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CD Review: Krokus - Hellraiser

Veröffentlicht am Montag 11 September 2006 15:29:50 von madrebel
Dieser Artikel wurde von Redtotem mitgeteilt
Die Schweizer Hard Rock Band Krokus meldet sich drei Jahre seit ihrem letzten Output „Rock The Block“ wieder zurück. Seit den Achtzigern gehören Krokus zu einer der bekanntesten Bands aus der Schweiz. Neben einem Labelwechsel gab es auch noch einige Veränderungen innerhalb der Band.

Krokus – Hellraiser

1. Hellraiser
2. Too Wired To Sleep
3. Hangman
4. Angel Of My Dreams
5. Fight On
6. So Long
7. Spirit Of The Night
8. Midnight Fantasy
9. No Risk No Gain
10. Turnin Inside Out
11. Take My Luv
12. Justice
13. Luv Will Survive
14. Rocks Off!


afm Records


Line Up
Marc Storace (v)
Mandy Meier (g)
Tony Castell (b)
Dominique Favez (g)
Stefan Schwarzmann (d)


Eigentlich existieren die Schweizer Hardrocker schon seit 1974 doch ihre größte Zeit hatte die Band in den Achtzigern. Die neuen Musiker bei Krokus sind Mandy Meier, der vorher jahrelang die Gitarre bei Gotthard spielte und Stefan Schwarzmann, der unter anderem einmal bei Kapitän Rock n Rolf Kaspareks Running Wild an Bord war. Einen neuen Stil gibt es auf „Hellraiser“ natürlich nicht. Krokus spielen immer noch den gleichen Hard Rock wie damals. Der Opener und gleichzeitige Titeltrack rockt sofort gut ab. Auch die markante Stimme von Marc Storace macht sofort Spaß an diesem Stück, doch Krokus haben schon wesentlich bessere Songs geschrieben als diesen. Der nächste Song kommt da schon beherzter. „Too Wired To Sleep“ rockt ab wie Sau. Alle beweglichen Körperteile wippen, tanzen oder bangen in irgend einer Weise mit. Allerdings wird dann mit „Hangman“ wieder ein Stück etwas lahm gespielt, es kommt bei diesem Titel schon etwas Langatmigkeit auf, so das man dazu bewegt wird zum nächsten Song über zu gehen. Die rockige Halbballade „Angel Of My Dreams“ ist da schon wesentlich besser. Das ist ein typisches Krokus Stück, dass sehr geil ist und der Gesang von Marc Storace ist hier unglaublich gut.

Ab diesem Zeitpunkt hatte ich schon so das Gefühl, als ob Krokus hier abwechselnd einen guten und dann wieder einen schlechteren Song bringt. Denn hier mit „Fight On“ ist ein Song auf „Hellraiser“ , der wenig überzeugt und auch irgendwie nicht so mitreist. Auch „So Long“ kann nicht wirklich überzeugen. Ist zwar eine recht ordentliche Ballade, aber nichts was man sich bis zum Ende anhört. Da ist mit „Angel Of My Dreams“ schon eine wesentlich bessere Hard Rock Ballade enthalten. Obwohl „Spirit Of The Night“ wieder richtig rockt und auch die Doublebass Drum ist okay, ist aber auch hier keinesfalls ein Titel der Spitzenklasse gelungen, sondern eher ein mittelmäßiger Hardrocker. Als dann die ersten Töne von „Midnight Fantasy“ ertönen, ändert sich meine Stimmung in positiver Weise. Was für ein toller Midtempo Hard Rock Song. Marc Storace in Bestform, auch die Abwechslung auf diesem Track ist Krokus sehr gut gelungen. Die rockigen etwas tiefer spielenden Gitarrenparts und das teils Slideguitar artige Gitarrensolo hört sich richtig fett an. Die tighten Gitarren und der passend dazu geungene Part von Marc Storace erinnern an Hard n Heavy der Achtziger. Auch kann man sich so richtig das Video mit der schönen Frau vorstellen über die Storace hier singt, wenn es einen Musikclip zu dem Song gäbe. Das war ja bei Metal Videos in dieser Zeit meist üblich. Man sehe sich nur zum Beispiel Videos von Whitesnake oder Mötley Crüe aus dieser Zeit an. Das ist definitiv der beste Song von „Hellraiser“ und einer der besten Krokus Songs die ich kenne. Den sollten die Schweizer neben „Long Stick Goes Boom“, Bedside Radio“ oder „Easy Rocker“ auf alle Fälle in ihre Setlist auf Konzerten ständig mit aufführen. Danach hat die Band mit „No Risk No Gain“ einen recht ordentlichen Hard Rock Song auf „Hellraiser“ der bis auf den doch etwas langweiligen Refrain gut gelungen ist. Auf „Turnin Inside Out“ kommt der Gesang von Marc Storace richtig gut. Der groovende Song weiß zu gefallen, besonders der einfache Text im Refrain ermöglichen es einem nach dem zweiten Durchgang sofort mit zu singen.
Über „Take My Luv“ und „Justice“ gibt es nicht so viel zu schreiben, denn ich finde diese beiden Songs sind wirklich etwas misslungen. „Luv Will Survive“ kommt auch etwas schwach daher und bedient sich zu langatmiger Songstrukturen. Ähnlich wie beim Album „Rock The Block“ gibt es den Funmaker Hard Rock Song am Ende des Albums. "Rocks Off!" macht richtig gute Laune. Ein sehr schöner Abrocker der noch einmal so richtig in den Allerwertesten tritt und dazu verleitet das Album noch einmal von vorne zu hören.

Krokus haben mit „Hellraiser“ ein Album mit Höhen und Tiefen veröffentlicht. Teilweise sind die Songs richtig stark, aber dann im Gegenzug sind einige schwache Nummern enthalten, bei denen man verleitet werden könnte „Hellraiser“ die Arschkarte zu geben. Fans von Krokus können aber bedenkenlos zugreifen. Auch Fans von gepflegtem Hard Rock der Marke Gotthard, die ja sehr von Krokus beeinflusst wurden, werden Gefallen an „Hellraiser“ finden. Aber wer Krokus noch nie gehört hat, dem empfehle ich auf jeden Fall erst einmal die Alben „Headhunter“ oder „Stampede“. Ich persönlich finde der beste Krokus Einstieg ist das Best Of Album „The Dirty Dozen“. Wer „Hellraiser“ einmal antesten will dem empfehle ich die Songs „Angel Of My Dreams“, „Midnight Fantasy“ und „Turnin Inside Out“

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