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Zur Meinung von Amazon

CD Review: LEICHENWETTER - Urworte

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Veröffentlicht am Freitag 21 Mai 2004 18:09:16 von Zombie_Gecko
Literaten Rock ist definitiv mal was Neues. Da ist nicht nur der Bandname ungewohnt – Deutsch-Leistungskursler reinhören!!!







01. Nur Dich
02. Verführer
03. Requiem
04. Traurigkeit
05. Ecce Homo
06. Feuerharfe
07. Senna Hoy
08. Jenseits von Eden
09. Ophelia
10. Schnitterlied
11. Selige Sehnsucht
12. Im Nebel
13. Nur Dich – AllIsOne-Remix
14. Verführer – Clubmix
15. Traurigkeit – Trancemix
16. Nur Dich – Electromelodical Version

(70:10 min)


2003 Eigenproduktion


Line Up:
Numen - Gesang
Dawe - Gitarre, Gesang
Captain Loft - Bass
Rudiator - Elektrik
RaweN - Schlagwerk

www.leichenwetter.de



Discographie:
Nachtwerke (Eigenprod.) (1998)
Schönheit ist rauh EP (Eigenprod.) (2001)
Urworte (Eigenprod.) (2003)



Ich bin mir zwar sicher das Leichenwetter nicht jedermanns Sache sind, aber wenigstens verfolgt der Fünfer aus Iserlohn ein eher unkonventionelles Konzept. Als „Co-Songschreiber“ hat man sich gewisser Herren bedient, die wohl kaum davon zu träumen gewagt hatten, dass ihre Ergüsse im dritten Jahrtausend mal verrockt würden. Bei den nicht ganz unbekannten Verfassern der Texte handelt es sich immerhin um so illustre Damen und Herren wie Else Lasker-Schüler, Hermann Hesse, Friedrich Hebbel, Friedrich Nietzsche, Yvan Goll, Georg Heym und Johann Wolfgang von Goethe! Musikalisch bewegt man sich allerdings in deutlich moderneren Gefilden, hat man die Texte doch in ein Gewand aus metallischen Gitarren mit Dark Pop-Keyboards und –Beats verpackt, zu denen sich dann gelegentlich noch ein astreiner Technobeat gesellt. Hört sich bekannt an und ist es im Grunde genommen auch – gelegentliche Rammstein-Vergleiche lassen sich kaum vermeiden, wobei Sänger Numen deutlich mehr Facetten in seinem Gesang hat. Zum Glück schaffen es Leichenwetter, die Songs sowohl tanz- als auch rockbar zu gestalten, so dass Songs wie das „Schnitterlied“, das schnelle „Verführer“ oder das köstliche „Requiem“ einfach als gelungen zu bezeichnen sind! Da macht deutsche Lyrik doch gleich viel mehr Spaß, zumal Songs und Texte ohne Probleme zusammen passen und wie für einander geschaffen wirken! Die vier Remixe am Ende hätte kann man sich meiner Meinung nach auch schenken können, da mir das ganze viel zu elektronisch ist, dafür punkten Leichenwetter aber mit der im lyrischen Vollkontrast zum Rest stehenden Nino DeAngelo-Schmonzette „Jenseits von Eden“, die vom Trash-Faktor (ohne „h“!) her locker J.B.O.-Niveau erreicht! Das kann man nur scheiße oder gut finden…
Die Produktion geht auch absolut in Ordnung, und unterm Strich ist „Urworte“ ein gutes Elektro-Rock-Album mit Exotenbonus durch die Kombination mit den Texten. Interessierte können sich auf der Homepage drei Songs zum antesten downloaden!

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