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Konzert Review: Mötley Crüe - Saitama Super Arena / Tokio / 20.11.2005

Veröffentlicht am Mittwoch 23 November 2005 16:59:20 von madrebel
phpnuke.gifAm 20. November 2005 spielten Mötley Crüe im Rahmen ihrer „Carnival Of Sin“ Japantournee eine von zwei Shows in der Saitama Super Arena bei Tokio.













Mötley Crüe - Saitama Super Arena / Tokio / 20.11.2005


Am 20. November 2005 spielten Mötley Crüe im Rahmen ihrer „Carnival Of Sin“ Japantournee eine von zwei Shows in der Saitama Super Arena bei Tokio.

Pünktlich um 17:00 Uhr betraten Buckcherry, die in Japan als Support-Act verpflichtet werden konnten, die Bühne und erfreuten das Publikum mit einer sehr gelungenen 40 minütigen Show, die aus Songs von ihrem Debutalbum Buckcherry, Time Bomb und des in Japan bereits veröffentlichten neuen Albums Fifteen bestand. Mit ihrem dreckigen Rock N Roll und der gekonnten Performance von Sänger Josh Todd waren Buckcherry der perfekte Opener für Motley Crue und kamen beim Publikum, das es eigentlich kaum erwarten konnte, Nikki Sixx & Co endlich wieder live zu erleben, ausgesprochen gut an.

Nach einer kurzen Umbaupause war es dann soweit, Mötley Crüe eröffneten ihren fast zweieinhalbstündigen Set passend zwischen Feuersäulen und Flammen mit "Shout At The Devil", dem Titelsong ihres 1983 erschienenen gleichnamigen zweiten Albums. Aller internen Probleme und Schwierigkeiten, mit der die Band in den vergangenen Jahren zu kämpfen hatte, zum Trotz, war die Crüe so tight, wie schon lange nicht mehr, Nikki Sixx, Vince Neil, Mick Mars und Tommy Lee waren bestens aufeinander eingespielt, und es schien, als befänden wir uns wieder im Jahre 1999, und als sei mit Dr. Feelgood die Zeit stehengeblieben. Da waren sie wieder, als wäre es nie anders gewesen, und beglückten ihre Fans mit dem ersten Teil des Sets, der bis auf "Louder Than Hell" von ihrem dritten Longlayer Theater Of Pain, ausschließlich aus Songs der ersten beiden Alben Too Fast For Love und Shout At The Devil bestand. Das Publikum, das sich an diesem Abend in der Saitama Super Arena eingefunden hatte, um ihren alten Helden zu huldigen, konnte nicht genug bekommen und nahm Songs wie "Too Fast For Love", "Red Hot", "On With The Show", "Looks That Kill", "Ten Seconds To Love" oder "Live Wire", begeistert auf.

Eine Stunde später war dann der Ausflug in die Frühgeschichte der Band beendet, es gab eine kurze Umbaupause, worauf der zweite Set folgte, dessen Schwerpunkte wie zu erwarten das Girls Girls Girls und das phänomenale Dr. Feelgood Album bildeten. Dazu gabs auch noch Primal Scream von der 1991 erschienenen Decade Of Decadence Compilation, und in Form von Sick Lovesong von Red White & Crue auch noch was ganz Neues zu hören. Zudem hatte sich mit Home Sweet Home, der mit etwas Unterstützung von Vince, fast vollständig allein vom Publikum gesungen wurde, ein weiterer Song aus der Theater Of Pain Aera eingeschlichen. Ansonsten standen Klassiker wie Girls, Girls, Girls, Kickstart My Heart, Wild Side, Dr. Feelgood, Same Ol Situation (S.O.S.), Don t Go Away Mad (Just Go Away) oder Without You auf dem Programm. Und das war genau das, was der Doktor verordnet hatte und was die Leute an diesem Abend dringend brauchten.
Nach einer weiteren kurzen Umbaupause gab es dann als Zugabe noch Anarchy In The UK, bevor dann gegen 20:50 der Vorhang fiel.
Dass sowohl das Motley Crue Album mit John Corabi, als auch Generation Swine und New Tattoo vollständig ausgeklammert wurden und mit nicht einem einzigen Song vertreten waren, schien niemanden zu stören.
Natürlich ließ die Band sich nicht lumpen und fuhr auch eine coole und aufwendige Show auf. Das Bühnenbild war einer Zirkusmanege nachempfunden und neben der Band trieben noch eine ganze Menge Statisten ihr Unwesen auf der Bühne, von denen besonders die mit spärlichem Lack und Leder bekleideten weiblichen Akteure, die mit sehr gekonnter erotischer Akrobatik dem Ganzen noch eins draufsetzten, positiv zu erwähnen sind.
Wie immer hatte Tommy Lee seinen Solopart, in dem er auch wieder durch diverse Showeinlagen glänzte, so flog er zwischen zwei unter der Hallendecke befestigten Drumstationen hin und her, fackelte ein Feuerwerk ab und brachte seine Tittie Cam zum Einsatz, Mick Mars spielte sein Solo wie gewohnt sehr gekonnt und souverän und Vince Neil war stimmlich absolut auf der Höhe und machte deutlich, warum nur er, und sonst niemand der Sänger von Motley Crue sein kann. Und dann war da natürlich auch noch Nikki Sixx mit seinem Thunderbird Bass und Warpaint im Gesicht, der es ganz offensichtlich sehr genoss, wieder mit seiner Band auf der Bühne zu stehen und der Welt zu zeigen, dass Rock N Roll noch immer die beste Medizin ist.
Bin gespannt, was wir in Zukunft noch so alles von Motley Crue zu hören bekommen und möchte mich für einen sehr gelungenen Abend bedanken.

Dinsdale


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Re: Mötley Crüe - Saitama Super Arena / Tokio / 20.11.2005
Wow, da wäre ich gerne dabei gewesen. Buckcherry im Vorprogramm und dann Crüe, das kann nur super gewesen sein. Ich habe Mötley Crüe das letzte Mal 1989 gesehen und das war richtig geil.

Man kann nur hoffen, daß sich die Amis auch mal wieder hierher verirren.