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CD Review: Lammbock - OST

Veröffentlicht am Donnerstag 20 Februar 2003 17:34:27 von maximillian_graves
Der Soundtrack zum Film "Lammbock" mit Moritz Bleibtreu.









Tracklist

1.My Friend - Oblivia
2.Buenas Tardes Amigo - Ween
3.Ballad Of Cable Hogue - Calexio
4.I Don't Want To Know - Muki
5.Do Right - Jimmie's Chicken Shack
6.Hyperventilation Weeks - Stella
7.Service And Repair - Calexio
8.Wot - Captain Sensible
9.Egyptian Reggae - Jonathan Richman & The Modern Lovers
10.Wie lange sollen wir noch warten? - Sportfreunde Stiller
11.Do You Feel Alright? - G-Point feat. Roland Scull
12.Say You Will - Chris Jones
13.Summer On The West Hill - Kings Of Convenience
14.Twilight Moment - Chris Jones
15.Love Jones - Quest
16.I Was A Ye-Ye Girl - Doing Time

zusätzlich als Enhanced CD-Rom-Part:
Trailer "America's Sweethearts"
Trailer "Animal"

Musikvideo Doing Time - I was a Ye-Ye Girl

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Spielzeit: 62:35 Minuten
Erschienen: 27.08.2001 bei ZYX Musc


"Lammbock" ist ein Film mit Moritz Bleibtreu, in welchem er einen sympathischen jungen Verlierer spielt, der ausser Kiffen, seiner eigenen Cannabisplantage (!) und mit seinem besten Freund (Lucas Gregorowicz) abhängen nicht viel vom Leben erwartet. Das selbst diese geringen Erwartungen zu gehörigen Schwierigkeiten führen können, besonders wenn der Papa des besten Freundes Richter ist, dürfte klar sein.
Der Film ist ein absolutes Feel-Good-Movie, nicht so abgedreht wie andere Kifferfilmchen und niveautechnisch meilenweit von Dünnschiß wie "Die Bademeister" oder "Voll Normaahl" entfernt.
Mindestens so hochwertig wie der Film präsentiert sich auch der Soundtrack, der zwar nicht mit Metal, dafür aber mit über 60 Minuten genialem alternativen Rock erfreut. Und es ist wirklich alles geboten:
Genialer, lässiger Alternativerock wie etwa der Opener "My Friend" von Oblivia oder "Hyperventilation Weeks" (cooler Titel, oder? ;) von Stella, das mich ein wenig an "Coming up from Behind" von Marcy Playground (zu finden auf dem "Eiskalte Engel"-Soundtrack) erinnert. Ebenso super kommen auch Calexico rüber, die mit "Ballad of Cable Hogue" und "Service and Repair" gleich mit zwei sehr genialen Stonerrock-Nummern auf dem Album vertreten sind. Bei diesem Wüstenflair wird einem gleich wärmer ums Herz... Das Punkrock-Lager vertreten "Himmie's Chicken Shack" mit "Do Right", der mit Abstand schnellsten und heftigsten Nummer des ganzen Soundtracks. Kein weltbewegender Song, aber doch ganz ordentlich.Sehr deprimierend ist "Buenas Tardes Amigo", sowohl von den Lyrics als auch von der Melodie her. Toller, sehr ruhiger Song! Nach dem traurigsten Stück der Platte gleich zum ultimativen Gute-Laune-Song: "Do you feel alright?" von G-Point feat. Roland Scull. Limbo-Rhythmen vom charmanten Knacken alten Vinyls unterlegt - how low can you go? Ganz stark auch die Münchner Band "Sportfreunde Stiller" mit "Wie lange sollen wir noch warten?", einem typischen Stück intellektuell angehauchten, philosophischen, deutschen Alternative-Rocks. Prima Song! Zwei Instrumentalstücke sind ebenfalls auf dem Album zu finden: Der Quasi-Titeltrack, "Egyptian Reggae" von Jonathan Richman & The modern lovers, absolut kultig kann ich nur sagen! Das zweite Instrumentalstück, "Twilight Moment" von Chris Jones ist deutlich nachdenklicher und entspannter, toller Song zum Relaxen.

Zum Träumen schön sind dann die Balladen dieses Soundtracks. Angefangen bei Muki mit "I don't want to know", über das deutlich gitarrenlastigere, dafür aber um so exzellentere "Say you will", dem zweiten Song den Chris Jones beigesteuert hat bis hin zum wirklich zum entschweben schönen "Summer on the west hill" von den Kings of Convenience.
Genial-chilliger Kiffersound, wenn auch mit Sicherheit Geschmackssache kommt von Quest mit "Love Jones", einem mit Gitarren unterlegten und von HipHop dominierten Song.

Etwas unsicher was ich davon zu halten habe bin ich mir dann bei "I was a Ye-Ye girl" von Doing Time. An und für sich ein genialer Gute-Laune-Song, mit toller Melodie und tollem Rhythmus, elektronische, nach Remix klingende Partymucke zwar, aber das eigentlich störende ist ganz klar das, was als Gesang verkauft werden soll. Enervierend kann ich nur sagen.

Abgrundtief scheiße finde ich dann schließlich "Wot" von Captain Sensible, welchem meiner Meinung nach die gerappten Passagen des Captains fehlen. Eine 08/15-Discohymne, absolut unsinnig und auf diesem Soundtrack wohl nur vertreten, weil das Stück im Film vorkam, denn musikalisch kann es weder den übrigen Songs das Wasser reichen noch passt es dazu.

Als Enhanced CD-ROM-Part finden sich noch das Video zu "I was a Ye-Ye Girl" und zwei Trailer auf der CD, aber die erhöhen den Gegenwert dieser Scheibe nicht merklich. Ist auch nicht nötig, denn hier handelt es sich absolut und ohne jeden Zweifel um einen der genialsten Soundtracks, die jemals auf CD gepresst wurden. 100% Kaufempfehlung von mir, wirklich genial.

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