersten Wildbangenden Grüppchen durch die Gegend springen. Ist bei derart geiler Mucke auch verständlich. Der Frontmann ging ab wie eine Rakete, wurde dem Titel Frontmann voll gerecht. Soweit es der Platz zuließ, Bangte er ebenfalls wie ein bekloppter, doch durch seine lange Haarpracht blieb er mit den Haaren dauernd an den Stahlträgern an der Decke hängen. Er ließ sich dass allerdings nicht anmerken. Zwischendurch schimpfte er mal spaßeshalber darüber, das kam auch ganz witzig rüber. Der Bassist genoss es sichtlich, dass auf die gespielte Mucke so dermaßen abgegangen wurde, er selbst lieferte ebenfalls eine gute Leistung am Instrument ab, kommunizierte oft mit seinem Gitarrero und den Zuschauern. Was der Drummer dort anstellte, klang schon ziemlich professionell. Eine sehr geile Ridebecken Arbeit übrigens! Der Gitarrist kannte sein Instrument besser als seine Westentaschen. Was er da teilweise in seinen Soli bot, war schon saugut! Dabei zog er noch eine Deathmetalgerechte Performance ab, soweit wie ihm Platz geboten war und kommunizierte auch ebenfalls mit dem Publikum und seinem Bassisten. Im Gesamtbild sah dies schon alles nach einer guten Liveerfahrung aus. Ich kann nur sagen ‚Hut ab!’ vor dieser Truppe, die sicherlich eins der besten Underground Sachen sind, die ich dieses Jahr gesehen hab. Ich möchte mal zu gern wissen, wie diese Jungs auf einer großen Bühne aussehen. Für mich eindeutig die beste Band des Abends! Rock On!

Nach nochmals guten 15 Minuten betraten dann The four Horsemen die Bühne. Wie der Name schon sagt, eine Metallica Coverband. Optisch liefen die Jungs dann eher ganz normal rum, ohne Metalshirt etc. aber das machte nichts.

Musikalisch kann man da jetzt nicht viel zu sagen. Der Sänger hielt sich an die Hetfield Livestimme und auch an seine Performance, was er auch gut hinbekommen hat. Vor allem stimmlich. Der Drummer versuchte ab und an mal den Songs ein etwas anderes Bild zu geben, was ihm aber nicht immer gelang, der Bassmann spielte halt den Metallica Bass, dem ist nichts hinzuzufügen, der 2.Gitarrero Spielte die Soli schön sauber wie von Platte runter. Gut ausnotiert! Die Jungs spielten zu meinem Gefallen schön die alten Songs wie Creeping Death, For whom the bell tolls etc., allerdings auch Until it sleeps, was mir persönlich sehr gut gefiel, da ich diesen Song sowieso sau gerne höre. Im Gesamten hat’s Spaß gemacht, doch recht wenig Performance. Rock On!

Die letzte Truppe betrat dann die Bühne. Der erste Eindruck eines noch recht jungen und genau so ignoranten Sängers änderte sich auch während des Gigs nicht mehr. Das Songwriting an sich hielt sich größtenteils an eine Art System of a Down/Sepultura, was allerdings nicht so ganz gut in die Tat umgesetzt worden ist. Was man allerdings vermerken muss, ist das shouten des Sängers, was doch schon in beachtliche tiefen gekommen ist, mit den richtigen Tricks am Mikrophon, aber die muss man ja auch erstmal wissen. Im cleanen Gesang hörte sich dann alles aber dementsprechend schief an. Junge, umklammert das Mikro nicht ständig mit der Hand, das klingt nah ner Zeit eintönig. Man coverte dann auch zwischendurch den Sepultura Klassiker „Roots bloody Roots“ Im Großen und Ganzen wurden sie der Rolle des Headliners nicht gerecht, die hätte sich heute eine andere Truppe verdient gehabt. Rock On!

So endete ein schöner, Metallischer Abend, voll von Gitarrensoli, Offbeats und Onbeats, Shouts, Growls und Cleangesang. Es hat viel Laune gemacht und es blieb auch die ganze Zeit über friedlich.
Ich kann einen solchen Abend im Schlachthof nur empfehlen und ich werde dem auch noch mal beiwohnen, wenn denn dort wieder was los ist.

In diesem Sinne, Heavy Metal!
Euer DanToKa


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