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Konzert Review: Metal Night Neuss 22 / Neuss Haus der Jugend

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Veröffentlicht am Donnerstag 08 Oktober 2009 15:02:17 von madrebel
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Metal Night 22 / Neuss Haus der Jugend /26.09.2009

Die letzte Metalnight in Neuss für das Jahr 2009 fand am letzten Septemberwochenende statt und die Organisatoren hatten sich mal wieder ein echt fettes Programm ausgedacht.
Stilistisch mal wieder in mehrere Ecken des Metal beheimatet, bot man wirklich Abwechslung und das für einen echt fairen Preis von 5€ an der Abendkasse.

Leider verpasste ich die Leverkusener Formation „Kingdom of Salvation“, weil irgendein Klappspaten am Düsseldorfer Hauptbahnhof seinen Koffer einfach so stehen gelassen hatte und man in einer sinnlosen Terrorphobie mal wieder sämtliche Bahn und U-Bahn Linien stoppte. Letztenendes waren aber scheinbar nur ein paar stinkende Socken und Unterhosen in dem Koffer. Ist zwar eher Terror für den Geruchssinn, aber sei es drum. Eine normalerweise dreißigminütige problemlose Direktdurchreise, verwandelte sich dadurch in eine fast zweistündige Odyssee. Sindbad hätte sich gefreut.

Nun, der nachfolgende Auftritt von „Kadavrik“ entschädigte dann aber und im Laufe des Gigs fühlte sich dann der Konzertraum. Und die Niederrheinmelodicdeathmetaller zogen alle Register ihres Könnens. Ein bisschen „In Flames“ hier, ein bisschen „Dark Tranquility“ da und die anwesenden Banger waren verdammt begeistert. Denn man verstand es, die Vorbilder nicht nur gut umzusetzen, sondern auch selbst gute Akzente zu setzen. So verwunderten die Zugaberufe zum Schluss nicht und die Spielfreude, welche die Band aus Wesel an den Tag legte, war in jeder Hinsicht lobenswert. Ein sehr guter Liveauftritt.

Einen sehr langen Weg hatten „Thaurorod“ hinter sich. So kam man den ganzen weiten Weg aus Finnland angereist und man verfuhr sich dementsprechend auch im Hinterland vom Niederrhein. Nunja, ein Rübenfeld sieht da ja nun einmal auch aus wie das andere. (Okay, man war jetzt nicht direkt aus Finnland angereist, aber was soll´s?) Das kann schon verwirrend wirken. So kam erst kurz vor Beginn des Gigs an und bewegte sich quasi direkt vom Auto auf die Bühne. Aber was die Finnen dann auf die Bretter legten, spottet jeder Beschreibung. Ein Knaller jagte den anderen. Die Band hatte scheinbar auch ein wenig Wut im Bauch und setzte diese positiv auf der Bühne um. Und das in jeder Hinsicht. Denn der melodische Power Metal, der durchaus Anleihen an „Helloween“, „Hammerfall“ und Co. hatte, kam sehr gut an und wurde live verdammt gut umgesetzt. Und das Zusammenspiel der Band war einfach fantastisch. Kein Instrument wirkte deplatziert, niemand gab einem das Gefühl dort unterbeschäftigt zu sein und die Chemie innerhalb der Band schien wirklich zu stimmen. So etwas sieht man nicht jeden Tag und dementsprechend gut kam das ganze dann rüber.
Ganz besonders Frontmann Markku Kuikka machte einen sehr sympathischen Eindruck und auch der Rest der Band hatte sichtlich Spaß. Und selten erlebt man, dass auch das Keyboard nicht unterbeschäftigt wirkt und Emmi Taipale wirkte nicht wie schmückendes Beiwerk, sondern war perfekt in die Songs integriert.
Alles in allem war der mehr als einstündige Gig ein echtes Highlight in der Geschichte der Metal Night und es wäre wünschenswert, die sechs Finnen irgendwann mal wieder dort sehen zu dürfen.

Das man es nach einem solchen Gig schwer haben würde, lag auf der Hand. Aber die Kölner Rock´n´Roller „Gun Barrel“ sind Profis genug, um damit umzugehen. So machte man sich gar nicht erst die Mühe, einen musikalischen Vergleich an den Tag zu legen. Wozu auch? Nein, man betrat die Bühne, spielte drauflos und von Anfang an rockten die Jungs aus der Domstadt los, als würden sie nie etwas anderes machen. Und man merkte sofort, dass das Quartett viel Erfahrung hatte. Teilte man doch schon die Bühne mit „Molly Hatchett“, „Tankard“. „Axxis“, „Zeltinger Band“, „U.D.O“, „JON OLIVA`S PAIN“, „Ross the Boss” und vielen anderen. Dazu war man auch schon zu Gast auf dem wacken Open Air. Also, eine sehr beeindruckende Vita. Und so abgeklärt und souverän wirkte man auch heute.
Das viele heute übrigens nur wegen „Gun Barrel“ angereist waren, merkte man an den zahlreichen Fans, die aber allen Anschein nach auch bei den vorherigen Bands ihren Spaß hatten. Und sie sangen mit, moshten, feierten, als ob es kein Morgen mehr gäbe. Dementsprechend wirkte dann auch der ganze Auftritt. Man legte eine großartige Spielfreude an den Tag und die Zeit verging wie im Fluge. So war ich wohl nicht der einzige der dachte, eigentlich schade. So eine Band müsste eigentlich weitaus größer sein, das Zeug dazu hat man. Aber davon lassen sich Musiker, die Freude an der Musik haben, nicht stören und machen das, was sie am besten können. Nämlich musizieren. Und in dieser Stunde überzeugten „Gun Barrel“ wohl auch diejenigen, die die Band bislang nicht kannten. Denn zum Schluss hin wurden die Jungs noch mal so richtig abgefeiert. Und das vollkommen zu Recht. Denn wer live so cool auftritt, der hat sich das auch verdient. Und wer die Chance hat, die Band mal irgendwo zu sehen, der sollte sie nutzen. Er wird nicht enttäuscht werden.

So endete die nunmehr zweiundzwanzigste Auflage der Neusser Metalnight, die auch heute wieder, wie so oft keine enttäuschten Gesichter hinterließ und einem das Gefühl gab, einen echt fantastischen Abend erlebt zu haben. Bis zum Februar, wenn man das ganze zum dreiundzwanzigsten Mal organisiert. Also, kommt alle vorbei.

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