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Sonstige Festivals: METAL GEGEN KREBS III - 28.8.2004

Veröffentlicht am Samstag 04 September 2004 13:57:27 von endless_pain
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Zugunsten der Deutschen Krebshilfe fand nun zum dritten Mal das Metal gegen Krebs – Festival im Bayrischen Wald statt. Und da man hier gute Musik geboten bekam und dabei auch noch was Gutes tun konnte, war klar das wir uns diesen Tag nicht entgehen lassen durften. 
 
 
 
Nachdem mich mal wieder der Routenplaner von Falk irgendwie in die Wüste schicken wollte, brauchten wir über zwei Stunden für die 130 km in den Bayrischen Wald. Als wir dann trotzdem am Festival Gelände angekommen waren, mussten wir feststellen, dass LEICHENSCHREI, die erste Band des Festivals schon gespielt hatten.
 
Aber wir mussten dann nicht mehr lange warten, da fingen auch schon Dark Wire aus Backnang an zu spielen. Die noch sehr junge Band hat sich dem melodischem Black Metal verschrieben und machten ihre Sache auch recht gut. Keyboard lastigen Black Metal kann ich zwar nicht zu meinen Faves zählen, trotzdem blieben einige der Songs in meinem Gehörgang hängen. Der Auftritt war zwar nicht unbedingt der Brüller, aber für eine Band die erst ein Demo herausgebracht hat, doch in Ordnung. Ich bin mal gespannt wie sie sich weiter entwickeln und hoffe, dass man sie auch in Zukunft wieder einmal live begutachten kann.
 
Etwas überrascht war ich dann, als DICKSAW auf die Bühne kamen. Da ja EQUILIBRIUM abgesagt hatten wurden CARDIANC als Ersatz angekündigt. Diese konnten dann aber auch nicht spielen und somit sprangen die Death-Grind-Punks aus Altötting für sie ein. Wie jedes Mal wenn DICKSAW auf der Bühne stehen, war auch bei diesem Auftritt Spaß pur garantiert. Gleich das erste Lied ging in die Hose, wobei Gitarist Garsde dann bemerkte, dass man vielleicht doch nen Soundcheck machen hätte sollen. Mit neuen Basser, neuem Schlagzeuger und “einer neuen CD, die irgendwann mal erscheint“ im Gepäck wurde sich durch den Auftritt geprügelt. Songs wie “Klitorial Terror“ und “Andy Ant“ brachten die Anwesenden gut in Stimmung und konnten wieder überzeugen. Nachdem man dann drei Mal nacheinander das letzte Lied angekündigt hatte wurde mit “Deep down madness“ von der neuen CD ein wirklich guter Auftritt beendet.
 
Nach dem genialen Auftritt von DICKSAW war dann die Band des Veranstalters, nämlich SEASONS IN BLACK an der Reihe. Mit dem Intro aus Orffs Carmina Burana kamen die Mitglieder einzeln auf die Bühne und wurden vom Publikum gleich herzlich begrüßt und die Stimmung war sofort spitze. Es wurde zu den Black-Death-Klängen gleich wie wahnsinnig gebangt und die Band abgefeiert. Leider kann ich mit der Musik von SIB nicht sonderlich viel anfangen, aber trotz alledem war es der beste Auftritt den ich von ihnen bis jetzt gesehen hatte. Zwar waren die Ole,ole,ole,ole und “Es gibt nur ein Rudi Völler“ Rufe etwas befremdend, aber dadurch stieg der Stimmungspegel noch mal an. Mit dem ersten Lied das SIB je geschrieben hatten wurde dann auch noch Chuck Schuldiner gedacht, welches mit lauten Chuck Sprechchören aus dem Publikum untermalt wurde. Ein Highlight war dann noch das Lied “In den Arsch“, bei dem dann fast mehr Leute auf der Bühne standen als davor, und jeder mal den Refrain ins Mikro schreien, grölen oder auch singen durfte.
 
Als nächstes war nach den etwas härteren Tönen mal Kontrastprogramm angesagt. LACRIMAS PROFUNDERE enterten die Bühne und versuchten die Anwesenden mit ihrem Gothic-Rock zu begeistern. Dies gelang ihnen leider nur sehr bedingt und es waren auch nicht gerade viele Leute vor der Bühne. Nachdem ich mir ein paar Lieder von ihnen angehört hatte musste ich auch das Feld räumen, da mir diese Art von Musik absolut nicht gefällt. Was aber bis zu dem Zeitpunkt hängen geblieben ist war, dass sie vom musikalischen Sinne schon recht professionell am Werk waren und es ihnen auch Spaß machte auf dem Festival zu spielen.
 
Als dann die Braunschweiger DEW SCENTED auf die Bühne kamen wurde es dann auch gleich wieder voller und es ging sowohl vor als auch auf der Bühne richtig gut ab. Songs wie “Citys of the dead“ und “Inwards“ wurden abgefeiert was das Zeug hielt. Die “Deutschen Slayer“ gaben wirklich alles und waren von den Reaktionen aus dem Publikum sichtlich begeistert. Besonders beim “Slayer ist tot – es lebe Dew Scented“-Ruf war Sänger Leif besonders erstaunt. Was die Jungs auf der Bühne veranstalteten war wirklich der absolute Hammer. Für mich waren sie der heimliche Headliner.
 
