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CD Review: Linkin Park - Meteora

Veröffentlicht am Dienstag 08 April 2003 00:00:00 von maximillian_graves
Wenn es eine Newcomer-Combo gab, mit der man während der letzten 18 Monate bis zum Exzess konfrontiert wurde, sind es Linkin Park. Ihr Debütalbum „Hybrid Theory“ wurde durch sogenannte Hitsingles wie „One Step Closer“, „Crawling“ und „In The End“ zu einem DER Verkaufsschlager der letzten Jahre. Durch ein obskures Remixalbum wurde der Hype am Leben erhalten und weiter kommerziell ausgeschlachtet. Ob das ganze Aufsehen berechtigt war, muss nun das Zweitwerk „Meteora“ zeigen.








01 Foreword (Intro) (0:13)
02 Don't Stay (3:07)
03 Somewhere I Belong
04 Lying From You (2:55)
05 Hit The Floor (2:44)
06 Easier To Run (3:24)
07 Faint (2:42)
08 Figure.09 (3:17)
09 Breaking The Habit (3:16)
10 From The Inside (2:53)
11 Nobody's Listening (2:58)
12 Session (2:23)
13 Numb (3:05)

Erschienen 2003 auf Warner Brothers


Line up:

Chester Bennington - vocals
Mike Shinoda - vocals, guitar, beats & samples, keyboards
Big Bad Brad - guitar
Joe Hahn - turntables, beats &samples, sounds
Rob - drums
Phoenix - bas

Um es mal gleich vorweg zu sagen, „Hybrid Theory“ war für mich ein gutes Album. Die Frage ob es nun Metal, ist was Linkin Park machen sei mal dahingestellt. In meinen Ohren ist es Rock, und zwar sehr erfrischend klingender, der durch eigentlich genrefremde Einflüsse wie Samples oder Rap-Einlagen durchaus einen gewissen Reiz entwickelt. Es ist zwar nichts weltbewegend neues, wie es die oft verwendete Klassifizierung „Nu Metal“ suggerieren möchte, aber das spielt auch keine Rolle. Es sind die Songs die zählen, und die waren im Fall von Linkin Parks erster CD schon ausserordentlich gelungen.
Dieser Effekt zieht sich auch auf „Meteora“ fort. Kurz gesagt: Wer „Hybrid Theory“ kennt, weiss auch was es mit dem Zweitwerk auf sich hat. Auf den ersten Blick sind sich beide Platten überaus ähnlich. Jeweils 12 Songs (das 10 Sekunden Intro „Foreword“ kann man wegen erwiesener Belanglosigkeit getrost vergessen), der vorletzte Track ist erneut ein reines Scratch/Breakbeat-Stück, und die Gesamtspielzeit der CD beträgt abermals nur lächerliche 37 Minuten. Interessant ist auch die Tracklist. An Position Nr.2 findet sich wie beim Debüt die erste Singleauskopplung („Somewhere I Belong“) wieder. Die beiden ruhigeren Stücke („Easier To Run“, „Breaking The Habit“) sind ebenfalls genau an der Stelle platziert wie ihre Vorgänger. Marketingtechnisch wird hier jedes Register gezogen das möglich ist, um die Verkaufsmaschinerie „Linkin Park“ weiter auf Hochtouren laufen zu lassen.
All diese Punkte lassen in mir fast schon den Wunsch aufkommen, dass dieses Album doch bitteschön zum Flop des Jahres avancieren möchte. Wenn, ja wenn da nicht diese einzigartig hypnotischen Songs wären. Auch hier lässt sich eine Parallele zum Debüt ziehen, je mehr man das Album hört, desto begeisterter wird man von den Melodien, der Intensität der Stücke, dem irgendwo doch grandiosen Wechselspiel zwischen Samples und Gitarren, zwischen Gerappe und dem gelegentlich an Alice In Chains erinnernden Gesang. Es fällt mir wirklich schwer Highlights von „Meteora“ zu benennen, einfach weil sich das Niveau auf einem gleichbleibend hohen Level befindet. Auch wenn das Album relativ kurz geraten ist, so ist es doch nicht alltäglich, dass man eine CD in den Händen hat, die man als von vorne bis hinten gelungen bezeichnen kann. Ich hätte mir zwar ein etwas mutigeres, experimentierfreudigeres Zweitwerk gewünscht, kann allerdings an „Meteora“ auch keinen Grund finden warum man es als „komplett misslungen“ bezeichnen könnte.

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