Nach diesem genialen Auftritt hätte ich gedacht, dass DISBELIEF diesen Level nicht halten können. Jedoch weit gefehlt, vor der Bühne standen noch mehr Leute und feuerten die Mannen um Sänger Jagger an. Ich jedoch zog es vor, mir etwas von dem genialen Essen (dazu später mehr) zu genehmigen, da ich Disbelief zwar auf CD recht gut leiden kann, jedoch live irgendwie gar nicht ab kann. Keine Ahnung warum das so ist, aber so was soll es ja auch geben. Vielleicht sind vereinzelte Songs doch zu kompliziert aufgebaut und können live nicht so wiedergegeben werden. Dem Rest der Meute hat es aber gefallen.
 
Scheinbar waren doch ziemlich viele Leute wegen DISBELIEF gekommen, da sich nach deren Auftritt die Reihen dann doch schon etwas lichteten. Was aber der guten Stimmung keinen Abbruch tat, da SOUL DEMISE aus der Oberpfalz die Bühnen enterten. Zwar war der Sound ohne Basser nicht so wie man Soul Demise kennt, aber trotzdem schafften sie es wieder einen wahnsinnig intensiven Gig abzuliefern. Fronter Roman war wieder mal der Deibel in Person und könnte vom Veranstalter Kilometergeld verlangen und auch seine Mitstreiter müssen sich nicht hinter ihm verstecken. Diese Agilität steckte natürlich auch das Publikum an und es wurde mächtig gefeiert. Bleibt nur zu hoffen, dass Soul Demise bald wieder einen Mann am Bass finden (falls sich jemand angesprochen fühlt, kann er sich bei der Band mal melden [ www.souldemise.de ]).
 
Dann aber wurde es Zeit für die Headliner des Abends, nämlich DIE PATEN. Hierbei handelt es sich um ein Projekt verschiedener Musiker wie z.B. Felix von Crematory, Clausi von Blood und Jagger von Disbelief, das für ein Benefiz-Konzert für Chuck Schuldiner gegründet wurde. Dabei handelt es sich um eine Cover-Band, die Songs von Death, Machine Head, Slayer usw. zum Besten gaben. Die Stimmung war von Anfang an seht gut, denn mit den doch bekannten Lieder konnte man eigentlich nichts falsch machen. Auch die Zusammenstellung der Band war interessant, da ja doch unterschiedliche Stile mit einfließen. War mal was anderes und deshalb auch sehr unterhaltsam.
 
Nach dem eigentlichen Headliner waren dann noch MYSTIC CIRCLE angesagt. Nun ja, ich weiß bis heute nicht warum diese Band sich einen doch so großen Namen in der Black-Metal Szene gemacht hat. Auf alle Fälle musste man gleich mal gut eine halbe Stunde warten bis sie sich auf die Bühne begaben und dann war der Sound alles andere als gut. Scheinbar auch der Bühnensound, da Graf von Beelzebub ziemlich genervt immer wieder auf seine Monitorboxen deutete. Nachdem wir uns dann das erste Lied angesehen hatten waren wir der Meinung, dass wir nicht viel verpassen würden und so verabschiedeten wir uns dann Richtung Autobahn.
 
Ein weiteres Highlight bei diesem Festival war die Verpflegung durch die “Jolly Roger Cooking Gang“. Die Mannen um Stefan Marquard zauberten ein nicht alltägliches Catering welches durch Namen wie “Hot Cock Dog“, “Rich Bitch Burger“ oder “Voodoofan“ auf sich aufmerksam machte. Und was soll ich sagen? Ich hab auf einem Festival noch nie so leckeres Essen bekommen. Es war mal was anderes wie die obligatorische Steak- oder Bratwurst-Semmel bzw. Döner. Wer von Euch kann schon behaupten er hätte mal Räucherlachs auf einem Metal-Festival verspeisen können? Dieser war nämlich mit Salat, Meerrettich-Sauce, frittierten Tintenfischringen in dem besagten Rich Bitch Burger. Auch der Preis war mit 3 Euro (für jedes Gericht) sehr fair, da die Portionen sehr großzügig waren. Auch hier wurde natürlich der Benefiz-Gedanke in Vordergrund gestellt. Die Köche arbeiteten gratis und ALLES was eingenommen wurde, wird auch gespendet, wie mir Stefan Marquard in einem kurzen Gespräch gesagt hatte.
 
Auf alle Fälle war das Festival richtig gut und war für mich ein absolut gelungener Abschluss der Festival-Saison 2004. Ich hoffe das es im nächsten Jahr wieder ein Metal gegen Krebs – Festival geben wird. Ich wäre mit Sicherheit wieder dabei.
 
METAL GEGEN KREBS – SUPPORT THE FIGHT

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